HoR Logo kl Steckbrief:

Ralf Stierlen

Logo Home-of-Rock

Die derzeitigen Playerverstopfer -ø- Ralfs Artikel -ø- Das Jahr 2004

Die Wunderwelt der Musik schlug mich schon recht früh in ihren Bann, so dass ich konsequenterweise ein Gymnasium mit Musikzug besuchte (das Albert-Einstein-Gymnasium in Böblingen).

Allerdings waren mir schon von jeher irgendwelche chartsnotierteten Titel ein Graus, ich interessierte mich schon immer für Dinge, die nicht so sehr im Lichte der Öffentlichkeit standen - was nicht nur für Musik galt. So besuche ich ja auch die Spiele von Fußballvereinen, die gerade mal die Nummer 2 in ihrer jeweiligen Heimatstadt sind (SV Stuttgarter Kickers, FC St. Pauli), ich las seltenst Bücher aus den Bestsellerlisten und von Anfang an gehypte Filme steuerte ich auch gar nicht erst an (manchmal sogar aus reiner Dickköpfigkeit - E.T. habe ich zum Beispiel nie gesehen).

Kommt dann noch eine gewisse politische Linksortierung dazu (in Baden-Württemberg nicht unverdächtig), liegt wohl doch irgendwie Methode dahinter, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und sein Glück mitunter etwas abseits des Weges zu suchen.

Um mal wieder auf Musik zu sprechen zu kommen: Mir gefallen meist Alben am besten, die sich erst nach mehrmaligem Hören entfalten und an denen man daher lange seine Freude hat. Best of-Scheiben sind mir dagegen ein Graus (zumal sie meist auch ziemlich lieblos aufgemacht sind).

Auch bin ich musikalisch ein eher unsteter Geist und immer auf der Suche, ich habe natürlich Vorlieben, aber ich bin nicht so gepolt, dass ich von einer Band oder einem Genre alles haben muss und mich dann damit begnüge, sondern schaue mich immer nach neuen Gefilden um.

Mein erster vollständig konsumierter Longplayer verpflichtet irgendwie und ist auch bezeichnend - THE MAHAVISHNU ORCHESTRA mit "Inner mounting flame". Zu meiner grossen Enttäuschung waren die übrigen Schüler im Musikzug nahezu ausschließlich BEATLES-Fans (es gab nicht einmal den klassischen Konflikt BEATLES oder ROLLING STONES), so dass ich zum einen bei Klassenfeten mir immer sofort einen bestimmten Platz sicherte - nämlich den am Plattenspieler (da mussten die anderen meine Musik hören, hähä) und zum anderen den Musikzug kurz vor dem Abi wieder verließ, was auch mit meiner Instrumentenwahl (Klavier, Gitarre, beides leider überwiegend klassisch) zusammenhing, die mit einem nicht Orchester-kompatibel war, was Voraussetzung für ein Musik-Abi gewesen wäre.

Bei den Nicht-Musikern fand ich dann auch den einen oder anderen mit einem etwas schrägeren Musikgeschmack (VENOM, METALLICA, THIN LIZZY usw. - ok ist nicht so sonderlich schräg, aber für brave Böblinger Gymnasiasten war das schon das Abenteuerlichste). Und mit einem dieser Leute habe ich bis heute Kontakt...

Nach Zivildienst und Jurastudium, das musikalisch dank eines gutbefreundeten Komilitonen recht jazzlastig verlief (eine Zeitlang verfolgten wir MILES DAVIS auf seinen Konzerttouren regelrecht, bis dieser aufgab und in Tübingen gastierte), wurde ich schließlich Rechtsanwalt in Cottbus und machte mich dort bald selbständig. Das hat den Vorteil, dass man seine Zeit besser selbst einteilen kann und den Nachteil, dass die Verdienstmöglichkeiten (gerade in dieser strukturschwachen Region) bedeutend geringer sind, als die Medien vorgaukeln mögen (nein, wir haben auch keine eigenen Privatermittler. Ich bitte deshalb von diesbezüglichen Anfragen abzusehen).

Geografisch bin ich jetzt immerhin nahe an meiner absoluten deutschen Lieblingsstadt, nämlich Berlin, eine Stadt die nicht immer schön, aber durchgehend lebendig ist und gerade in der Konzertlandschaft schon einen gnadenlosen Konkurrenzkampf bietet (mindestens 20 Liveevents täglich).

Durch Martin Schneider, den ich als Mitleidensgenossen bei den Kickers kennegelernt habe, bin ich zu Home of Rock gekommen, was mir viel Spass macht, da ich meine mitunter etwas abseitigen musikalischen Vorlieben auch gerne weiterempfehle - ein gewisser Missionseifer ist insofern wohl angeboren.

Ralf

Mehrere Rechtsanwälte bei zähen, harten Verhandlungen im Dienste von Recht und Gerechtigkeit. Ich bin der in der oberen Reihe ganz links.

Meine Lieblingsalben (Liste ist nicht absolut und unverrückbar, siehe oben)
BIRTH CONTROLLive 1974
BLACKMAILFriend or foe
CITY BOYDinner at the Ritz
CITY BOYThe day the earth caught fire
LEE CLAYTONNaked child
MILES DAVISKind of blue
MILES DAVISSketches of Spain
MILES DAVISStar people
DIXIE DREGSDregs of the earth
DREDGEl cielo
EELSBeautiful freak
HUMBLE PIERockin' the Fillmore
KARMA TO BURNdto.
KILLING JOKEPandemonium
KING'S XGretchen goes to Nebraska
KING'S XDogman
KYUSSWelcome to sky valley
LITTLE FEATWaiting for Columbus
LIVING COLOURVivid
STEVE MILLER BANDFly like an eagle
MOTHER TONGUEdto.
MOTHER TONGUEGhost note
MOTORPSYCHOTrust us
O.S.I.dto.
PAIN OF SALVATIONThe perfect element
PORCUPINE TREEStars die
PORCUPINE TREEIn absentia
QUEENS OF THE STONEAGESongs for the deaf
ROLLINS BANDThe end of silence
RUSHMoving pictures
MITCH RYDERLive talkies
SENSERStackes up
THE STONE ROSESSecond coming
THE TEA PARTYThe edges of twilight
THIN LIZZYLive & dangerous
THE TEA PARTYThe edges of twilight
TOOLUndertow
TOOLAenima
TOOLLateralus
TRIBLE TECHThick
YESRelayer
FRANK ZAPPA Live in New York
FRANK ZAPPA The best band you never heard in your life Vol. 3
ZZ TOPDegüello
Beste Konzerte:
HARMFUL, Berlin; MOTHER TONGUE, immmer und überall; EL CACO, Dresden; PEARL JAM, Stuttgart; LUTHER ALLISON, Tübingen; GROBSCHNITT, Stuttgart; 16 HORSEPOWER, Berlin; FIREWATER, Berlin; BILL BRUFORD´S EARTHWORKS, Ludwigsburg; KILLER BARBIES, Walldürn; ROBERT RANDOLPH & THE FAMILY BAND, Berlin; SCOTT HENDERSON, Berlin; JAMES BROWN, Stuttgart; KING'S X, Berlin; LIVING COLOUR, Berlin; MILES DAVIS, Hamburg; JOHN SCOFIELD, Tübingen; THE DIRTY DOZEN BRASS BAND, Den Haag; PORCUPINE TREE, Berlin; TERRY HOAX, Cottbus

Lieblingsstädte: London, Berlin, Prag, Siena, San Francisco, Lucca

Was ich nicht ausstehen kann: Gewalt, Arroganz, Ignoranz, Ententanz (also nervige Popmucke).

Haustiere: Allenfalls achtbeinig und Staubmilben

Lebensmotto: Wenn ich wüßte, dass ich morgen sterben würde, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen (Martin Luther) oder Das Leben ist alles, nur nicht klein und scheiße (Sebastian Schipper, Regisseur eines meiner Libelingsfilme "Absolute Giganten").

Kontakt: Ralf.Stierlen@Home-of-Rock.de


 
© Home of Rock 2001 - 2007, Impressum