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Iced EarthStuttgart, LKA, 05.02.2002 |
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Setlist: Burning Times - Vengeance Is Mine - Stand Alone - The Hunter - Watching Over Me - The Suffering: Scarred/Slave To The Dark/A Question Of Heaven - 1776 (Instrumental) - I Died For You - Prophecy - Birth Of The Wicked - The Coming Curse Wolf - Damien - Transylvania - Jekyll & Hyde - Jack - Frankenstein - Dracula My Own Saviour Im Vorfeld wurde viel über den heutigen Abend spekuliert. Vollmundig kündigte Mastermind Jon Schaffer an, dass die Fans auf der "Horror-Show-Tour" die gewaltigste und spektakulärste ICED EARTH-Produktion aller Zeiten erleben werden. Die bereits für November 2001 geplante und aufgrund der allseits bekannten Terrorakte nun auf Februar 2002 verschobene Tour, würde alles je Dagewesene in den Schatten stellen. Gar von einer zweieinhalbstündigen Spielzeit war die Rede, was in der heutigen Zeit wahrhaftig nicht alltäglich ist. Auch im Stuttgarter Longhorn geht nichts mehr und die paar Unentwegten, die
noch auf den Erwerb einer Karte hofften, zogen kurz nach Konzertbeginn
enttäuscht von dannen. Geheimnisvoll wird die Bühne von einem schwarzen Vorhang verhüllt, über dem majestätisch das silberne Iced Earth-Logo schwebt. Der Laden ist knackevoll, als sich dann so gegen 20.30 Uhr der Vorhang lüftet und den Blick auf die stählern vertafelte Bühnenkulisse freigibt. Ganz untypisch in blauen Jeans gekleidet, lässt man Klassiker wie Pure Evil, Brainwashed oder Stormrider auf die Fanschar
los. Nahezu alle Stücke werden begeistert vom Publikum aufgenommen und die Band
wird gnadenlos abgefeiert. Spätestens jetzt wird jedem Zweifler deutlich,
welchen Status Iced Earth mittlerweile in Deutschland inne hat. Nach einer kurzen Umbaupause geht es dann auch gleich kraftvoll mit Burning Times vom "Something Wicked This Way Comes"-Album weiter, welches mit dem "Dark Saga"-Album zu meinen persönlichen Favoriten zählt und die Songs für den zweiten Set stellt. Die Bühnendekoration gleicht dem Innern einer Pyramide und ist eine Anlehnung an die Covergestaltung von "Something...". Man merkt den - mittlerweile stilecht in schwarz gekleideten - Mannen förmlich die Spielfreude an. Bassist MacDONOUGH tobt wie von der Tarantal gestochen auf dem Laufsteg hinter dem Schlagzeug von RICHARD CHRISTY herum und bangt, was das Zeugs hält. Gott sei dank ist mit Leadgitarrist LARRY TARNOWSKIE noch ein kurzhaariger Zeitgenosse mit von der Partie, der den langhaarigen Bombenlegern (*gg*) zeigt, dass man auch ohne Matte mächtig bangen kann, so dass ich mit meinen paar Flusen auf dem Kopf nicht ganz alleine da stehe. "In Union We Stand Brother!" Selbst der Gesang kommt mittlerweile klar hervor. Was bei den nun folgenden Meilensteinen der Bandgeschichte gerade zum richtigen Zeitpunkt passierte. Mit Vengeance Is Mine, Stand Alone oder The Hunter reiht sich Perle an Perle. Bei dem wohl besten Song, Watching Over Me, kommt dann das Publikum erstmals so richtig zum Einsatz und beweist beim intonieren des Stückes Textsicherheit. Spätestens jetzt machen sich die ersten Anflüge von Gänsehaut bei mir bemerkbar. Ich persönlich hätte mir noch die Stücke Blessed Are You und Melancholy (Holy Martyr) gewünscht, wofür ich gerne auf das Instrumental 1776 verzichtet hätte, aber ich will jetzt mal nicht kleinlich sein. Nach einer kleinen Erfrischung gehe ich gestärkt in die letzte Runde, die gänzlich allein der letzten Veröffentlichung "Horror Show" vorbehalten ist. Mit dem Brett Wolf, das von wütenden Double-Bass-Attacken geprägt ist, wird der Reigen eröffnet. Die Bühnedekoration ist komplett schwarz gehalten und wirkt recht düster. An den Backdrops prangen die Figuren der "Horror Show", wobei mir besonders DAMIEN, mit seinen leuchtenden
Augen, erste Schauer ins Gebein treibt. Ich fühle mich direkt auf den Spuren von
Jack The Ripper im nächtlichen London. Besonders herausragend ist für mich das Stück Damien, welches live noch druckvoller rüberkommt, als auf dem bereits erwähnten
Silberling. Nach Iron Maiden's Transylvania geht es weiter mit Jeckyll & Hyde, bei dem Jon Schaffer auch mal ganz unmetallisch zur Akustikgitarre greift. Jon Schaffer hatte nicht zu viel versprochen. Iced Earth waren eigentlich schon immer eine grandiose Live-Band, dennoch haben sie mit dem heutigen Abend einen neuen Maßstab in Sachen Spielfreude und Dynamik gesetzt. Eine amtliche Vollbedienung, obwohl mir als Balladen-König zwar Stücke wie Melancholy, Consequences oder Ghost Of Freedom gefehlt haben. Aber man kann es schließlich nicht jedem Recht machen, sonst würde ich wohl jetzt immer noch im Longhorn stehen und den Klängen lauschen. Schade nur, dass man immer während der ersten drei Songs nur so ein "Kacklicht" präsentierte und es dadurch uns Fotografen nicht gerade leicht machte. Entschuldigt daher die Bildqualität. Frank - Harry - Hameister, (Artikelliste), 20.02.2002 |
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