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Schweinereien vor dem Herrn

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Der Februar war arbeits- und ereignisreich, man kam abends nach der Maloche (wahlweise frühmorgens um 4 oder nach ein paar Stunden Schlaf gegen High Noon) kaum mehr nach mit dem Gucken (*), Hören (**), Lesen (***), Staunen (****) und Ärgern (*****).

Geschaut (*) wurde Olympia. Dies zwar mit der Gewissheit, dass garantiert ein ganzer Haufen der bizarr muskelbepackten oder erbärmlich abgemagerten Helden bis oben voll mit Chemie waren, aber erstens waren die Kanadier ein ungleich angenehmerer Gastgeber als die Chinesen vor eineinhalb Jahren, und zweitens sind "unsere" Magdalena, die übers Eis rasenden dicken Oberschenkel namens Friesinger & Co. und die bis zum Asthmaanfall keuchenden Langläufer/innen tausendprozentig sauber. Was sind schon 30 oder 50 Kilometer Skirutscherei, das machen die mit links. Die böse Pechstein durfte ja nicht mitspielen bei den Spielen, damit war der nationale Missetäter erwischt, und gut ist mit der Jagd nach Betrügern, schließlich will man ja im Medaillenspiegel gut abschneiden.
Besonders aufregend waren die so genannten Trendsportarten wie Freestyle-Skiing (hui, die hat's teilweise in den Schnee gesteckt, das konnte sich Reinhard Fendrich 1983 bei seinem Hit Es lebe der Sport überhaupt nicht vorstellen) und Snowboarden. Da hat sich die nette Oberbayerin Amelie Kober doch tatsächlich nach ihrem Rennen als werdende Mutter geoutet - und noch nicht mal den Vater des Kindes genannt und sozusagen auf ihr Recht auf freie Liebe gepocht. Skandal!
Einzig zu klären wäre noch, welche Drogen die Curler einwerfen. Die ruhigsten Menschen der Welt, noch vor den ältesten Deadheads, aber mitten im Einschlafprozess gegen 4:45 Uhr brüllt plötzlich der Chefsteinewerfer der dänischen Mannschaft im Match gegen Schottland unverständliche Laute, woraufhin andere Dänen wie von Sinnen das Eis mit dem Besen wischen und wild entschlossene Schotten, die für Großbritannien starten, von der anderen Seite fegen - und dann knallt ein Stein auf den anderen und die Schotten geben den Dänen die Hand, man erklärt sich gegenseitig den Zaubertrick und geht anschließend gemeinsam einen trinken. Auf jeden Fall sehen viele von denen so aus, als ob sie gerne mal einen trinken. Cooler Sport. Mensch, wenn Olympia 2018 wirklich in München stattfinden sollte, dann gehen wir da hin und feuern diese Typen mit Freibier an. Dänemark gegen Schottland in Bayern, da bleibt kein Glas trocken.

Gehört (**) wurde Musik, wie immer im Home of Rock. Diesbezüglich sei auf die Neuigkeitenseite verwiesen. Lesen (***) ist des Lesers Job, der darf sich auch gerne ärgern (*****), falls ihm seine aktuelle Lieblings-CD von uns vermiest wurde, aber das ist jetzt nicht Thema. Wir staunen (****) zuerst. Über das Volk nämlich. Weil das dem miserablen Demagogen Guido Westerwelle via Springer-Presse und insbesondere "Bild" aufmerksam zuhörte, anstatt ihm für seine Aussage "Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, der lädt zu spätrömischer Dekadenz ein" den, mit Verlaub, Arsch aufzureißen. Da hat das Bundesverfassungs-, respektive in diesem Fall das Bundessozialgericht zum zigsten Mal ein Gesetz der seit Jahren unfähigen Politikerkaste in seine Einzelteile zerlegt, in diesem Fall Hartz IV, meldet sich prompt exakt derjenige, der mitsamt seiner Partei die Schweiz als Steueroase überflüssig machen will, indem er den Bestverdienern schweizerische Null-Steuersätze und bedingungslose "Liberalität" im Umgang mit Lohnabhängigen verschaffen will (ade Arbeitnehmerrechte). Dieser Typ will den Bild-Lesern ernsthaft verklickern, dass Hartz IV etwas mit Wohlstand zu tun hat. Mindestlohn ist selbstverständlich Humbug für einen, der 7.000 Euro für einen Vortrag vor Gleichgesinnten erhält, zwischen 2005 und 2009 mindestens eine Viertelmillion Honorar kassiert hat und nebenbei noch in diversen Aufsichtsräten sitzt. Von seiner Besoldung als Bundesaußenminister sei abgesehen, denn ohne Fremdsprachenkenntnisse dürften das auf keinen Fall mehr als 400 Euro monatlich sein. Die sollten übrigens auf das künftige Salär als Parteispendensammler angerechnet und vom Kindergeld abgezogen werden. Aber Kindergeld spielt in diesem Fall keine Rolle, gell Herr Guido, Sie liberal-asozialer Rechtspopulist. Dass er Dinge fordert, die längst Realität sind, fällt der dumpfen Masse an den Stammtischen nicht auf, die stimmt einfach ein in den Chor der Schreier. Doch auch Euer Job wird irgendwann wegrationalisiert und Ihr dürft euch dann an Hartz IV bereichern!
Rein statistisch gesehen ist es wahrscheinlich, dass der eine oder andere FDP-Wähler unter den Lesern dieser Zeilen ist, auch wenn es schwer vorstellbar ist, dass Rocker ausgerechnet die Partei der Neureichen, Yuppies und Hotelbesitzer wählen. Man darf hoffentlich davon ausgehen, dass jeder, der auch nur ein Fünkchen Anstand (oder eine CD von MOTÖRHEAD) hat, dem Schmierlappen Westerwelle und seiner Lobbyistenpartei nie mehr ein Kreuzchen bei einer Wahl spendiert. Wer noch schwankt: Das Bürschlein im Gesundheitsministerium ist auch von diesem Verein! Der will bekanntlich die Einheitsprämie für die Krankenversicherung einführen, hat aber leider keinen blassen Schimmer, wie diese Entlastung von Großverdienern finanziert werden soll. Gut, deren Spitzensteuersatz soll nur auf 39 anstatt auf 36% gesenkt werden, aber das Finanzierungsloch beträgt dann immer noch zwischen 7 und 25 Milliarden Euro pro Jahr. Mit den Grundrechenarten hat es der promovierte Arzt nicht so. Zum Glück hat er seinen Verbleib im Ministeramt mit der Umsetzung seiner wahnwitzigen Reformidee verknüpft, hoffentlich erinnert ihn jemand daran, wenn das Bundesverfassungsgericht dereinst Altpapier aus dem Unfug macht. Apropos Papier. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, geht dieser Tage leider in Ruhestand. Das ist schade, denn keiner hat den Gesetzesmachern in Berlin ihre Dummheit so herrlich um die Ohren gehauen wie Papier. Reihenweise hat er die Dilettanten zurück auf die Schulbank geschickt und Gesetze wie das zur Vorratsdatenspeicherung, diverse Nichtraucherschutzgesetze, die zusammengeschusterten Anti-Terror-Gesetze, jenes zur Sicherung des Luftraumes oder das zur Online-Durchsuchung feinsäuberlich seziert. Herr Papier ist zwar Mitglied der CSU, vereint in sich aber mehr Verstand als alle Politiker der regierenden und opponierenden Parteien zusammen. Hoffentlich ist sein Nachfolger ebenso gradlinig auf Verfassungskurs.

Westerwelle bleibt aber Thema, denn der fühlte sich in der vergangenen Woche doch glatt "mit einem KZ-Wächter verglichen". Wie's kommt? Anlass war die publikums- und werbewirksame so genannte Bußpredigt des Schauspielers Michael Lerchenberg beim traditionellen Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg. Dort werden Politiker seit 1891 "derbleckt", also mit ein paar mehr oder weniger witzigen Sprüchen ein bisschen auf die Schippe genommen. Seit knapp 20 Jahren tritt der jeweilige Bußprediger in der Rolle des Bruder Barnabas auf, der als Paulaner Mönch um 1780 das Salvator Starkbier erfunden haben soll. Humor und Satire sind Geschmackssache, aber die alljährlich vom Bayerischen Rundfunk übertragene Veranstaltung war in der Vergangenheit eher unlustig, denn die Komponenten Humor, CSU, Bayern und Wirtschaftsinteresse des Veranstalters (die Paulaner Brauerei) passen vor einem geladenen Publikum, das ausschließlich aus "Großkopferten" besteht, in aller Regel nur schwer zusammen. Erst als 2006 der niederbayrische Türke Django Asül die Salvatorrede hielt, kam etwas mehr Biss in die Sache. Prompt wurde der nach nur einem Auftritt geschasst. Nun also Michael Lerchenberg, der zwar ein guter Schauspieler ist (u. a. "Löwengrube" und als Prälat Hinter in der Serie "Der Bulle von Tölz"), aber bisher eher weniger als Anarchist auffällig wurde. Zusammen mit seinem Koautoren, dem Kabarettisten Christian Springer, verfasste Lerchenberg diesmal eine Rede, die begrüßenswerterweise weit weg vom üblichen Duzi-Streichelhumor war und packte das versammelte Pack mit den Händen/Worten eines furiosen und echten Strafpredigers an. Zu Westerwelle fiel den beiden folgender Satz ein: "Alle Hartz-IV-Empfänger sammelt er [Westerwelle] in den leeren, verblühten Landschaften zwischen Usedom und dem Riesengebirge, drumrum ein großer Stacheldraht - hamma scho moi g'habt. Dann gibt's a Wassersuppn und einen Kanten Brot. Statt Heizkostenzuschuss gibt's von Sarrazins Winterhilfswerk zwei Pullover, und überm Eingang, bewacht von jungliberalen Ichlingen im Gelbhemd, steht in eisernen Lettern: 'Leistung muss sich wieder lohnen.'" Die Anspielung ist klar, das Wort Ichlinge genial, die Reaktionen absehbar. Prompt empörte sich die Berufsempörte Charlotte Knobloch, im Nebenberuf Präsidentin des Zentralrats der Juden, ebenso prompt schrieb Westerwelle einen Brief an den Chef der Brauerei und bat, künftig nicht mehr eingeladen zu werden, und folgerichtig schmissen Lerchenberg und Springer am nächsten Tag den Büttel hin.
Die beiden haben folgenden Fehler gemacht: Der Starkbieranstich ist eine Werbe- und Selbstbeweihräucherungsveranstaltung von Brauerei und Politik, kein Satireprogramm für kritische Bildungsbürger. Jemandem bei dieser Gelegenheit ein solches Pfund an den Kopf zu werfen, anstatt beispielsweise bei einem gemeinsamen Auftritt mit Leuten wie Gerhard Polt und Dieter Hildebrandt noch viel derber vom Leder zu ziehen, ist für die Verantwortlichen zwangsläufig ein "Tabubruch", da kann das Gesagte noch so richtig sein. Tatsache ist, dass man Menschen wie Westerwelle und Konsorten nicht mehr mit Humor begegnen kann, sondern sie mit Wort und Tat in die Wüste schicken muss, um noch größeres Unheil zu verhindern. Vielleicht sieht Michael Lerchenberg seinen indirekten Rauswurf als Chance, künftig noch deutlicheres politisches Profil zu zeigen, es muss nicht in Kabarettform sein. Gründe dafür gibt es leider mehr als genug.
An dieser Stelle bekommt übrigens Bayerns Ministerpräsident Seehofer erstmalig einen Bonuspunkt aus dieser meiner Tastatur. Bei seiner Rede am politischen Aschermittwoch in Passau, noch so eine unsägliche Veranstaltung mit bayrischem Bierdimpfelgeruch, prägte er den schönen Satz "Das ist kein [sozialer] Tsunami, das ist nur eine Westerwelle." Für den Umfaller und Allesversprecher aus Ingolstadt ist das eine bemerkenswerte kabarettistische Leistung.

Vom Bruder Barnabas geht es zuletzt zum Bruder Pädophilius. Und zwar ohne jeden Funken Humor.
Was jeder ahnte, viele wussten und die (Ein)geweihten fürchteten, es ist jetzt wenigstens teilweise ans Tageslicht gekommen. Zu Hunderten melden sich Menschen, die in katholischen Schulen, Internaten und Klostern Opfer von sexuellen und/oder gewalttätigen Übergriffen wurden. Man könnte sich übergeben angesichts des Sumpfes, der jetzt in kleinen Teilen vielleicht trockengelegt wird, man könnte mit der Wut eines Racheengels hineinfahren, in die Welt der Klerikalverbrecher, die seit zweitausend Jahren die Seelen von ungezählten Menschen auf dem Gewissen hat. Was, zum Teufel, berechtigt elende Pfaffen, die ihnen zur Ausbildung anvertrauten Kinder zu schlagen? Mit welchem Fegefeuer müssen Kuttenträger bestraft werden, die kleine oder größere Jungs und Mädchen vergewaltigt haben? Die nun in den Zeitungen zu lesenden Details sind so übelkeitserregend, dass man auf ein Gesetz zur sofortigen Schließung jeder katholischen Klosterschule, jedes Priesterseminars hofft. Himmel hilf! Gelebtes Mittelalter hat in der Neuzeit nichts zu suchen, in der realen Welt wird jeder Kinderschänder, so er denn hoffentlich erwischt wird, in den Knast oder in die Geschlossene verfrachtet, nur die heilige römisch-katholische Kirche zelebriert bis heute ihre ganz eigene Auffassung von Moral und Jurisdiktion. Wem bisher in Schulzimmern aufgehängte Kreuze egal waren, jetzt sollte er noch mal darüber nachdenken. Wer Kopftücher nicht akzeptieren will, darf eine Missbrauch tolerierende Institution christlichen Glaubens ebenfalls nicht gutheißen.
Ein Detail zum Nachdenken: Der Bruder des derzeitigen Papstes Benedikt XVI. heißt Georg Ratzinger und war von 1964 bis 1994 Domkapellmeister der Regensburger Domspatzen [ein Kinderchor, der dem Verfasser schon seit Jahrzehnten latent krank - im Sinne von menschenverachtend und pädosexuell - erscheint]. In den frühen 1970ern wurden zwei leitende Geistliche des Musikgymnasiums der Regensburger Domspatzen rechtskräftig zu Haftstrafen verurteilt, weil sie Kinder geschlagen oder sexuell missbraucht hatten. Georg Ratzinger sagt heute, dass er nichts davon gewusst hat. Er war in diesen Jahren nur Domkapellmeister. Noch Fragen?
Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. war von 1977 bis '82 Erzbischof von München und Freising - er wusste selbstverständlich ebenfalls von nichts. Derweil hat sich der Augsburger Bischof Walter Mixa zum Thema gemeldet und die sexuelle Revolution in den Sechzigern mitverantwortlich für die Zustände in seinem verkommenen Laden gemacht. Solche Leute sind Totengräber des Glaubens und des Restvertrauens, das unverständlicherweise immer noch viele Menschen in die Kirche haben.
Es gibt im Bistum Regensburg mittlerweile eine Beauftragte (eine Frau!) für die Opfer von sexuellem Missbrauch. "Haben Sie Vertrauen, sich an mich zu wenden", sagt diese Frau, und vergisst wohl, dass die Opfer pädophiler und gewalttätiger Lehrer ihr Vertrauen an Gott und die Welt längst verloren haben.
Übrigens sind Georg Ratzinger und sein päpstlicher Bruder Joseph Großneffen des 1899 gestorbenen Pfarrers, Politikers und Publizisten Georg Ratzinger, der als (teilweise anonymer) Verfasser antisemitischer Hetzschriften unrühmlich in die bayerische Geschichte einging. Über Benedikt XVI. habe ich, genau wie über Mixa, an dieser editorialen Stelle schon mehrmals zornig polemisiert und ein an dieser Stelle nie geschriebener Satz wie "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" wäre rechtlich angreifbar und generell platt. Aber richtig.

Eine unvollständige und willkürlich aus verschiedenen Medien entnommene Auflistung katholischer Einrichtungen, die in den letzten Wochen in Verbindung mit Straftaten gebracht wurden: Kloster Ettal, Bayern (Benediktiner), Aloisiuskolleg Bonn (Jesuiten), Canisius-Kolleg Berlin (Jesuiten), Salesianer Don Boscos Berlin und Augsburg, Don-Bosco-Internat Bendorf (Salesianer), Maristen-Internat Mindelheim, Kinderheim Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Oggelsbeuren, Schwaben (Vinzentinerinnen), Franziskaner-Internat Großkrotzenburg, Kolleg St. Blasien im Schwarzwald (Jesuiten), Behindertenheim Franz-Sales-Haus in Essen, Sankt-Ludwig-Kolleg Bonn (Franziskaner-Minoriten), Konvikt St. Albert in Rheinbach bei Bonn (Pallottiner-Gemeinschaft), Kloster St. Ottilien, Bayern (Benediktiner), Pfarrei St. Magdalena in Fürstenfeldbruck, Bayern, Collegium Aloysianum in Werl.
Einige dieser Häuser existieren nicht mehr, viele Vorwürfe gehen Jahrzehnte zurück und die Beschuldigten sind längst tot, aber es wäre fahrlässig zu glauben, dass sich die Situation für heutige Schüler, Seminaristen oder Heiminsassen grundlegend geändert hätte. Warum denn auch? Die Doppelmoral und Scheinheiligkeit des Katholizismus hat sich in den letzten Jahren dank eines Papst Benedikt XVI. eher noch gesteigert, von Weltoffenheit und Aufklärung ist nur unter staatsanwaltlichem Zwang etwas zu spüren, die Straftäter unter den Kirchenleuten durften sich sicher fühlen und auch jetzt wird immer noch "intern ermittelt", also alles unter den Teppich gekehrt, was noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt ist.
Die Kranken, Perversen und Ewiggestrigen der Institution Kirche müssen aus dem Verkehr gezogen werden, wenn irgend möglich mittels rechtsstaatlichen Mitteln, jedoch bleiben trotzdem viele ungeklärte Fragen. Zum Beispiel, warum sich die meisten Missbrauchsopfer nicht an die zuständige Staatsanwaltschaft wenden, sondern ihre Vorwürfe gegenüber einer kirchlichen Anlaufstelle äußern. Glauben diese bedauernswerten Opfer denn immer noch ernsthaft, dass sich der Augiasstall kirchenintern ausräumen lässt? Halten sie den Katholizismus entgegen eigener Erfahrung nach wie vor für den richtigen Glaubensweg? Viele Jahrhunderte praktizierter Gehirnwäsche haben hier offenbar ihren Zweck erfüllt und sogar aus modernen Menschen des dritten Jahrtausends nach Christus willfährige Götzenanbeter gemacht. Die Götzen sind die angeblichen Stellvertreter Jesu Christi, und jedem einzelnen dieser Päpste kann man Schweinereien oder wenigstens völlige Weltfremdheit nachweisen.
Katholische Erziehungsmaßnahmen mitsamt ihren abartigen Auswüchsen haben tausende Menschen zu seelischen Wracks oder ausgewachsenen Arschlöchern gemacht (Westerwelle war allerdings auf einem städtischen Gymnasium in Bonn), da hofft man inständig, dass kein Vater und keine Mutter zukünftig noch auf die Idee kommt, ein Kind in eine solche Verbiegungsanstalt zu schicken. Eine geistig, menschlich und sozial deformierte Elite braucht weder Gott noch die Welt, also prügelt lieber die Politiker dieses Landes, damit sie anständige Schulen für ALLE schaffen. Dann würden sich Sektiererei und Missbrauch von Schutzbefohlenen von selbst erledigen, denn dann könnten sich die Menschen ihr Leben selbst aussuchen. Schwul, abstinent, promiskuitiv, hetero, monogam, als Fußballfan oder gar als Hörer von Stromgitarren, niemals mehr würde einer mit dem Fluch des Zölibats im Rücken respektive Gehirn hinter einem stehen und gegebenenfalls zuschlagen.
Make the world a better place to be!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 06.03.2010

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