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| Everything I Want, Independent, 2011 |
| Ben Poole |
Guitar, Vocals |
| Gary Pearson |
Bass |
| Alan Taylor |
Drums |
| Produziert von: Ben Poole and Bernie Torme |
Länge: 23 Min 29 Sek |
Medium: EP |
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| 1. Everything I Want | 4. The Damage Has Been Done |
| 2. Fire And Water | 5. Chase The Girl |
| 3. Watching You, Watching Me |
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Ben Poole, ein junger Blues Gitarrist aus UK, fiel mir zuerst auf Dani Wildes CD "Shine" auf - seine Solos waren genauso wild wie sie lyrisch sein konnten, und hatten eine eigene Sprache - auffallend eben. Er hat eine eigene EP veröffentlicht, die mit einem FREE Cover (Fire And Water) und vier eigene Songs ausgestattet ist. Nachdem ich Bens Spiel auf der Wilde CD vernommen hatte, dachte ich, dass ein Antesten der EP niemals nicht schaden könnte - vielleicht sogar die eine oder andere Überraschung bieten könne.
Mit seiner Dreimanncombo zelebriert er eine melodisch-rockige Variante des Blues, wobei die Produktion natürlich zu wünsche übrig lässt - quick and dirty, rough and touch, und etwas unausgewogen. Laut Booklet loben Gitarrengrößen wie Beck, Kotzen und Moore sein Spiel, und seine erste Solo Äußerung auf Everything I Want rasiert sich dann auch wie erwartet ins Gehör - Kenny Wayne, da ist jemand auf Deinen Fersen. Fire And Water ist so ins Wuchtige überhöht wie das Wohl die Freiherren selber spielen würden (wenn die Rhythm Guitar da nicht so im Hintergrund rummatschen würde wäre der Genuss perfekt). Singen kann er auch, der Herr Poole, und liefert eine sehr ordentliche Version des Klassikers ab. Das Solos startet langsam über einer sehr zurückgenommenen Bridge, zart, tastend, empfindsam; nimmt Fahrt auf, und fräst sich Richtung Feuer. Sehr gut, des Guitar Heros würdig. Funky geht's bei Watching Me, Watching You her, inklusive 'klassischer' BB King Annäherung gitarristisch gesehen, fließend mit den nötigen Stopps hier und da. Gar nicht übel. Im zweiten Teil geht es ab Richtung Texas, und Mr Winter kommt einem in den Sinn.
The Damage Has Been Done ist ein grobschlächtiger Blues Rock auf einem fetten Bassfundament und sparsamen Gitarrenriffs, wieder mit einem eher leisen Solo, das wunderbar im Kontrast zur 'Haurock' Anmutung des Songs steht. Chase The Girl bietet mehr davon, und noch mehr von seiner wundervollen Gitarrenarbeit.
Der Junge hat es zweifelsohne drauf, und wird Furore machen. Soll er auch, denn hier zieht einer an vielen anderen vorbei und braucht etwas Produzentenhilfe und vielleicht auch Unterstützung bei Songwriting.
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