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Eleven Hundred Springs

This Crazy Live

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This Crazy Live
This Crazy Live, Smith Music Group, 2010
Danny Crelin Steel Guitar
Steve Berg Electric and Acoustic Upright Bass
Brian Ferguson Drums,Percussion
Jordan W. Hendrix Fiddle
Matt Hillyer Vocals, Guitar, Mandolin
Produziert von: Matt Hillyer und Steven berg Länge: 38 Min 12 Sek Medium: CD
1. This Crazy Life7. I’m In A Mellow Mood
2. Great American Trainwreck8. High On The Town
3. There’s A Place For You9. Some Things Don’t Go Together
4. Show Me The Money (Or I’ll Show You The Door)10. Get Through The Day
5. The O.G. Blues11. I’ll Get On To Getting Over You Tomorrow
6. Honky Tonk Angels (Don’t Happen Overnight)12. Straight To Bed

Achte CD der Texaner um Matt Hillyer und Steven Berg. Geboten werden 'your country with a little bit of rock'n'roll', und das natürlich perfekt, ohne glatt zu sein.
Wie immer ist Country gleich Country gleich Country, die Steel, Gitarre und Mandoline geben sich ein fröhliches Stelldichein. Soweit, so gehabt. Was dennoch dazu führt, dass diese CD herausragt sind zum einen einige der Texte und zum anderen die Musik, wenn EHS mal einen Gang zulegen und uptempo Songs zum besten geben - etwa in dem großartigen Great American Trainwreck, aus dem die oben zitierte Zeile stammt, aber auch folgendes:

"I'm just another boxcar in the great American trainwreck,
You can't take your eyes off the way I crash and burn
Won't ever be fast enough unless my speed is break neck
Hell, I am just a memory that's never to return"

Das Ganze verziert mit rockigen Gitarrrenlinien á la BAREFOOT JERRY, und wenn man dann weiß, dass dieser Zugunfall in den USA im 19.Jahrhundert das damals größte Zugunglück war, und dann weiter hört, wie der Sänger sein Leben mit diesem Unfall vergleicht, ist das schon sehr schöne, metaphorische Song Lyrik.
Oder wenn in This Crazy Life BAD COMPANY's Straight Shooter - die Zeile "Don't You Know" - zitiert wird, und beide Songs sich mit der Gefahr des Musiker Lebens (und Country ist keinen Deut weniger gefährlich als Rock'n'Roll, nur die Drugs sind anders) befassen - tja, dann ist das einfach ein Haken in der Erinnerung, und da hängt der Song dran.
Auch gut: der langsame OG Blues (OG=old git, alter Knacker), wo der Sänger sich darüber mokiert, dass sich alles ändert, etwa dass 3das Girl auf dem Centerfold hier wohl kaum 19 Jahre alt ist, und er schon gearbeitet hat, als sie geboren wurde. Und die Mädels machen sich noch über sein Auto lustig, wenn er sie zum Cruisen einlädt, und so fährt er halt alleine nach Hause, zu seinem OG Blues. Wenig Moralin sauer ist die Story Honky Tonk Angels (Don't Happen Overnight), sparsam instrumentiert, aber mit cleveren Tempowechseln (wie auch übrigens das Trainwreck). Geht ins Bein, einfach gut. Dann kommt da der jazzige Crooner I'm In A Mellow Mood, einfach so aus dem Handgelenk - ich wollte Dich nur mal wissen lassen, das ich irgendwie so …. Du nicht auch? Jaul, macht die Steel dazu.

Kein revolutionärer Country, eher subkutan, geht unter die Haut, und mit langanhaltend Wirkung.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 27.08.2010


 
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