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Steve Vai

Supp.: Eric Sardinas

München, Babylon, 14.12.2001

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Fotos:
Adelina Schmidtlein, Ilka Czernohorsky & Markus Hagner

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Steve Vai
Steve Vai & Billy Sheehan - 49 KB
Steve Vai
Lick it... - 53 KB
Steve Vai
Sch... Photographen - 44 KB
München, Babylon, 14.12.2001Bildergalerie Steve Vai, Teil 1
Bildergalerie Steve Vai, Teil 2
Bildergalerie Eric Sardinas
Besetzung:
Steve Vai - Guitars, Vocals
Tony MacAlpine - Guitars, Keyboards, Vocals
Billy Sheehan - Bass, Vocals
Dave Weiner - Guitars, Vocals
Virgil Donati - Drums

Special Guest: Eric Sardinas - Guitars, Vocals

Seit Monaten freue ich (Ilka) mich schon auf dieses Konzert, einen virtuosen und exzessiven Blues-Rocker und einen atemberaubenden Hochgeschwindigkeitsfrickler zusammen an einem Abend sehen und erleben zu können. Solch ein Gig intensiviert meine Herzfrequenz!
Also ab ins Auto und schnell mal die ca. 370 km von Jena nach München gedüst, um einen Abend der Superlative erleben zu können.

Nun, zuerst möchte ich ja wissen, wann der Gig anfängt, zumal da ich und mein Göttergatte noch keine Karten haben. Pünktlich 20.00 Uhr ist die freundliche Auskunft - und damit fängt das Dilemma an:

Also zuerst mal ne Kneipe aufgesucht und in aller Ruhe etwas zwischen die Kiemen geschoben, um beim Gig nicht vom knurrendem Magen gestört zu werden. Gut gesättigt schlendere ich Richtung Babylon und glaube doch allen Ernstes nicht meinen vom Tinitus geplagten Ohren zu trauen, da bekannte Klänge in meine Lauscher dringen. Ach was, denke ich mir, das wird der Soundcheck sein. Ha - von wegen!

Während in der Halle Meister Sardinas seinem Blues frönt, versuchen die aufgebrachten Fans, unter anderem natürlich auch ich, fluchend, schnellstens in die Halle zu kommen.
Von wegen schnellstens, man lässt sich viel Zeit bei der Taschenkontrolle!
Laut obersympathischer Security: Absolutes Fotografierverbot für Fans! Die Herren Musiker könnten ja, lt. Security, gestört werden und ein Fan-Foto weniger verkaufen (welche es nicht gab! Red.). Wahrscheinlich durch das furchtbar laute Knipsen und Rattern der Kameras??

Was werde ich nun von meinem Idol Eric Sardinas noch mitbekommen? Naja, immerhin vier Songs kann ich gerade noch erleben, inklusive seiner "feurigen" Gitarrenbeschwörung.
Der Mann ist ein echtes Tier auf der Bühne und für mich als Frau bietet sich natürlich auch was fürs Auge (aber das nur nebenbei) (der männliche Teil der Redaktion hatte nicht das Gefühl, dass das "nur so nebenbei" gewesen ist). Ich habe noch nie einen Musiker so die Resonatorgitarre mit dem Bottleneck spielen sehen! Es ist der absolute Wahnsinn. Grandios!

Und dann: Bühne frei für den großen Meister und Gitarrengott STEVE VAI!
Shy Boy, als Opener aus den guten alten Tagen, als Steve mit Mega-Bassist und Musikerfreund Billy Sheehan, der hier auch den Gesangspart übernimmt, noch Mitglied der David Lee Roth Band war, wird euphorisch von den überaus zahlreichen Freaks mitgesungen.
Der nächste Song Giant Balls Of God wird angespielt und dann ist plötzlich Schluss, der Meister verlässt die Bühne.
Was ist passiert? Irgendwie stimmt der Sound der Anlage für Vai's Perfektionismus nicht und das stinkt ihm gewaltig. Als er zurückkehrt, ist er immer noch nicht zufrieden und so erzählt er einen Witz über ein Verzehrmahl (seit gut 350 Jahren sagt man dazu Essen, aber ist ja egal; sagt die Red.) mit dem Pfarrer, dem Bischoff und dem Papst über einen "Fuckin' Fish", während sich die Techniker abmühen, die Soundanlage zu justieren.

Danach geht es aber richtig los und der Gitarrenzauberer lässt seinem Spiel freien Lauf.
Der Sound ist glasklar und Vai ist offensichtlich endlich zufrieden.
Mit Billy liefert er sich ein Gitarren-Bass-Duell nach dem anderen, wobei sehr positiv ist, dass es Sheehan nicht mit seinem Bassspiel maßlos übertreibt.
Songs wie z.B. Blood & Glory, Crying Machine, Jibboom, um nur einige zu nennen, werden zum Entzücken der Anwesenden spielfreudig zelebriert, dass es nur so kracht.

Ein wahres Gitarren-Feuerwerk wird entzündet, vor allem auch durch Tony McAlpine an der zweiten Gitarre. Dieser zeigt seine musikalische Virtuosität zusätzlich beim Keyboard-Solo nach Bangkok.
Aber auch die leisen, zarteren Töne kommen nicht zu kurz und werden mit viel Gefühl live gespielt, hier bildet Whispering A Prayer ein absolutes Highlight. Vai und seine Musik verschmelzen hier miteinander, was beweist, wie er mit seinen Kompositionen und Interpretationen lebt.

Es ist schon Wahnsinn, welcher Gitarrenvirtuose und -hexer Steve ist und wie er sein Instrument beherrscht, und dabei, trotz seiner unglaublichen Soli, sich und seine diversen Gitarren fotogen präsentiert.

Bei For The Love of God beweist er, neben Hendrix-Einwürfen (The Wind Cries Mary), erneut seinen Humor, indem er seine witzigen Kommentare zu Britney Spears und wie Jimi Hendrix die sexy Britney kommentiert hätte, integriert.

Fast 2 1/2 Stunden verzaubern Steve Vai und seine Band so ihre Fans, die ihn bei jeder Pose, Gitarren-Fingergriff und Solo zelebrieren (und für's frauliche Auge gab es auch was - wieder mal; die männliche Redaktion ist entsetzt!).
Total zufriedene Fans mit blitzenden Augen und grinsenden Gesichtern verlassen nach Attitude Song die Halle.
Bis auf die, mit Sicherheit vermeidbare, Panne des zu frühen Auftritts mit dem Special Guest Eric Sardinas, haben die Fans ein traumhaftes Konzert erlebt.

Wer in den Genuss kam, Steve Vai und Eric Sardinas ebenfalls live zu sehen, wird uns sicherlich voll und ganz zustimmen. Die anderen haben was versäumt!

Wir danken EPM für den, wie immer, tollen Support

Ilka Czernohorsky, (Impressum, Artikelliste), 15.12.2001

Markus Hagner, (Impressum, Artikelliste), 15.12.2001

Adelina Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 14.12.2001

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