HoR Logo kl CD-Review:

Hell In The Club

Let The Games Begin

Logo Home-of-Rock

Link Homepage:
Offizielle Hell In The Club Homepage
Link Homepage:
Hell In The Club @ MySpace.com
Link Plattenfirma:
Avenue Of Allies
Link Kaufen:
Amazon.de
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Let The Games Begin
Let The Games Begin, Avenue Of Allies, 2011
Andrea 'Andy' Buratto Bass
Davide 'Dave' Moras Vocals
Frederico 'Fede' Pennazzato Drums
Andrea 'Picco' Piccardi Guitars
Gäste:
Marco Pastorino, Andy Star, Alberto Gianotti, Gianmaria Saddi Background Vocals
Barbara Rubin, Elisabetta Gagliardi, Elisa Muratori Female Choir (Another Saturday Night)
Antonio Agate Keyboards (Star & Forbidden Fruit)
Produziert von: Frederico Pennazzato Länge: 44 Min 42 Sek Medium: CD
1. Never Turn My Back7. Raise Your Drinkin' Glass
2. Rock Down This Place8. No Aprreciation
3. On The Road9. Forbiden Fruit
4. Natural Born Rockers10. Star
5. Since You're Not Here11. Daydream Boulevard
6. Another Saturday Night12. Don't Throw In The Towel

Ein etwas dilettantisches Cover mit einer von Geldscheinen bedeckten nackten Frau, der Name HELL IN THE CLUB, die Liner Notes, die einem mitteilen, dass es sich um eine neue italienische Hard Rock Band handelt, ein Sam-Cooke-Cover dazu (Another Saturday Night aus den 60ern, eigentlich eher durch Cat Stevens bekannt geworden) – das alles lässt böse Erwartungen aufkommen. Eine Hard Rock Band, die einen alten Soul-Song spielt?

Erstaunlicherweise geht das dann gar nicht so schlecht los – nach einem kurzen Intro folgt ein Knackriff, das in den Geradeausrocker Never Turn My Back mit viel Drive und erinnerungsfähigem Refrain mündet, zwar nun nix besonderes ist, aber kurz und knackig und mit nettem Solo versehen.
Aber: Von da aus geht es bergauf bis hin zum Highlight On The Road. Als zweites folgt der RATTige Track Rock Down This Place (müsste das nicht richtigerweise 'Rock This Place Down' heißen?), dessen "fucking innocent" Lyrics bereits von Ferne an You're Crazy vom GUNS N' ROSES -Debüt "Appetite For Destruction" erinnern – und Drummer Frederico 'Fede' Pennazzato tritt das erste Mal richtig in Erscheinung; der Mann alleine (mit seinem Partner Andrea 'Andy' Buratto am Bass) ist diese ganze CD wert. Hier führt er ansatzweise sogar Double-Bass-Drums und seine Tempo- und Rhythmuswechsel ein, die im weiteren Verlauf der CD das Geschehen bestimmen. Jedenfalls hat das hier viel Drive - gut.
Mit On The Road begeben wir uns dann wirklich in die Rock-Oberklasse. Und wieder ist es – neben dem wirklich guten, dynamischen Songaufbau - Fede mit seinem flexiblen Drum-Powerhouse und seiner Art, den Song voranzutreiben oder kurzzeitig abzubremsen, der das hier zu einem dynamischen Erlebnis macht. Natural Born Rockers ist von der gleichen Klasse und verteidigt die eben erreichte Position und ist ein weiteres Album-Highlight, das nun tatsächlich vielen Bands zur Ehre gereichen wurde, und wir sind (abgesehen vom etwas abgeschmackten Hey-hey Chorus) wieder bei den Gunnern und den You're Crazy-Lyrics, diesmal full blast, mit allem, was einen guten Rocksong ausmacht – einschließlich der Frage, ob sie diese Dynamik und Tempowechsel wirklich auf der Bühne hinbekommen. Die leichten Modern Rock Anklänge lassen an TESLA denken.
Und was soll ich sagen, die Cat-Stevenssche, stark rhythmische Version von Another Saturday Night wird hier übernommen und modernisiert, ins Rockidiom übersetzt und wieder sehr flexibel dargeboten. Sehr unterhaltsam und unerwarteterweise gar nicht peinlich.

Und so geht es sehr erfreulich und unterhaltsam weiter, mit der Ballade Starund zwei weiteren herausragenden Rocktracks Forbidden Fruit und Daydream Boulevard; und am Ende ist man um ein Vorurteil gegen italienische Rockbands ärmer und eine wirklich nette Rock-CD reicher, wenn man will. Nichts revolutionäres, nichts weltbewegendes, aber trotzdem wirklich nett und empfehlenswert, und besser als vieles sonst - der Drummer allein ist wie gesagt die dreiviertel Miete. Hätten BAD COMPANY (US Version) so gerockt, tja, dann wäre das wirklich goutierbar gewesen (und nicht nur zu 90% in die Tonne entsorgbar), und mit BAD CO,, RATT, TESLA und G'N'R in einen Topf geworfen zu werden – es gibt wohl Schlimmeres. Let the games begin indeed!

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 08.01.2011


 
© Home of Rock 2001 & ff., Impressum & Kontakt