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Vor dem Konzert im Berliner Mudd Club standen mir Frederic Waldner, der Sänger und Gitarrist und als Songwriter gewissermaßen Mastermind, sowie Bassist Thomas Merkel und (etwas später dazukommend) Drummer Reiner Hubert, von allen nur Colours genannt (wenn man seine Haare sieht, ist das einleuchtend) von SHINE zu einem Interview zur Verfügung.
Home of Rock: Heute ist das letzte Konzert von Eurer Minitour zum Record Release. Was habt Ihr bisher für Erfahrungen gemacht? Wie wird Euer Material angenommen?
Frederic: Oh, das ist ja mal eine komplexe Frage. Eigentlich sehr gut. Wir haben, glaube ich, bisher in den letzten 4, 5 Tagen alles erlebt und alles gemacht, geil gemacht und schlecht gemacht, was man machen kann. Insofern war es eine ganz gute Erfahrung, so das erste Mal, dass wir zusammen im Nightliner losgezogen sind. Und es war geil, wir hatten zum Beispiel in Stuttgart ein richtig geiles Konzert, es war schön voll, supermotiviert, die Leute haben uns echt abgefeiert, in der Röhre. Das hat richtig Spaß gemacht, ich glaube das war so das Highlight. Und dann gibt es natürlich auch, dass es mal leer ist, in München zum Beispiel war leer. Aber da muss man trotzdem geil spielen, das muss man trotzdem gut machen. Die Band ist ja noch superjung, gibt es ja noch nicht so lange und deswegen war es für uns erstmal sowieso gut, unterwegs zu sein, ein bisschen zu spielen, anzutesten. Das hat echt gut funktioniert bisher.
Thomas: Wir haben Bock noch mehr zu spielen. Das wird auch kommen, hoffentlich bald.
HoR: Was ich so beim Soundcheck gehört habe klingt es ja doch auch ein bisschen härter, ein bisschen direkter als auf Platte. Die Platte ist, sagen wir mal, ja doch großes Poparrangement mit vielen Streichern, live ist es doch ein wenig rockiger?
Frederic: Ja, das war aber auch so geplant, nicht zu sagen, wir spielen jetzt 1 A die Platte nach, bauen da irgendwie Streichersamples ein und lassen die einfliegen vom Band, das war schon klar...
Thomas: Live ist eine andere Energie da, eigentlich haben wir noch einen Gitarristen, der ist heute leider nicht dabei. Heute wird es deshalb ein bisschen softer, trotzdem wie Rock'n'Roll, wie sonst mit dem Gitarristen auch. Da ist irgendwie mal abgehen angesagt und das passt auf jeden Fall. Wir wollen uns nicht beschränken auf irgendwas, sondern möchten das offen lassen.
Frederic: Ich denke, abends schön zu Hause eine Platte hören ist was anderes als Abfeiern gehen auf einem Konzert, für die Band wie für das Publikum auch. Da kann man dann mal Gas geben live. Das macht es dann auch für uns spannender und für die Leute, denke ich auch, weil, was sollen die dasselbe nochmal hören, was ich gerade für 10 oder 15 Jahre auf Platte gekauft habe.
HoR: Viele Bands spielen 1:1 runter, da fragt man sich wirklich, wieso soll man auf ein Konzert gehen. Wie wichtig ist für Euch denn das Visuelle?
Frederic: Oh, wie Du sehen wirst, ist es schon sehr wichtig.
Thomas: In dem Rahmen hier kann man natürlich nicht die großen Raketen starten und Luftballons fliegen lassen, aber es ist schon wichtig. Da haben wir auch Bock drauf, ist aber jetzt nicht überanstrengt, den letzten Knopf zugeknöpft, sondern schon so, dass es irgendwie Spaß macht.
Frederic: Also wir haben schon so unseren Dress, dass man uns schon auch wiedererkennt, ohne dass wir angefangen haben zu spielen. Das finde ich auch wichtig, das gehört zu mir. Die Augen hören ja mit.
HoR: Kommen wir mal zu Eurem Album. Wollt Ihr mal ein bisschen erzählen über die Entstehungsgeschichte, wie lief das so im Studio ab?
Frederic: Ja, die Entstehungsgeschichte ist - ich hab schon mit unserem Produzenten, dem Franz Plasa, arbeite ich schon seit ein, zwei Jahren an Liedern - ich habe die ganzen Lieder geschrieben und die beiden Jungs hier, Thomas und Colours, der Schlagzeuger und Bassist, suchten einen Sänger, wollten endlich auch wieder eine neue Band gründen, Gas geben. Ja, dann hat uns Franz zusammengeführt und das passte. Dann haben wir den ersten Song aufgenommen, das war lustigerweise gleich die erste Single Popbitch und das hat so viel Bock gemacht, dass dann unser Produzent meinte, he, lass uns das Album machen.
Er hat den ersten Gig von uns gesehen und meinte, das ist so eine Wahnsinnsenergie, alles so frisch und unverbraucht und alle sind so motiviert, lass uns das Album machen. Die Songs waren da und wir haben uns gefunden, also ab gings. Das war gut so, das genau so zu machen.
Das ist nicht ganz einfach so, wenn man sich bisher noch nicht so gut kennt und auch musikalisch und privat noch erst am Kennenlernen ist. Aber das hat es auch ausgemacht, denke ich, am Ende.
HoR: Also dass man miteinander und mit der Musik auch irgendwie zusammenfindet?
Frederic: Genau, das beides so zusammenkommt.
HoR: Franz Plasa kennt man ja auch von anderen Projekten (u.a. Selig, Echt, Fury In The Slaughterhouse, Falco oder als Mitglied von Felix De Luxe, Anm. der Red.), die aber ein bisschen anders klingen. Wie weit hat er sich da eingebracht?
Thomas: Schon sehr, er steht schon für Popmusik. Es sind eben Lieder, das was SHINE ist, das sind Lieder, die auf jeden Fall ein bisschen zeitlos sind und da hat er schon sehr das Ganze zusammengeführt, also uns Drei zusammengeführt, dem Ganzen ein Gesamtbild gegeben. Dann auch echt gesagt, Scheiße, wenn da jetzt Streicher und ein großes Orchester hingehört, lass uns das da hin basteln, wieso nicht, so die Möglichkeiten bestanden schon von seiner Seite her.
Deswegen ist es auf jeden Fall vielseitig, die Platte und natürlich auf jeden Fall auch poppig, so dass man es gerne zu Hause hört.
Frederic: Ich denke, er hat uns einfach dabei geholfen, zu hören was der Song hergibt und was man daraus machen kann... und eben dann auch machen, wenn der Song Starlight Traffic eben Streicher verträgt, was er tut, warum soll man dann sagen, nö, mache ich nicht, ist uncool oder irgendwas.
Reiner: Ich fand, das Schöne daran, also wir kennen alle Franz Plasa schon länger, da wir schon mit ihm zusammengearbeitet haben (Reiner und Thomas z.B. bei KUNGFU, Anm. d. Red.) und es ist ein unheimlich arbeitsreicher Mensch. Da kann man dann leicht denken, okay, das wird wieder das Schema, das ziehen wir durch... aber das Tolle war, dass er im Konzert war... und bei diesem Konzert, das war für uns unheimlich neu und unheimlich frisch, das war so ein Konzert das total nach hinten losgehen kann, wo man seine Sachen einpackt, nach Hause fährt und den Sänger nochmal anruft und sagt, ja okay, das war es dann doch nicht... und das war halt das Konzert, wo wir es geschafft haben uns anzukicken und Franz war im Publikum und er ist so ein richtiges Kind geworden, er ist so ganz nervös geworden - "wir müssen anfangen, wir müssen das machen" und so, völlig übereifrig.
Wir sind superschnell ins Studio und es war halt so dieses "lass uns das jetzt aufnehmen, lass uns das jetzt festhalten". Das war schön, und so lief das auch durch die Produktion. Also auch die Energie, dieses Positive, dass wir uns gefreut haben, so ganz aus der Situation, weil uns Musik halt wichtig ist und auch diese Musik ganz besonders wichtig ist. Ich denke, das haben wir auch musikalisch festgehalten.
HoR: (zu Frederic) Du schreibst auch komplett die Texte?
Frederic: Ja.
HoR: Was entsteht zuerst?
Frederic: Oh, meistens die Melodien. Also, ich habe in der Regel eine Überschrift. Darum singe ich dann manchmal auch lala vor mich her oder irgendwas, ganz klassisch, so die Melodie, mit der Gitarre auf der Couch, Flasche Rotwein und lost geht's. Dann ergibt sich der Text in der Regel von selbst, danach.
HoR: Ich finde Eure Platte klingt für eine junge Band ziemlich ausgereift und ziemlich mutig irgendwo auch. Dass man sich auf Gefühle einlässt und auch richtig umsetzt... ich denke, das gibt es nicht allzu oft unter jungen deutschen Bands.
Frederic: Ja, das ist auch das Problem, das Oberflächliche in der deutschen Musik.
Man muss sich schon sehr öffnen, das ist schon manchmal so ein bisschen Strip, so wenn man das singt, oder wenn man den anderen erklärt, was man gerade gefühlt hat, als man den Text geschrieben hat oder so, wenn der Franz da steht und sagt "was hast Du damit gemeint, versuch das wieder zu fühlen, was Du da geschrieben hast". Aber das ist für mich Musik. Da muss man das Hirn ausschalten, da darf nichts gefiltert werden. Da muss man das rauslassen, was man dann da gefühlt hat. Und dass es relativ reif klingt liegt daran, dass wir alle schon sehr viel Erfahrung haben in anderen Bands, live und im Studio. Das sind die Songs von mir der letzten drei Jahre, so dass wir aus dem Vollen schöpfen konnten. Es gibt 30, 40 Songs von mir, aus denen wir dann auswählen konnten. Es ist nichts mit heißer Nadel gestrickt oder so.
Reiner: Das mit dem Mut, das finde ich ganz gut, dass Du das sagst, dass Du das auch so siehst. Ich fand das toll... also wir haben die Demotapes gekriegt, von Frederic, ich habe die mir angehört, abends und dachte, wow, der erzählt mir gerade, der singt mir gerade das, was man seinem besten Freund erzählen würde, nach einer zerbrochenen Beziehung oder so. Das ist so und das weiß ich auch von Frederic, dass davon vieles auch gelebt ist, also nicht einfach gesagt, sondern auch so gemeint und dass der Mut dazu da ist, das so zu machen, dass man etwas, das man nur seinem besten Freund erzählen würde möglichst vielen Leuten erzählt. Das hat mich halt super gekickt und der Mut, dass das mit dem Namen die totale Anmaßung ist (lacht)... aber dazu stehen wir.
HoR: Ja, ich habe in einer Besprechung des Albums beim Bayerischen Rundfunk gesehen, der Titel passt prima, denn die Musik sei ziemlich rockig, das hat mich dann auch ein bisschen gewundert.
Frederic: Es soll jeder schreiben, was er meint.
Reiner: Da haben wir die unterschiedlichsten Sachen, das ist auch gut, da schreibt jeder seine Sache... so sehen wir es im Publikum auch... auf der Tour waren auch Menschen da, die haben nur das Bild gesehen oder die haben nur einen Artikel gelesen und sind in das Konzert gekommen. Einer hat mich vorher angesprochen "ja, ich weiß gar nicht, was für Musik ihr macht". Ich habe gesagt: "wenn du es doof findest, gehe bitte nach zwei Songs nach Hause, ansonsten treffen wir uns nachher wieder" und wir haben uns dann danach wieder getroffen.
HoR: Das ist doch auch schön, wenn Leute in Konzerte reingehen und sich einfach noch überraschen lassen. Das Problem in der heutigen (Live-)Musiklandschaft ist doch, dass viele einfach nur noch das Bewährte hören wollen und sich auf neue Sachen gar nicht mehr so richtig einlassen.
Frederic: Man muss sich das schon erkämpfen, das Publikum. Aber vielleicht ist es auch gut so, ich glaube das ist der gesunde Weg, weil das sind dann Leute, die haben wirklich Bock drauf. Das nächste Mal bringen die dann ihre Freundin mit oder ihren Freund, dann bringen die wieder ihre Freunde mit... und ich denke, das ist der normale Weg, das ist vielleicht sogar zurück zu dem, wie es früher war. Und nicht mehr Hype und nur um der Kohle willen, ganz teures Video... da ist man dann auch genauso schnell wieder weg.
HoR: Ich denke auch, die Tatsache, dass gerade ein paar Majors am Wackeln sind ist möglicherweise gar nicht so schlecht...
Frederic: Nein, absolut nicht.
Thomas: Die sollen alle verschwinden.
HoR: Wenn wir schon mal beim Thema sind: Das beherrschende Thema bei der Popkomm...
Frederic: Die Deutschquote?
HoR: Richtig.
Frederic: Da halte ich persönlich nichts von. Ich bin gegen jede Quote, gegen jede Sanktionierung. Ich denke, wenn Musik richtig gut ist, so das Klischee, setzt sie sich durch, da glaube ich aber auch dran.
Ich denke, die Bands und Künstler die lange durchhalten und an das glauben, was sie tun, die werden schon ihr Publikum finden. Deutschquote... ich weiß nicht was das soll. Wem würde das helfen? Dann laufen Grönemeyer und Xavier Naidoo noch öfter, aber die jungen Bands doch genauso wenig.
HoR: Das sieht man ja auch an Frankreich...
Frederic: Genau. es sind die etablierten Acts...
HoR: ...wie Johnny Hallyday...
Frederic: ...die dann rauf und runter gespielt werden, und es sind dann auch nicht die Newcomer, das ist ein Trugschluss.
HoR: Es ist auch bezeichnend, wer die Quote fordert...
Thomas: Die alten Größen, würde ich sagen...
HoR: Ja, die alten Größen, die allmählich um ihre Pfründe fürchten.
Reiner: Ja, ich schätze, das ist sowieso nicht durchsetzbar, wird auch nichts ändern.
Frederic: Ich höre zum Beispiel selber kaum mehr Radio, weil mich das nervt. Wenn das viele Leute machen würden, würden die vielleicht mal drauf reagieren, wie es immer so ist.
Die Verbraucher haben schon eine gewisse Macht... wenn man es so scheiße findet, soll man es aus lassen. Dann werden die schon irgendwann keine Werbeaufträge mehr kriegen und dann passiert da was... Es gibt ja schon Dinge die bessern sich, es gibt auch ein paar Sender, auch hier in Berlin, wo interessante Sendungen laufen, sei es "Fritz" oder irgend was.
Reiner: Ich finde halt, dass viele Radiosender unheimlich unmutig sind. Dass die halt auf ihre Superstars, Popstars, was weiß ich bauen... ich höre kein Radio, ich habe auch kein Radio, ich kaufe mir lieber Platten die ich hören will, die im Radio vielleicht auch keine Chance hätten.
Ich finde, die Entwicklung ist für Menschen die Musik machen und auch davon leben müssen oder wollen gerade ziemlich hart, aber wir sehen halt auch eine Chance darin. Die großen Plattenfirmen müssen jetzt umdenken, unbedingt, sonst werden die Etats da immer kleiner und schmaler und irgendwann bleibt da nicht mehr viel übrig. Und die Chance ist halt einfach groß, dass wieder Plattenfirmen kommen, die mehr Mut haben, was Neues zu machen oder was zu machen, was es seit ein paar Jahren nicht gab, oder so. Vielleicht auch hin und wieder krumme Gedanken.
Nicht dass wir die Band mit den krummsten Gedanken sind, wir lieben das was wir machen... wir müssen nichts zerstören auf der Bühne, aber wenn das andere machen ist das okay. Ich würde mir das wünschen, wenn insgesamt wieder etwas mehr Mut aufkommt, so im ganzen Musikbereich.
Frederic: Ich hoffe, es bleiben die Musiker über die Visionen haben, die an etwas glauben, die wirklich Musik machen wollen. Die dann auch in Kauf nehmen, dass sie kein oder nur ganz wenig Geld damit verdienen. Das ist, finde ich auch ein wichtiger Gedanke: wir machen das so oder so, weil wir es machen wollen. Und ich denke, das ist auch sogar eine gute Entwicklung, eine gesunde Entwicklung. Dass die ganzen Fake-Acts verschwinden und die ganzen Fake-Plattenfirmen.
HoR: Kommen wir wieder spezieller zu Euch. Wie wird es weitergehen, das ist heute erstmal das letzte Konzert?
Frederic: Ja, erstmal, das war ja nur eine kleine Promotour. Wir werden dann kucken, dass wir eine richtige Tour machen, wir werden die neue Single Did You Ever Love Me promoten, da geht jetzt die Radiopromotion los, dann werden wir hoffentlich das Video gespielt bekommen ab Dezember. Und dann geht es step by step weiter, dann werden wir weiter spielen, weiter den Radiostationen, Zeitungen und so auf die Nerven gehen, dass sie was schreiben sollen. Wir haben ohnehin schon einen Haufen neue Songs, die wir jetzt auch live spielen, so dass das nächste Album schon vorprogrammiert ist. Es geht weiter.
HoR: Da wir ein Onlinemagazin sind, nun die Frage: Was bedeutet Euch das Internet?
Thomas: Obwohl wir alle nicht so Technikjunkies sind, aber ich finde es schon wichtig. Wir haben ja auch eine Seite, wo sich auch eine Menge tut, und auch einen sehr guten Mann, der sich darum kümmert, wo man alles machen kann, von Video kucken über Musik hören und sich informieren... über Newsletter dann erfahren was wir machen, wo wir spielen, was wir vorhaben.
Frederic: Das Internet ist als Plattform super. Kostenlos können sich die Leute informieren, also was will man mehr... da gibt es keine Sanktionierung mehr, da sind wir auch auf keine Redaktion mehr bei MTV angewiesen, dass die Leute das Video sehen können. Wenn sie es sehen wollen, gehen sie auf unsere Page und können sich das weltweit ankucken. Das ist eine geile Sache.
Reiner: Und das halt auch so ganz spontan. Angenommen wir spielen plötzlich, eingesprungen auf einem Festival in Süddeutschland, dann können wir halt eine Mail rausschicken und die Leute kriegen das mit, egal wenn das heute Nacht passiert und wir morgen spielen, schicken wir eben noch eine Mail raus. Das ist toll.
Frederic: Genauso wie neue Songs zeigen oder so... da brauchst du nicht mehr jahrelang warten, bis du die nächste Platte machen darfst, du kannst schon mal kucken, wie gefällt denen das, oder kannst den Leuten vorab das Video zeigen, kannst ihnen neue Fotos zeigen. Das Gästebuch... bin ich ein großer Fan von, da kann man gleich hören, so ungefiltert, was meinen die Leute, was halten die davon. Wie fanden die den Gig. Das ist cool.
HoR: Was ist Euer Motto wenn Ihr auf die Bühne geht, sofern es eins gibt?
Frederic: Das eigentliche Motto ist, es gut zu machen, ganz simpel. Egal ob da tausend stehen, ob da zehn stehen oder niemand steht. Wir machen das weil wir es machen wollen, deswegen machen wir es gut.
Reiner: Was halt ein schöner Moment ist... also uns ist es schon wichtig, dass wir treffen, was wir meinen, dass wir die Lieder treffen und dass wir das Gefühl treffen, auch für uns. Das wir uns dann auch in diesem Moment so fühlen. Darüberhinaus gibt es dann noch Momente... es gibt Bands, die machen das superprofessionell, sind auf Tour und spielen jeden Abend und wissen hundertprozentig, der Song ist heute Abend 3:16 Minuten lang und in zehn Tagen auch 3:16 Minuten lang. Es ist halt so, wenn sich ein Song besonders gut anfühlt, dann auch daraufhin weiter spielen, darauf eine Session aufbauen und aus diesem Moment kann etwas ganz Schönes entstehen. Das artet manchmal auch aus (Gelächter), das kommt auch vor, dass wir uns selbst manchmal überfeuern, aber dann geht man wieder einen Gang zurück.
Das ist schön, jeder Abend ist anders, also mit dem Raum, dem Sound, wie sind die Menschen, wie reagieren sie darauf. Das ist schön, so zu der Musik ein Feedback zu erhalten.
HoR: Wollt Ihr zum Abschluss noch was sagen, an unsere Leser?
Reiner: Kommt in unsere Konzerte, wenn es nicht gefällt, geht nach zwei Stücken, versucht da irgendwie umsonst rein zu kommen (Gelächter) und geht nach zwei Stücken und wenn es gefällt sehen wir uns nachher am Stand wieder. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das der Fall ist. Und dann bringt Eure Freundinnen und Freunde mit!
HoR: Vielen Dank für das Gespräch.
An dieser Stelle auch ein besonderer Dank an Dana von Gordeon Music, die diesen Interviewtermin ermöglicht hat.
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