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Das Jahr 2005

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"Das Jahr ist diesma aber schnell 'rumgegangen" hört man zwischen den Jahren alle Nase lang, kann ich für mich aber nicht bestätigen, war so lang wie immer, 12 Monate, 52 Wochen, 365 Tage, 8760 Stunden, 525600 Minuten, 31536000 Sekunden, 123 Regentage, 35 Sommertage mit über 25°, davon 5 Tage sogar mit über 30°, Schneetage gabs auch, 2 davon sogar richtig heftige in unserer Gegend, aber ohne Stromausfall.

Natürlich gab es auch die üblichen Katastrophen, die Bayern wieder Meister, die Fahrstuhlmannschaft von Rot Weiss Essen abgestiegen (sieht aber zur Zeit nach Wiederaufstieg aus) und der TuSEM als amtierender Europapokalsieger von korrupten Funktionären in die Regionalliga zwangsabgestiegen, wo er zur Zeit jedoch mit einem unglaublichen Durchmarsch (alle Spiele der Hinrunde gewonnen) den Weg zurück in die Profiklasse beschreitet. Schumi bzw. Ferrari hat auch verkackt, die Nationalmannschaft (Fussballherren) hat bis zum Confed Cup eigentlich ganz passabel aufgespielt, danach aber irgendwie die Lust verlohren, Prinz Poldi hatte Ladehemmung und steigt demnächst auch wohl mit seinen Geissböcken ab. Schweini hingegen hat sich pünktlich zum Erscheinen der Vogelgrippe in Europa der Hühnerbifi verschrieben, timing ist eben alles. Die Nationalmannschft der Fussballfrauen hat standesgemäss mal wieder die Europameisterschaft gewonnen, so geht das meine Herren.

Ansonsten gab's natürlich noch vorgezogene Neuwahlen, grosse Koalition, Kanzlerin, Hartz IV und Hartz im Puff, du bist Deutschland und wir sind Pabst, Amen!

Im Urlaub waren wir dieses Jahr nicht, dafür sind wir umgezogen, trautes Heim, Glück allein.

Als Alben des Jahres wären vielleicht erwähnenswert Molly Hatchet - "Warriors Of The Rainbow Bridge", Steve Vai - "Real illusions reflections", American Dog - "Scars 'n' Bars", Judas Priest - "Angel of retribution", was sich nach wie vor weitestgehend mit meinen Playervertopfern Stand 03.05.2005 deckt. Hinzugekommen wäre wohl noch Frank Marino - "ReaLive" aber dafür allein lohnt der Aufwand nicht, die Liste zu aktualisieren.

Nicht wirklich enttäuscht aber auch nicht unbedingt begeistert war ich von den Neuerscheinungen der Rock-Dinosaurier Dio, Deep Purple und Dr. Cooper, kann man, muss man nicht haben.

Auch Live konnten mich die Dinos von Judas Priest im Gegensatz zum Album nicht überzeugen, das ARROW ROCK FESTIVAL 2005 habe ich mir mangels interessanter Bands geschenkt und beim ROCK HARD FESTIVAL 2005 war ich eigentlich nur wegen Jon Oliva, was sich aber dafür auch gelohnt hat.

Ins Kino geh ich ja bekanntlich wegen den Wucherpreisen nicht mehr, aus gleichem Grund hab ich auch Premiere gekündigt (Vollabo für roundabout 90,- DM = Vollschuss), anscheinend gerade rechtzeitig, bevor die jetzt den Bach runter gehen, Hochmut kommt vor dem Fall. Aber ich gönn es den Eierfeilen, seit Monaten renn ich wegen meiner Receiver Kaution hinter denen her.

Ersatz bieten DVDs und natürlich das Pantoffelkino, am Liebsten in Serie. Meine Lieblingsserien "Magnum P.I." und "Catweazle" gibt's jetzt endlich auf DVD, da schlag ich zwei Fliegen mit einer Klappe. SAT 1 ziert sich irgendwie, die letzte Staffel "Enterprise" zu senden, unerklärlich sowas. Auch die neuen Staffeln "Die Sopranos" will im Free-TV keiner bringen, ja spinnen die alle? Dafür gibt es unzählige Ableger von alten Bekannten, "CSI Timbuktu" und "Law & Order Pusemuckel", im Prinzip nicht schlecht aber irgendwie doch abgestanden. Highlight der Saison ist sicherlich "Deadwood", eine Westernserie wie es sie bisher noch nicht gab, hart, dreckig, realistisch, leider auch nur im Pay-TV.

Tja, was gab's noch ? Diverse Todesfälle in der Familie, teils erwartet, teils nicht, man kommt halt in ein Alter, wo die Altvorderen so nach und nach an die Himmelstüre klopfen, normal, aber wenn dich gleichaltrige Freunde und Verwandte verlassen, stimmt das schon traurig. Was kann man da machen ? Na, gute Mucke auflegen, ne DVD einwerfen und ein kühles Helles köpfen, die Kiste Stern Pils nach wie vor im Angebot für 6,99 Euronen, na also, geht doch, 2005 war also doch nicht so schlecht.

Na dann Prost, auf 2006. Live long and prosper.

Ralf Frank, (Impressum, Artikelliste), 08.01.2006

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