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Konzertbericht:
![]() ![]() ![]() Stuttgart, LKA, 13.12.2007 |
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U.D.O. und PRIMAL FEAR auf gemeinsamer Tour durch die deutschen Konzerthallen. keine Frage, das ist ein überaus attraktives Package, das unbändige Vorfreude auf einen unterhaltsamen Abend mit jeder Menge Heavy Metal weckt.
Mit ihrem melodischen Power-Metal passen sie gut ins Billing und können zumindest einen Achtungserfolg verbuchen. Zwar verführt die Darbietung wohl die wenigsten im Publikum dazu sich spontan am Merchandise-Stand mit dem aktuellen Album einzudecken, aber das ist schon mehr als ein Höflichkeitsapplaus, den die Dänen ernten können.
Setlist: Sign of fear, Rollercoaster, Running in the dust, Nuclear fire, Face the emptiness, Seven seals, Angel in black, Iron fist in a velvet glove, New religion, Batallions of hate, Demons and angels, Fighting the darkness, Final embrace, Metal is forever, Blood on your hands, Chainbreaker
Davon unbeeindruckt stürzt sich das ,German Metal commando' mit Sign of fear, dem Opener des aktuellen Albums "New religion", in einen furiosen Auftritt. Schnell wird klar: PRIMAL FEAR sind in bestechender Form. Vor allem die Rückkehr des 'verlorenen Sohnes' Henny Wolter wirkt sich ungemein positiv auf die Bühnenpräsenz der Band aus. Auch wenn der Band zweieinhalb Monate Tournee in den Knochen stecken und man gerade erst aus Japan zurückgekehrt ist: Frischer und spielfreudiger habe ich PRIMAL FEAR bisher selten erlebt.
Auch wenn das aktuelle Album mit fünf Stücken den Löwenanteil der Show ausmacht, kommen die 'Klassiker' früherer Veröffentlichungen nicht zu kurz. Dabei greift die Band zwar nicht immer meine persönlichen Lieblingssongs auf, aber das Ergebnis ist eine in sich stimmige und trotzdem abwechslungsreiche Setlist. Mehrmals müssen PRIMAL FEAR zwischen den Songs innehalten, weil sie vom enthusiastischen Publikum lautstark mit Sprechchören gefeiert werden.
Danach ist einfach keine Steigerung mehr möglich, und bei mir ist etwas die Luft raus. Dennoch wird die Band bis zum Schluss fanatisch vom Publikum abgefeiert und nach der den loyalen Fans gewidmeten Hymne Metal is forever noch für zwei Zugaben auf die Bühne zurück gebrüllt. Ein starker Auftritt.
Das Konzept der Double-Headliner-Tour geht auf ganzer Linie auf. Geht man nach den gesichteten T-Shirts, dann waren die eingefleischten Anhänger beider Bands ohnehin etwa fifty-fifty verteilt. Das Schöne aber, es gibt keine Eifersüchteleien, und man spürt einen Hauch des 'gemeinsamen Geistes' der Heavy Metal-Szene, der die frühen Achtziger charakterisierte. Huldigte man noch eben noch einträchtig PRIMAL FEAR, so konvertieren nun alle zu U.D.O.-Fans.
Heavy Metal in Reinkultur ist das Motto des Augenblicks. Dominierten bei PRIMAL FEAR ein Backdrop mit dem Bandlogo und dem Coverartwork das Bühnenbild, so wirkt bei U.D.O. die Bühne geradezu spartanisch und aufgeräumt. Nicht einmal Monitorboxen sind am vorderen Bühnenrand zu sehen. Dafür hat man rechts und links vom Schlagzeug eine eindrucksvolle Verstärkerwand errichtet, die von zusätzlichen Scheinwerfer-Reihen gekrönt werden und vor der die Band sich agil austobt. So schlicht das wirkt, so effektiv bildet es den würdigen Rahmen einer beeindruckenden Performance.
Zwei hochkarätige Bands und ein hungriger Newcomer, die gemeinsam für einen gelungen Abend sorgen und insgesamt mehr als dreieinhalb Stunden lang ein wahres Heavy Metal-Feuerwerk abbrennen. Was will man mehr? So lange es noch Bands wie U.D.O. und PRIMAL FEAR gibt, die immer wieder in der Lage sind solch überzeugenden Auftritte hinzulegen, muss einem um die Zukunft des Heavy Metal wirklich nicht bange sein. Wer es nicht miterlebt hat, hat definitiv etwas verpasst. Besonderer Dank an Sandra (Undercover Promotion) ohne die diese Konzertberichterstattung nicht möglich gewesen wäre. Martin Schneider, (Impressum,
Artikelliste), 13.12.2007
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