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Konzertbericht & Crosscheck:Craving HandsRheinberg, 15.03.2003 |
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Lange war er totgesagt, aber der ,Geist von Rheinberg' wie mein Kollege Martin ,Dragonheart' Schneider es so treffend formulierte, hauchte ihm neues Leben ein:
Was anfangs als reizvoller und gern gelesener Part in unserem Gesamtwerk gut funktionierte, scheiterte leider, oder formulieren wir es etwas netter, lag ein Weilchen auf Eis, aus welchen Gründen auch immer. Da muss so ein Cowboy vierzig werden, ein Treffen organisieren, scharfe Pizza futtern, jede Menge Bier saufen, Zigarren qualmen, Background singen und plötzlich geht da wieder was. Und diesmal starten wir nicht mit einer CD neu durch, sondern haben uns die Jungs am Kragen gepackt, die für die Beschallung des Saloons zuständig waren. Zunächst möchte ich an dieser Stelle noch mal allen fünf Musikern für ihre spontane Zusage und die unkomplizierte Abwicklung des Ganzen ein herzliches Dankeschön sagen. Für mich, der ich die Duisburger Band jetzt schon ein halbes Dutzend mal gesehen hatte, war es eine neue Erfahrung, die ganzen Coverversionen zu hören, die sich im Rahmen des doch gemischten Publikums einfach angeboten hatten. Im Normalfall spielt die Truppe nämlich bei ihren Auftritten zu 95% eigene Sachen. Eine Arbeitskollegin begrüßte mich Montag morgen direkt mit der Frage: "Wann spielen die denn wieder?" Auch der Rest der Nicht-HoRler, den ich bisher gesprochen habe, zeigte sich von der Leistung der Jungs angetan. Ich persönlich war diesmal von der Frische und Lockerheit aller fünf ,Hände' und dem glasklaren Sound begeistert. Frankies eigenwillige, flapsige Art, Band und Publikum zu führen macht gute Laune, die herrlich unaufdringliche und so fantastische Gitarrenarbeit von Olaf (überzeugte auch bei zwei Stücken mit angenehmer Stimme als Frontmann) zieht in den Bann und das Rhythmusbollwerk von Atti, Lutz und Achim lässt die Schuhsohlen vibrieren. Eine Frage, die jetzt schon in Rockreisen heiß diskutiert wird, resultiert aus dem ZZ TOP-Cover gegen Ende des Konzerts: Werden Ipach/Daus bei den kommenden Awards als bestes Backgroundvocal-Duo des Jahres nominiert...? Wie dem auch sei, wer mehr CRAVING HANDS will, huscht demnächst zu ihren Gigs und erwirbt bitte gefälligst deren CDs. Und ihr Majors gebt den Jungs endlich einen gebührenden Millionenvertrag, damit die nächste Party dann in Marbella starten kann. Daniel Daus, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003
Sehr sympathischer Radiorock vom Niederrhein, irgendwo zwischen BEATLES und U2 mit leicht grungigen Untertönen. Sobald der Gitarrist etwas heftiger in die Seiten griff hatte ich ein leichtes Deja Vu von BROTHER CANE. Ralf Frank, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003
Daniel lud zum Geburtstag und die CRAVING HANDS spielten zum Ständchen auf... Die Jungs haben das Konzert professionell abgespult, sicherlich war es nicht das normale Publikum vor dem sie spielten, da im Altersbereich von 2-70 (!). Joerg Litges, (Artikelliste), 19.03.2003
Da wimmelt es in Deutschland vor lauter Superstars ohne Stimme und eine Band wie die CRAVING HANDS muss sich mühsam ihren Weg durch die Clublandschaft rocken. Was die Band auszeichnet, sind gute eigene Songs und perfektes instrumentales Timing bei ihren Coverversionen von z.B. T. REX, ZZ TOP oder sogar David Lee Murphy. David Lee Murphys New Country Hit hat die Band nach nur einmaligem Strippen auf der Pfanne gehabt. Gesanglich und instrumental sind die CRAVING HANDS besser als so manche angesagte deutsche Rock Combo. Ihr Konzert war voll unbändiger Spielfreude und handwerklicher Klasse. Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003
Was braucht's für ne geile Party? Geile Musik natürlich. Und die gab es zuhauf. Ob nun eigene Songs des neuen Albums oder aber Coverversionen der besonderen Art. Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass die CRAVING HANDS perfekt aufeinander abgestimmt sind. Keine Schwächen bei der Setlist, nicht beim Zusammenspiel und auch nicht bei der technischen Beherrschung der Instrumente. Und als Instrument sehe ich auch Franks Stimme, oder besser: den kompletten Frank. Stimmlich ist er ohne Zweifel und auch als Frontmann kann ich mir schlecht was Besseres vorstellen. Ganz besonders angetan war ich von den Coverversionen. Ich mag Cover, weil ich dann an mir bekanntem Material höre, was die Band so drauf hat. Und sie haben es drauf. Tony Joe White, T. REX, THE BAND usw. Also nicht das übliche abgenudelte Smoke on the water oder Sweet home Alabama. Fazit: Absolut gelungene Show mit sympathischen Musikern. Leider wieder mal ne Band, der es wohl nicht vergönnt sein wird die Massen via Rundfunk zu begeistern. Dazu sind sie einfach zu gut und wer braucht heutzutage schon gute Musik. Deutschland sucht ja leider den Superstar und das hat mit Musik wenig bis gar nichts zu tun. Ulli Heiser, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003
Die CRAVING HANDS erweisen sich live als eine zwiespältige Angelegenheit. Das nächste Mal bitte mehr davon, oder etwas risikofreudigere und weniger abgedroschene Coversongs, wie beispielsweise der Geburtstagswunsch von Daniel. All lit up in love von DAVID LEE MURPHY wirkte wie maßgeschneidert für die CRAVING HANDS. Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003
Obwohl ich ja ein großer Gegner von Coverversionen bin, gibt es hin und wieder Bands, die mich manchmal sogar überzeugen und dazu gehörten diesmal die CRAVING HANDS. Überzeugt haben mich die CRAVING HANDS mit ihrer gut abgestimmten Songauswahl zwischen Cover und eigenem Material, sowie ihrem eindrucksvollen Zusammenspiel. Ausrutscher konnte ich keine feststellen. Einzelne Musiker besonders hervorzuheben wäre nicht fair, denn jeder von ihnen beherrscht ganz offensichtlich sein Handwerk. Ilka Czernohorsky, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003
"Hey Band! Wie heißt das Zauberwort?" "GROOVE!" schallte es auf meine imaginäre Frage zurück. Mir gefiel schon die CD der CRAVING HANDS - obwohl es an sich nicht meine Musik ist - mit ihrem geschmackssicheren Sound und Design und den vielen Ohrwürmern, aber den Ritterschlag kriegt eine Band von mir erst nach einem gelungenen Konzert. Grandioser Frontmann (Frankie singt und agiert wie er für uns auch schreibt: Eindrucksvoll), mächtiger Gitarrist, wunderbarer Orgler und druckvolle Drum & Bass Antreiber. Dazu die wirklich schönen eigenen Songs und das "crossing over the generations"-Coverrepertoire und perfekt ist der Partyabend. Nach ca. 3.000 besuchten Konzerten gähne ich bei einem ZZ TOP-Cover oder bei Get It On schon mal etwas gelangweilt und Clapton oder Petty wiegen mich bereits im Original in den Schlaf. Nicht bei den HANDS! Frisch klingen die alten Kamellen und Spaß machen sie und wenn irgend jemand bei der Industrie endlich die Watte aus den Ohren nehmen würde, dann wäre diese Band in wenigen Wochen mit ihren eigenen Songs in den Charts. Klasse war das und wir dürfen stolz drauf sein, dass wir eine Band "nur für uns" gehabt haben, die irgendwann nur noch vor mindestens 1.500 Leuten spielen wird. Oder ist die Welt wirklich so ungerecht? Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 19.03.2003
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