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| Human Wheel, Sound Of Wood, 2009 |
| Matti Ylilauri |
Vocals |
| Oikku |
Guitars, Keyboards, Backing Vocals |
| Ville Veijalainen |
Bass, Keyboards, Wind Controller, Backing Vocals |
| Janne Ervelius |
Drums´, Percussions |
| Suti |
Guitars |
| Gast: |
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| Maarit Saarenkunnas |
Vocals |
| Produziert von: Trusties |
Länge: 69 Min 35 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Radiobeings | 7. Them Or Us |
| 2. Autopilot | 8. Djemoniee |
| 3. Free Fall | 9. Is This The Last Round? |
| 4. Rituals & Routines | 10. You Can Only Lose |
| 5. Human Wheel | 11. Endless Run |
| 6. When Sense Meets Its Maker | 12. Reinvention Of The Wheel |
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Aus Finnland kommen nicht nur Rentiere, Black Metal und der Weihnachtsmann, sondern ab und an auch überraschende musikalische Töne. Nicht nur, dass wir die wundervollen HB für uns entdeckt haben, mit TRUSTIES liegt uns ein neuer und verheißungsvoller musikalischer Vertreter aus dem Land mit mehr Schatten- als Sonnentagen im CD-Player.
Angefangen hat diese Combo als Trio, das sich mehr dem "acoustic prog-folk" (so die Eigenbeschreibung) hingegeben hat, als mit rockigen Tönen zu punkten. Nun, das hat sich vor einiger Zeit geändert, als man das Schlagzeug entdeckte und bemerkte, dass selbst Bob Dylan vor langer Zeit die elektrische Gitarre aus dem Koffer gepackt hatte. Was uns somit auf "Human Wheel" erwartet, ist von Folk soweit entfernt, wie der Weihnachtsmann von den Osterinseln. Die Finnen kommen auf ihrem ersten elektrifizierten Album mit einer teilweise sehr hartrockenden, fast schon metallisch glänzenden Musik aus den Boxen. Freunde des gepflegten Prog-Rocks werden hier dran ihre Freude haben. Geschickt spinnen die Finnen (Wortspiel!) [Boah ey; Red] ein Netz aus neuen SPOCK'S BEARD, RUSH, DREAM THEATER, ohne dabei eine hochmusikalische Vorbildung des Zuhörers zu erwarten. Sicherlich werden Freunde, die druckvoll nach vorne preschenden Heavyboogie lieben, eher erschreckt zurückweichen, aber das Gehör wird nicht mit zu vielen Frickelpassagen überfordert. Gitarrenorientiert prescht man durch die 12 Songs, brilliert mit druckvollen Gitarrensoli, duelliert sich hier und da mit dem Schlagzeug und dem Bass, während unter allem ein zaghafter Keyboardteppich gelegt ist. Sicherlich sind die Gitarrensoli keine Göttergaben und lassen noch Spielraum nach oben, aber dass hier keine Anfänger am Werk sind wird sehr schnell klar. Atmosphärisch dicht werden die Songstrukturen gewebt, ohne zu überfordern oder zu langweilen. Da bahnt sich was an aus dem Rentierland. Und entgegen meinen ersten Befürchtungen klingt dieser Dreher keinesfalls nach Depression oder Mystik (auch wenn das innere Backcover das vermuten lässt). Wird Zeit, dass die Herren den Weg auf europäische Bühnen finden - vielleicht wären sie ein Anwärter für das "Night Of The Prog"-Festival auf der Loreley. Auf verlorenem Posten wären sie da keinesfalls.
Einzelne Songs aus dem Gesamtwerk rauszunehmen würde "Human Wheels" nicht gerecht, das muss am Stück genossen werden.
Etwas mehr Druck in der Produktion wäre noch nett gewesen, das wäre ein Manko, das man bemerken darf. Aber da hier keine große Plattenfirma mit viel Geld für einen hochrangigen Produzenten zur Verfügung stand, sei das mal nur als Randbemerkung angesehen.
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