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Chains Of Sin

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Chains Of Sin
Chains Of Sin, 7Hard, 2010
Alex Galanti Drums
Dan Logoluso Guitars
Mark Pastorino Vocals
Luca Prederi Bass
Alberto Sonzogni Keyboards
Gäste:
Bryan Beller Bass
Lili Rose Vocals
Produziert von: Dan Logoluso Länge: 51 Min 18 Sek Medium: CD
1. A Thousand Year Kingdom 4. World Confusion
2. Highway To Paradise5. Skyland
3. A New Way6. Real Mistery (The Son Of The Man/The World Speaks/Incoming Time/Three Days Of Darkness/The New World)

Metalband aus Italien? Das klingt nach zugekleistertem Bombastmetal mit süffig-symphonischen Soundstrukturen. Meint man! Das ist bei TIMESWORD aber weit gefehlt und am Ziel vorbeigeschossen.

Entstanden ist die Band 2005 als eine Idee von Dan Logoluso. Der gute Mann (Jahrgang 1979) hatte bis zu seinem 16. Lebensjahr null Ahnung von Instrumenten, bevor er dann doch den Schritt wagte und sich eine Gitarre zulegte. Ab dann wurde fleißig Unterricht genommen und gelernt. Herausgekommen ist dabei für mich einer der unentdecktesten Gitarristen dieses Planeten. Als Vorbilder nennt er STEVE VAI, JOE SATRIANI und nicht zu überhören DREAM THEATER. Somit wäre geklärt, dass der Kleisterbombastmetal in seinem Kosmos keinen Platz hat. Also, wie geschrieben: 2005 ging's los. Die ersten Ideen entstanden, aber alleine wollte er das dann doch nicht angehen. Ergo: Telefonbuch raus und mal unter B wie Beller geschaut und angerufen, die Musik vorgespielt und den ersten begeistert. Bryan Beller? Vielleicht dämmert's bei dem ein oder anderen. Der Mann hat bei dem Solooutput Elements Of Persuasion von JAMES LA BRIE die 4 Saiten strapaziert sowie für STEVE VAI und DWEEZIL ZAPPA das bassige Fundament gelegt. Dieser Bryan Beller legte das Fundament bei World Confusion und Skyland auf das dann der Rest der Truppe, die nach und nach dazukam, weiter aufbauen konnte. Als letzter wurde Mark Pastorino rekrutiert, um das Bandgefüge zu komplettieren. Der bedient eigentlich bei SECRET SPHERE - einer anderen italienischen Metalcombo - die Gitarre, beweist auf Chains Of Sin aber, dass er durchaus ein guter und begnadeter Sänger ist. Mit diesen Herren ging Dan Logoluso dann ins Studio und hämmerte dieses Album ins Aufnahmegerät.

Herausgekommen ist eine einwandfreie Progmetalscheibe. Zwar kann man an dem Thron der großen Vorbilder noch nicht kratzen, ist aber auf dem besten Weg dorthin. Eine Empfehlung ist damit schon mal ausgesprochen. Ich persönlich würde diesen Rundling eher auf die Schiene des DREAM THEATERs-Sängers stellen, dessen oben angesprochenes Album nicht ganz so verfrickelt ist, wie das, was seine Hauptarbeitgeber alle Jahre auf den Markt werfen. Das gefällt mit sehr gut an Chains Of Sin. Hier wird nicht bewiesen wie schnell, schräg und toll man an den Instrumenten agieren kann, hier wird zwar komplex aber doch progressiv auf die 12 gehauen. Dabei fällt kein Song ab, was für ein Debüt schon eine klasse Leistung ist.

Ob's richtig gut ist, zeigt sich meist in einem Longtrack. Den hat man an das Ende der CD gestellt und bietet in knapp 20 Minuten ein musikalisches Feuerwerk, dass sich gewaschen hat. Vertrackt, klasse Zusammenspiele zwischen Gitarre und Keyboards, ein Schlagzeuger der fast wie wahnsinnig auf die Kessel kloppt, ein Sänger der das letzte aus seiner Stimme holt und … es wird nicht langweilig. Bis zum Ende bleibt man gespannt unter den Kopfhörern sitzen und lauscht und lauscht und kann gar nicht genug bekommen. Beide Daumen oben! Die Prüfung ist bestanden. Eine fette Produktion rundet die ganze Sache ab und lässt gespannt warten auf das, was hoffentlich bald als nächstes von TIMESWORD zu hören sein wird. Aber wenn das hier schon gute vier Jahre gedauert hat, sollte man nicht allzu früh auf das nächste Machwerk hoffen.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 08.05.2010

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