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Konzertbericht:The Barry McCabe BandFreudenburg, Ducsaal, 29.03.2003 |
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Der Ducsaal in Freudenburg wird wohl zukünftig ziemlich oft Besuch vom Home of Rock bekommen. Zum einen weil Peter Hahn ein erstklassiges Programm auf die Beine stellt und zweitens diese Location über das passende Ambiente für schöne Clubabende bietet. Irgendwo zwischen Mettlach und Trier liegt Freudenburg. Ein relativ kleiner Ort, der aber immer wieder auch von internationalen Bands gerne besucht wird. Nicht minder international sind die Besucher. Dank der grenznahen Lage treffen sich hier auch Musikbegeisterte aus Luxemburg, Holland und Belgien. Man betritt zuerst eine kleine, urige Kneipe, die mit frisch gezapftem Pils und ausgesuchter Konservenmusik für das erste Wohlgefühl sorgt. Treppe runter und man steht im Konzertbereich. Gegenüber der Bühne befindet sich eine gemütliche Bar. Eingerahmt ist die Stage von einer Empore und auch seitlich befinden sich einige "tiefergelegte" Sitzplätze.
Ganz so viele waren es bei der BMC Band nicht. Proppevoll wirkte es aber trotzdem, da die anwesenden 90 Konzertbesucher die Räume zwischen den Stehtischen perfekt ausgefüllt hatten. Und 270 Fans hätten kaum mehr mitgehen können als diese Neunzig. Ist aber kein Wunder, denn BARRY McCABE entfachte ein Feuerwerk und riss uns alle von Anfang an mit. Ein einsamer Musiker betrat mit seiner Uilleann Pipe die Bühne und trotz deutschem Bier fühlte man sich plötzlich auf die grüne Insel versetzt.
Hören und erleben durften wir fast alles aus der ersten CD "The Peace Within" Rock'n Roll, Blues, Boogie - egal was auch immer. Druckvoller und perfekter geht es nimmer. Und nicht nur Barrys Optik erinnert sehr stark an RORY GALLAGHER. Ich erwähnte ja schon, dass das Publikum total aus dem Häuschen war. Es stand eigentlich keiner ruhig und in den ersten Reihen tanzten einige und flippten regelrecht aus. Barry verstand es aber auch, alle zum mitmachen zu animieren. Das Publikum durfte mitsingen, getrennt nach Männlein und Weiblein. Auch benutzte er Publikumsfinger, die zusammen mit seinen Fingern die Saiten zum klingen brachten. Er selbst ließ seine linke Hand dann mal etwas verschnaufen und spielte mit Mund, Zunge und Zähnen. Absolut sicher und genial. PETER GREENs Oh Well wurde natürlich ebenso gespielt wie die wunderschöne Bluesnummer Full moon on main street von James/Lindsey. Es ist übrigens nicht zu glauben, wie diese Mischung aus traditionellem Rock und Bluesmusik in Verbindung mit Uilleann Pipe oder Low Whistle ankommt.
Set 2 begann akustisch mit The Emigrant (dedicated to Rory Gallagher), gefolgt von (ebenfalls akustisch) Nobodys Girl. Natürlich gab es am Ende eine Zugabe. Ach was sage ich: dreimal kam die Band - lautstark aufgefordert - auf die Bühne zurück. Und da jeder den Text zu kennen schien, sang auch alles mit als der durch GRAND FUNK RAILROAD bekannte Hammer Some Kind Of Wonderful erklang. Meine Freunde Peter, Mad Mike (dem wir übrigens für 3 der Bilder auf dieser Seite danken!), sowie Karl-Heinz, waren ebenso wie wir restlos begeistert und uns einig, dass es ein Konzert der Extraklasse war.
Selbstverständlich kam Barry noch zum signieren und small talken an den Merchandise-Stand und wir traten danach die eineinhalbstündige Heimfahrt mit der neuerworbenen Live-CD der BMC Band im Player an. Gegen halb vier dann in die Federn gefallen (ich hoffe, die HoR Kollegen wissen diesen Einsatz zu schätzen :-) ). Leute, schaut euch diese Band an! Und hört euch die CDs an. Die gibt es übrigens zufällig hier bei uns im HoR. Ulli Heiser, (Impressum, Artikelliste), 01.04.2003
Bilder: Ilka Czernohorsky, (Impressum, Artikelliste), 29.03.2003
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