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| Play My Game, SPV/Steamhammer, 2009 |
| Tim 'Ripper' Owens |
Vocals |
| Bob Kulick, John Comprix, Craig Goldy, Jeff Loomis, Mike Callahan, Steve Stevens, Carlos Cavazo, Michael Wilton, Doug Aldrich, Neil Zaza, Chris Caffery |
Guitars |
| Rudy Sarzo, James Iomenzo, Dennis Hayes, Billy Sheehan, David Ellefson, Tony Franklin, Marco Mendoza |
Bass |
| Simon Wright, Brett Chassen, Ray Luzier, Bobby Jarzombeck |
Drums |
| Produziert von: Tim 'Ripper' Owens |
Länge: 52 Min 51 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Starting Over | 7. To Live Again |
| 2. Believe | 8. The World Is Blind |
| 3. The Cover Up | 9. The Light |
| 4. Pick Yourself Up | 10. Play My Game |
| 5. It Is Me | 11. Death Race |
| 6. No Good Goodbyes | 12. The Shadows Are Alive |
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Hm, wie das wohl sein momentaner Arbeitgeber Malmsteen sieht, wenn sein neuer Sangesbarde Owens mal eben ein Soloalbum raus haut? Egal, wie er es findet, Tim "Ripper" Owens scheint es ein großes Bedürfnis zu sein, der Welt seine kompositorischen Ergüsse und Fähigkeiten in Form einer Solo-CD um die Ohren zu hauen.
Ich bin beeindruckt, denn eigentlich mag ich den Mann nicht sonderlich. Er hat nämlich eine gute Stimme, die sich nicht zu verstecken braucht, was man meiner Meinung nach weder zu seinen JUDAS PRIEST- noch zu den ICED EARTH-Zeiten wirklich vernehmen konnte. Ganz zu schweigen von seinen Mikrokünsten bei Yngwie Malmsteen. Da war er nur schmückendes Beiwerk. Also musste diese Scheibe jetzt sein, damit die Röhre zur Geltung kommt, die mich sehr an Dale Thompson von den California-Rockern BRIDE erinnert, die in den 90er Jahren das WhiteMetal-Lager aufmischten, und ein wenig nach Axl Rose in Zwangsjacke klingt. Letzterer klingt meines Erachtens sehr bei Pick Yourself Up durch, was so auch von GUNS N' ROSES hätte sein können.
Wer jetzt Ballergeknüppel nach ICED EARTH-Art erwartet, ist schief gewickelt. Und wem der Sinn nach glatt polierter Griffbrettraserei steht, sollte um diese Scheibe auch einen Bogen machen. In den 12 Stücken haut der Ripper uns eine Riffgranate nach der anderen um die Ohren. Das macht richtig Spaß, auch wenn das Thema "Abwechslung" bei der Schreiberei der Lieder keine sonderlich große Rolle gespielt hat, weswegen auch ein Beachten einzelner Songs entfällt.
Ganz im Gegensatz zu der illustren Gästeliste, die sich da hinter dem Sänger tummelt. Da trifft man auf sehr abwechslungsreiche Namen und Arbeitgeber. Alte Bekannte von KISS, SAVATAGE, WHITESNAKE, QUEENSRYCHE, NEVERMORE, DIO und MEGADETH, um nur ein paar zu nennen, hauen ihre musikalischen Fähigkeiten aus den Boxen, dass es nur so kracht. Bemerkenswert, wie galant dabei die einzelnen Bands ausgeblendet werden. Als ich die Namen sah, fürchtete ich schon das Schlimmste in Form vergewaltigter Versuche, mit den Bassisten/Gitarristen/Drummern zu klingen wie deren Arbeitgeber. Aber weit gefehlt. Tim "Ripper" Owens hat die Herren eingeladen, um sein Spiel zu spielen. Und das tun sie gut und scheinbar auch gerne. Schlussendlich hätte er das auch mit anderen Musikern hinbekommen, denn hervorstechen kann hier keiner, alle stecken hinter den Ideen des Gastgebers das eigene Ego zurück, aber das will ich jetzt mal nicht so eng sehen.
Fazit: "Play The Game" ist ein gutes, aber nicht sonderlich auffallendes Album geworden. Es ist glücklicherweise keine Kopie irgendwelcher Bands, sondern voll und ganz das, was Mr. Owens schon immer machen wollte. Warum er dazu diese irre Gästeliste auffahren musste, bleibt sein Geheimnis - aber vielleicht ist das Teil seines Spiels. Was trotzdem etwas schade ist, ist die Tatsache, dass trotz der guten Songs keiner so richtig hängen bleibt.
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