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| Jacaranda, Varese Sarabande Records, 2012 |
| Trevor Rabin |
Guitar, Bass, Keyboards, Vocals |
| Tal Wilkenfeld |
Bass |
| Liz Constantine |
Vocals |
| Vinnie Colaiuta, Lou Molino, Ryan Rabin |
Drums, Percussion |
| Produziert von: Trevor Rabin |
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Medium: CD |
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| 1. Spider Boogie | 7. Killamey 1 & 2 |
| 2. Market Street | 8. Storks Bill Geranium Waltz |
| 3. Anerley Road | 9. Me And My Boy |
| 4. Through The Tunnel | 10. Freethought |
| 5. The Branch Office | 11. Zoo Lake |
| 6. Rescue | 12. Gazania |
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Der Südafrikaner Trevor der Rabe war ja seinerzeit über Chris Squire zu einer Version von YES gelangt. Er war bei dem Hit Album "90125", dem knorrigen "Big Generator", dem Langweiler "Union" und dem sehr guten "Talk" als Gitarrist massgeblich dabei und prägte den Gruppensound - in die Moderne zog es YES mit ihm. Daneben gab es zahlreiche Solowerke, und nun "Jacaranda" - der Name bezeichnet den Ort, an dem das Recording Studio steht.
Es ist also nicht weiter verwunderlich, das gewisse Harmoniefolgen, gewisse Keyboardläufe und Songstrukturen stellenweise relativ deutlich an YES erinnern - was zeigt, welchen Einfluss Rabin auf den Sound hatte. Aber weder ist das hier ein verstecktes YES Album, noch eines der üblichen Guitar Shred Alben, die Axemen so gerne und völlig überflüssigerweise auf den Markt bringen. Der Mann hier kann etwas, hält sich zurück und hat ein wunderschön melodisches, emotionales und über weite Strecken tatsächlich sehr schönes Album gemacht. Ja, ab und an lässt er es natürlich fliegen, und Vinnie C an den Drums sorgt dann natürlich für eine schon fast an manische Hektik grenzende Dynamik.
Auch sollte die Tatsache, dass er sich Tal Wilkenfelds bedient, die ja den Bass bei Gitarreromaster Jeff Beck zupft, nicht zu der Annahme verleiten, dass er in Becks Fußstapfen treten will - Becko ist einzigartig, und Rabin viel zu melodisch, um sich an ihm zu messen.
Rescue, Killamey 1 & 2 und Storks Bill Geranium Waltz sind dabei die Highlights. Es beginnt mit einem sehr 'sakralen' Vocal, der dann in der klassischen Musik entlehnte Pianoläufe übergeht und mit multi-track Gitarrenmusik endet - hinreißend. An den Harfenisten Andreas Vollenweider, der in den 80ern reüssierte, erinnern die Gitarrenläufe in ihrer Sanftheit ebenfalls über weite Strecken, insbesondere in Market Street, wobei auch in diesem positiv schwingenden Stück die bekannten YES Riffs und auch die Keys an YES erinnern. Anerley Road gefällt mit gypsy Gitarren und einer Slide Dobro. The Branch Office ist eher bluesig und kontrastiert das mit Einflüssen westeuropäischer Kirchenmusik - man fühlt sich wie sonntagmorgens im Radio beim ersten Programm!
Me And My Boy sind er und sein Sohn - 26 tausend Gitarrenspuren kommen fliessend ziellos, was dann durch einige Riffs aufgefangen und zu Ende gebracht wird. Freethought ist ein langsamer Blues, mit Onkel Lou an den Drums - einfach schön
Im Unterschied zu sonstigen GItrarrenalben wird hier nicht der Killer rausgehangen, sondern versucht, wirklich schöne, stimmige und harmonische und geschmackvolle Musik zu machen - erfolgreich. Das ist eine gute und sehr abwechslungsreiche CD.
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