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| Flesh & Fears, Eyeball Records, 2008 |
| Kenny Choi |
All Music |
| Jason Edwards |
Drums, Percussions |
| Produziert von: Kenny Choi |
Länge: 37 Min 09 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Chrystal Skulls | 7. Sugar Skulls |
| 2. Ms. Luna Grim | 8. Uglybird |
| 3. Blueberry Waves | 9. Defeat Of Starman |
| 4. Beautybird | 10. Provocations Of Starman Jr. |
| 5. Stones | 11. Simple Sunshine |
| 6. Happiness | |
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Ja, ja, da steht in der Neuheitenübersicht tatsächlich Indie Pop. Und das im Home of Rock. Genreübergreifende Berichterstattung nennt man so etwas.
Hinter WOLFTRON verbirgt sich nun wahrlich kein schauderhafter und heftiger Metal Act, sondern es ist ein Solo-Projekt des "weltbekannten" Kenny Choi, einem Amerikaner aus Washington. Den jungen Mann muss man kennen, oder nicht? Da gibt es in den USA eine aufstrebende Band, die nennt sich DAPHNE LOVERS DERBY, und die verzeichnet jenseits des großen Teiches angeblich größere Erfolge. Allerdings wohl eher im Kreise der noch Unbehaarten, die sich mit dem Thema Nassrasur noch nicht beschäftigen müssen. Das soll auch nicht boshaft klingen, denn der Junge hat neben seiner Hauptband bereits mehrere Seitensprünge vollzogen. Projekte wie DESPERADO REVENGE oder CAMERAFONE sind mir kein Begriff.
Aber jemand scheint den talentierten Musiker an die Hand zu nehmen, vermutlich zu seinen Gunsten materiell vollkommen auszupressen, und wir können vielleicht darauf warten, bis die Quelle absolut leer gepumpt und nicht mehr ergiebig ist, so dass Kenny Choi sich mit einem Kälberstrick zur nächsten Kanalbrücke begibt, weil er einfach nicht damit zurecht kommt, dass sein angeblicher Ruhm ein verständliches Ende gefunden hat.
Nun wollen wir aber nicht alles schlechter machen als es ist. Für Rockfans indiskutabel, hören wir auf dieser Debüt-Scheibe mit dem Titel "Flesh & Fears" 11 seichte und melancholisch angehauchte Tracks. Um diese abzuspulen vergehen immerhin ganze 37 Minuten, dann ist der Spuk auch schon vorbei. Die Stimme ist akzeptabel, passend zur Musik haucht uns der Protagonist seine Lyrics ins Ohr, und tatsächlich retten die beiden Songs Blueberry Waves und Beautybird vor der erbarmungslosen Neigung zum Einschlafen. Die beiden Nummern sind zu 100% radiotauglich und sie sind sehr wohl dazu geeignet, auch bei uns in Europa bei der entsprechenden Klientel anzukommen.
Der Rest ist genretypisch eben Einheitsbrei, null Innovation, alles ein und dasselbe. Es ist eben Pop-Musik im dezenten Indie-Stil, und dafür scheinen wir vom Home of Rock nicht geeignet. Wir attestieren eine Gemeinde, die sicherlich Freude an diesem Silberling haben wird, doch der Sympathisant guter Rockmusik wird nach dem Durchhören von "Flesh & Fears" wie eine schwangere Elster aufs Klo gehen und dort mühelos dem Druck, und dem damit verbundenen Unwohlsein in der Magengegend schonungslos nachgeben!
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