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Chapter IV: ... All For The Sake Of Love

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Sleazy Rider Records
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All Music Guide (englisch)

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Chapter IV: ... All For The Sake Of Love
Chapter IV: ... All For The Sake Of LOve, Sleazy Rider Records, 2010
Daniel Düring Guitar
Christoph "Gonzo" Lücker Bass
Dominik "Dom" Nowitzki Drums
Anke Willnat Vocals
Gäste:
Devon Graves Vocals
Produziert von: Devon Graves Länge: 57 Min 34 Sek Medium: CD
1. Colour8. While We Sleep
2. Scream9. Chew 'em Through
3. Deconstructed10. Don't Wake Me Up
4. For The Sake Of Love11. Tantalized
5. Tomorrow May Come12. Lights On Me
6. Shapeless13. Deep Fovea
7. Awake My Soul14. Strange World

Ich hasse es! Ich hasse diese doofen MP3-Downloads, mit denen man sich hier teilweise rumschlagen muss. Das heißt nicht, dass ich MP3s hasse. Ich habe einen entsprechenden Player, der mich auf meinen Fahrradrunden motiviert, auf dem Rechner habe ich genügend Zeugs als entsprechende Datei, nein, ich hasse nur diese Downloads, die wir als Schreiber von den Promofirmen, Labels, Vertrieben oder wem auch immer serviert bekommen. Nicht nur, dass die im Wust der Zusendungen untergehen können, manchmal gehen sie tatsächlich und wirklich verloren. Oder es geschehen so komische Sachen wie der mit dem RE-VISION-Download aus Griechenland. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie das mit der Band hier anfing. Auf alle Fälle hatte ich irgendwann eine Mail von Chris, der mir sagte, ich könne die Scheibe sehr gerne besprechen, aber dafür müsste ich die bei deren Label in Griechenland runterladen. Ist ja kein Problem. Gemacht, entzippt und auf den Rechner in den Player gestellt. Ausgemacht, schlafen gegangen. Ein paar Tage später, öffne ich den Player auf dem Rechner und werde mit einem Haufen griechischer Schriftzeichen konfrontiert. Uups, dachte ich, das sieht aber Scheiße aus. Schmeiß das mal besser runter, nicht dass das irgendein Virus ist. Also, gelöscht und … RE-VISION war Geschichte auf meinem Rechner. Glücklicherweise kann man alles wieder irgendwie in die richtigen Bahnen lenken und so läuft "Chaper IV: … For The Sake Of Love" nun auf meinem Rechner. Und das, wie ich auf Grund der statistischen Zugriffszahlen sehen kann, ziemlich häufig.

Ich gestehe, dass ich die Band aus Waltrop (das liegt in der Kulturhauptstadt 2010 und wenn ich von meiner kleinen Kohlenhalde runterschaue kann ich sogar den Kirchturm von Waltrop sehen) bisher nicht kannte. Wenn ich den Ausführungen diverser Kollegen im Internet Glauben schenke, war die Band ursprünglich im Gothikbereich angesiedelt und da kenne ich mich nicht aus. Scheinbar hat sich mit dem Sängerwechsel vor ein paar Jahren auch das Interesse an Gothik verflüchtigt. Denn das, was die Ruhrgebietsmalocher hier spielen ist von Gothik soweit entfernt, wie Kohlenstaub vonne Wüste. RE-VISION haben die hartmetallischen Gitarren ausgepackt und eine Frau ans Mirko gelassen. Metallische Gitarren + Frauenstimme + Alternative = GUANO APES. Ist eine Gleichung, die aufgeht, aber hier nicht. Der Hüpffaktor ist bei den Waltropern recht gering, eher wird mit "Chapter IV" Übungsmaterial für eine gestählte Nackenmuskulatur aufgefahren. Das Opener-Trio "Colour", "Scream" und "Deconstructed" fährt durch die Boxen, wie der Zechenzug durch den Stollen. Dabei sticht für mich "Scream" mit seiner orientalisch angehauchten Gesangsmelodie noch am interessantesten heraus. Ansonsten kann man musikalisch über das 4. Album der Band nicht meckern. Was auf Dauer etwas anstrengt ist die - wenn auch gute - Stimme von Anke Willnat. Sehr facettenreich scheint sie nicht zu sein oder sie traut sich nicht, es zu sein. Somit wäre grundsätzlich nach knapp 45 Minuten alles gesagt. Da ist auf alle Fälle noch Luft nach oben, was ja für ein Album grundsätzlich nicht schlecht ist. Welche Band hat mit dem ersten Album schon das fürs Leben geschrieben? Eben! Also. Wenn die Westfalen kompositorisch ein wenig an den Songs feilen, kann da noch ein mächtige Dampframme aus dem Stollen auf uns zugerollt kommen.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 14.03.2010

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