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The Crooked And The Straight/Come Taste The Sun

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The Crooked And The Straight
Come Taste The Sun
The Crooked And The Straight - Come Taste The Sun, Stone Junction, 2009/2011
Oscar Duke Bass
Inaki Garcia Drums
Bravo Johnson (Ricardo Amurrio) Guitars, Wurlitzer, Piano, Vocals
Hendrik Roever Guitars, Dobro, Banjo, Slide Guitar
Produziert von: Hendrik Rover Länge
'Crooked': 55 Min 36 Sek
'Sun': 53 Min 58 Sek
Medium: CD
CD "The Crooked And The Straight"
1. King8. Cahoots
2. Sacrifice9. Hobo
3. Aimlessly D10. Waltz
4. Hot Wheels11. Dreaming
5. JJ Joe12. W/Band
6. Lush13. Lonestar
7. Ace14. Mountain
CD "Come Taste The Sun"
1. Spell7. EZ
2. Rider8. Ship
3. Bird9. Sun Song
4. Magnolia10. Run
5. Burnt12. Something Is
6. Dime12. Sway

Sehr ambitioniert für eine junge Band: der erste Track auf der "The Crooked And The Straight" der ersten CD der Band aus California (die neue heißt "Come Taste The Sun") mit dem Intro von Honky Tonk Women, bevor er dann in das eigene Material King übergleitet. Die STONES und mehr noch Mr Petty mit seinem laid-back Rock'n'Roll (Lush zum Beispiel) bieten das Musterbuch, aus dem die Herrschaften sich hier bedient haben. Wobei Petty wahrscheinlich schon nach dem ersten Track schlecht würde - gibt es doch hier überall ausgedehnte Gitarrensolos; Jams schon fast. Und wir wissen ja, Jams und Petty, das ist wie … Petty und Jams - geht nicht. Die Ähnlichkeit kommt dann auch mehr durch den etwas nöligen Gesang und daher, dass die Band fast nie das sichere Mid-tempo Terrain verlässt. Und natürlich klingt auch Mr Young (Hot Wheels) an, und damit wäre das Dreigestirn wieder mal komplett.

Der Unterschied zwischen beiden CDs liegt schlicht und einfach im Approach: "Crooked", die erste CD, rockt schlicht und einfach mehr. Country Rock zwar, aber die Gitarren greifen kräftig zu, das Tempo hält sich wie gesagt im Mid-tempo Bereich, und das macht das ganze sehr genießbar. Allerdings sind einige Perlen dabei; neben den genannten wird in Cahoots und Hobo an TISHAMINGO erinnert; ja, auch die gute alte BAND schaut etwas um die Ecke bei Mountain. Waltz bringt uns gar LED ZEPs "III" und deren akustische Phase zurück. W/Band ist eine witzige Ballroom Music Referenz.
Zusammenfassend: abwechslungsreich, spannend, funky bis rockig ist das, viel Gitarrenmusik. Gut.

Die laid-back Attitüde wird in "Come Taste The Sun" dann bis zum schlimmen Ende ausgreizt. Der nölige Gesang, die zumeist sehr schlooouuueeenn (laaaangsamen) Stücken - umpf, das geht nicht und leider kann ich das so gar nicht genießen. Wenn es denn zu weinerlich und tragikumflort ist, ohne das irgendwo vielleicht eine ironische Brechung passiert oder wenigstens ab und zu die Zügel richtig angezogen werden, ja dann ist das definitiv nicht mein Ding; wobei die einzelnen Tracks auch musikalisch, was Abwechslung und Vielseitigkeit betrifft, nicht so richtig punkten können. Ist Spell noch melodisch und wenigsten mit gebremsten Schaum, rettet den Rider nur der schöne Refrain; ab da geht es bis zu Burnt und Dime bergab; EZ bringt wieder etwas Fahrt, aber die Sonne scheint nicht über dem Sun Song und auch nicht über Run und den Folgenden.

Schade, eine gute Chance verschenkt. "The Crooked And The Straight" ist empfehlenswert, "Come Taste The Sun" nur für die, die JJ Cale für ausgeschlafen halten.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 06.02.2011

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