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Konzertbericht:LucianoFeat. Dean FraserMünchen, Muffathalle, 17.04.2003 |
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Der Messenger (oder auch MessenJah) ruft und die Münchner Muffathalle ist an einem Donnerstag Abend gesteckt voll. Gut so, denn Luciano ist immer eine Garantie für eine tolle Show. Der phantastische Auftritt beim letztjährigen Chiemsee Reggae Summer ist mir noch in bester Erinnerung.
Nun ist es ja sicher keine leichte Aufgabe nur mit einem Sax bewaffnet das Publikum mit jazzigen Elementen auf einen Reggaeact einzustimmen und anzuheizen. Kein Problem für Dean Fraser! Mit seinem Mini-Sax vorm Riesenbauch bringt er die Massive innerhalb 20 Minuten in Tanzlaune und wenn's der Stimmung (zumindest im vorderen Teil des Saals) gut tut, muss man halt auch nicht wie angenagelt vorm Micro stehen. Der Virtuose am Sax beendet seinen Part mit der wohl gefühlvollsten Version vom Old Pirate (Redemption Song), die ich je gehört habe. Zu meiner Überraschung geht Dean nach seiner Show aber nicht von der Bühne, sondern reiht sich neben den 3 Mädels in den Background-Chor mit ein. Und abgesehen von ein paar Sax-Einlagen singt, trällert und dirigiert er die nächsten 2 Stunden im Hintergrund von Luciano.
Und damit sind wir beim Messenger, dem Boten. Auch das Programm ist natürlich nicht soooo unterschiedlich zu dem der letzten Festival-Saison, eine gute Mischung aus seinen letzten Alben "Serve Jah", "A New Day" und "Great Controversy" oder mit "Guess What's Happening" vom "Messenger"-Album. Der Messenger hätte seinen Namen nicht verdient, wenn er neben der üblichen Jah-Predigt nicht auch zum Frieden im Irak aufgerufen hätte. Klar haben unter dem Jubel der Menge Bush und Blair ganz schön ihr Fett abbekommen.
Bei Legalize It (ja, das von Peter Tosh, auf dem Luciano-Album "Great Controversy") jumpt Luciano kurz hinter die Bühne, kommt mit einem Stoffknäuel zurück und packt ... ratet mal was ... aus! Und all die vielen Hände, die gerade noch das Peace-Zeichen machten, versuchen jetzt Lucianos Hand, respektive das Beutelchen zu krallen. Das Ende der Show erlebe ich leider nicht mehr, um 0:20, während die Zugabe gerade läuft, trolle ich mich nach Hause, nachdem ich im Gedrängel einen kompletten Becher Bier in den Rücken abbekommen habe. Da habe ich ja aber schon über 2 Stunden eines schönen, relaxten Konzertes hinter mir. Noch einige kurze Bemerkungen: Mir ist aufgefallen, dass der Merchandise-Mann zwar pfundweise vom Album "Great Controversy" (2001) hat und auch heftig anpreist, aber wohl keine Exemplare z.B. vom "Serve Jah" (2002) dabei hat. Heidi Bauer (ID), (Impressum, Artikelliste), 07.05.2003
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