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| Kill Devil Hill, SPV/Steamhammer , 2012 |
| Vinnie Appice |
Drums |
| Rex Brown |
Bass |
| Dewey Bragg |
Vocals |
| Mark Zavon |
Guitar |
| Produziert von: Warren Riker |
Länge: 46 Min 32 Sek |
Medium: CD |
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| 1. War Machine | 7. Strange |
| 2. Hangman | 8. Time & Time Again |
| 3. Voodoo Doll | 9. Old Man |
| 4. Gates Of Hell | 10. Mysterious Ways |
| 5. Rise From The Shadows | 11. Up In Flames |
| 6. We`re All Gonna Die | 12. Revenge |
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Nun schon ein paar Mal gehört, das neue Album der neuen Band um Vinnie Appice, PANTERA Mann Rex Brown, Gitarrenneuling Mark Zavon (der ist so neu, dass die eigene Marketingabteilung seinen Namen mal mit S und dann mit Z schreibt) und einem ebenfalls nicht bekannten Sänger. Der ist aber gut, der Herr Bragg - schön düster und mit einem metallischen Unterklang kommt seine Stimme daher, und etwas Sirene dazu, und wir haben einen jungen Ozzy hier. Damit hätten wir dann 50% der Band mit SABBATH Gewürzen schmackhaft gemacht, und gleichfalls eine Idee, was für Musik auf den Hörer wartet.
Und da PANTERA nun auch nicht gerade für fragile Merry-go-happy Musik bekannt sind, erstaunt es dann auch niemanden mehr, das die schwarze Messe auch in dieser Kirche abgehalten wird. In der Tat ist die Nähe zu SABBATH groß, selbst wenn man davon absieht, das War Machine schon allein vom Titel her zum Sabbatfeiern aufruft.
Gott ja, und so düstert man sich durch zwölf Songs, von denen Strange zu den positiveren und schnelleren gehört; ansonsten is' finster. Auch wenn War Machine das Album up-tempo einläutet; der Hangman mit schönen Rhythmuswechseln gefällt, wobei bei allem die wuchtigen Riffs von Z/Savon gefallen; Vinnie gibt sich alle Mühe, schön massive zu ballern, aber die Produktion ist so eingerichtet, dass irgendwie die Basis fehlt - die Drums könnten etwas besser klingen, so mit mehr Wumms, wa'. Der Hangman erinnert ein wenig an ZEPs Großtat, aber so melodisch geht man hier nicht zu Werke. Soll heißen, die Hooklines sind nicht von der Güteklasse, die die Herren Plant/Page geschaffen haben (aber ehrlich - was ist das für ein Kriterium?). Und die Stilmittel, die man zum Erzeugen von Atmosphäre benutzt, etwa in Gates Of Hell die unterschwelligen Gitarrenstrukturen, sind nun auch nicht mehr mit einem langen Haltbarkeitsdatum gesegnet.
So haben dann hier letztlich vier Jungs, die ihre Jugend anstatt mit dem Kiffen mit Schallplatten hören und Musik machen, verbracht haben, ein Album gemacht, in das sie alles gießen, was die Bands von damals groß gemacht haben - Lavabrocken von Riffs, massive, knurrende Bass Linien, einen guten und variablen Sänger etwa - ohne wirklich viel Neues hinzu zu fügen. Da aber die Gitarrenbeiträge gut sind, und Songs wie Rise From The Shadows wirklich gut sind, ist man dankbar. Das ist nicht der ganz große Wurf, aber ein das Album hat genug Ecken und Kanten und klingt nicht bemüht retro, sondern spiegelt einfach das wieder, was diese Jungs als gute Musik ansehen. Und - es wächst. Und etwas, das Langzeitwirkung entfaltet, werden wir hier sicher nicht verreißen.
Da ist etwa auch der Old Man - ruppig und up-tempo, und wenn Dew auch immer um eine Tonlage herum singt, ist das ein Sänger, von dem man noch hören wird, und der dieser massiven Macht von Gitarre (schöne, glitzerende Glissandi von Herrn S/Z hier) mühelos die Stirn entgegen streckt. Doch, doch, das passt schon. Und sie könne auch balladig-schön (und sind dann wirklich bei ZEP) - Misterious Ways ist richtig gut. Aber dafür klingen dann die beiden letzten Up In Flames und Revenge wie schon mal auf dem Album gehört. Da fehlt es dann - siehe oben - an songwriterischer Kompetenz, und Verfremdungen der Stimme (auch wenn sie textlich motiviert sind) helfen nicht mehr.
Dennoch: sie sind auf dem richtigen Weg - da kommt noch was. Aber - so weit, so gut.
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