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Konzertbericht:
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CULTUS FEROX sind derzeit die aufstrebende Band der Mittelalter-Szene. Nach ihrem überaus gelungenen Album "Wiederkehr" ist nun die Ochsentour durch die Clubs angesagt um sich über verstärkte Präsenz an der Livefront weiter zu etablieren.
Und das Stuttgarter Publikum nahm den hingeworfenen Fehdehandschuh ohne zu zögern auf und feierte die Band im Rahmen seiner begrenzten Möglichkeiten gnadenlos ab. Dem zollte die Band auch Anerkennung: 'Hey, ihr seid ja lauter als die 600 beim letzten Auftritt!' CULTUS FEROX haben das Rock'n'Roll-Einmaleins also intus und kleine Notlügen um das Publikum bei Laune zu halten nimmt ja niemand übel.
Seien wir doch ehrlich: Wer über zwei halbwegs gesunde Ohren verfügt, der kann sich (zumindest live) der geballten Kraft von bis zu drei Sackpfeifen und zwei mächtig tönenden Schlagwerkern nicht entziehen. Davor geht jede 'Three guitar army' in die Knie und kapituliert. Wer zwei gesunde Beine hat, und nicht von Gicht, Hexenschuss oder vergleichbaren Gebrechen befallen ist, der kann angesichts solch mitreißender Rhythmen und aufwühlender Melodien unmöglich still stehen. Man munkelt sogar, dass CULTUS FEROX solche Wehwehchen mit ihrer Musik schon auf wundersame Weise geheilt haben.
Erwartungsgemäß stand das Album "Wiederkehr" mit zehn Stücken im Mittelpunkt des Auftritts. Bernsteinhexe von der aktuellen Maxi "Flamme des Meeres", Götterdämmerung und Wolfsballade bildeten einen Block von drei Stücken mit Gesang im ansonsten rein instrumentalen Set und boten eine kurze Verschnaufpause, bevor wieder zum kollektiven Veitstanz aufgefordert wurde.
Keine Frage, im Bereich instrumentaler, traditioneller, mittelalterlicher Musik muss man CULTUS FEROX schon jetzt in einem Atemzug mit CORVUS CORAX nennen. Wer daran zweifelt sollte sich live davon überzeugen. Gelegenheiten dafür gibt es in den nächsten Wochen und Monaten genug. Zur echten Nagelprobe wird aber sicher die Tournee als Support von UMBRA ET IMAGO, wenn sich die tapferen Recken vor einem Publikum beweisen müssen, dass nicht unbedingt wegen ihnen die heimische Kemenate verlassen hat. Besonderer Dank an Silvio von Rabazco für die Unterstützung. Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 14.02.2004
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