Genau einen Tag vor der Veröffentlichung ihres 6. Studioalbums “The Seraphic Clockwork“ gaben die Jungs im Brückes Liveclub in Bad Kreuznach ein Live-Konzert und dank eines sehr netten Menschen, der mir eine Mitfahrgelegenheit anbot, konnte ich die Gelegenheit nutzen, um die Jungs abseits des Theaters mal wieder Live zu sehen. Davon, dass der Brückes Liveclub eine nette Location für Rockkonzerte ist, konnte ich mich schon von einem früheren Besuch überzeugen.
Einlass war an diesem Abend um 20 Uhr, allerdings stellten die Protagonisten ihre Fans auf eine harte Geduldsprobe, denn um 21:30 war immer noch nichts von ihnen zu hören. Tja, ab dann habe ich einfach nicht mehr auf die Uhr geschaut. Mittlerweile hatte sich der kleine Saal mit schätzungsweise 150 Menschen gefüllt, wobei ich zugeben muss, kein Ass im schätzen zu sein.
Doch dann war es soweit und mit I Can See wurde der Abend eröffnet und binnen weniger Minuten hatten die Jungs die Besucher im Griff. Gute Laune pur und frenetischer Applaus nach jedem Song. Stephan, Torsten und Günter legten eine gute Performance auf die Bretter, wirkten auf mich allerdings auch etwas angespannt und konzentriert.
Lediglich Andreas Lill,den man im Gegensatz zu sonstigen Bühnen gut sehen konnte, machte hinter seinem Schlagzeug einen total lockeren und entspannten Eindruck. Wer nun die Hoffnung hatte, einige Stücke von ihrem 6. Studioalbum "Seraphic Clockwork" zu hören wurde enttäuscht. Lediglich Holes In The Sky wurde als Appetizer vorgestellt, natürlich wurde des Öfteren auf das neue Werk hingewiesen, das am nächsten Tag erscheinen sollte.
Andy, der ja bekanntermaßen ein exzellenter Frontmann ist, servierte eine fantastische Bühnenshow und stachelte immer wieder das Publikum zum Mitklatschen an; auch sonst gönnte er sich - zum Leidwesen des Fotografen - keine ruhige Minute. Ich bin mir sicher, das er an diesem Abend einige Pfunde verloren hat, was am Ende der Show auch von Andreas kontrolliert wurde.
Ja, erst am Ende des Abends bekam man dann fröhliche und entspannte Gesichter seitens der Musiker zusehen. Zufrieden konnten sie jedenfalls sein, denn der Gig war gut besucht und auch der Sound war Klasse. Dieser kam, wie mir berichtet wurde, von der Anlage der THIN LIZZY-Tribute-Band ROSALIE. Jedenfalls sind Konzerte von VANDEN PLAS immer einen Besuch wert!!!
Setlist:
I Can See, Into The Sun, Iodic Rain, Silently, Far Off Grace, Shadow I Am, Soul Survives, Holes In The Sky, Somewhere Alone In The Dark, Fireroses Dance, Cold Wind, Postcard To God
Zugabe
Christ O, Rainmaker
Line-Up
Andy Kuntz: Vocals
Stephan Lill: Guitar
Günter Werno: Keyboards
Torsten Reichert: Bass
Andreas Lill: Drums