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| A Swig From The Acid Bottle, Anaphora Music, 2007 |
| Trina Meade |
Lead Vocals |
| Tomi Martin |
Guitars & Vocals |
| Gäste: |
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| Tres Gilbert |
Bass |
| Joey Williams |
Drums |
| Amy Ray |
Additional Vocals (Genocidal Youth) |
| Emily Saliers |
Additional Vocals (Disco Ragdoll) |
| Nigel Dupree & Don Tart |
Additional Vocals (Blood On The Ground) |
| Produziert von: Jeff Tomei & Tomi Martin |
Länge: 46 Min 06 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Genocidal Youth | 7. Disco Ragdoll |
| 2. Come Alive | 8. Jenny |
| 3. Baby Eyes | 9. Walkin' Papers |
| 4. Perfect Dream | 10. The Ones |
| 5. Front Line | 11. Corporate Killers |
| 6. Blood On The Ground | 12. Center |
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Nimm deinen bleichen Arsch hoch und tanz! Falls du einen schwarzen Arsch hast: Beweg ihn und tanz mit!
29 Jahre und ein paar Tage ist es her, dass eine schwarze Band so eingeschlagen hat wie jetzt THREE5HUMAN. Das waren MOTHER'S FINEST beim Rockpalast im März 1978.
Frankie brachte THREE5HUMAN auch mit LIVING COLOUR und KING'S X in Verbindung. Mag sein, aber die hatten NIE solche Songs wie Mr. Tomi Martin und Mrs. Trina Meade auf der Pfanne. Der Kreuzüber aus Metal, Funk, Hard Rock, Soul und Rhythm & Blues, der uns hier entgegenbricht, hat seit Menschengedenken, also seit 1978, keinen Verwandten gehabt.
Natürlich, daran ist vor allem diese unglaubliche Röhre von Trina Meade schuld. Man kann zum Vergleich Chaka Khan zu glorreichen RUFUS-Zeiten nehmen, Joyce Kennedy sowieso, aber Trina ist heute und jetzt und sie ist härter und kompromissloser. Und genau so klar: Tomi Martin ist der klassische Guitarhero. Ein Techniker vor dem Herrn, eine eigene Gitarrenherstellung hat er auch, kein Gitarrentrick ist ihm fremd, jedoch auch nicht das brachiale Riffing eines echten Headbangers. Dazu noch ein Drummer aus der Bonham-Schule, ein Rhythmustier am Bass und alles ist gut. Und laut. Und gewaltig. Und aus Atlanta, Georgia. Move your ass!
"A Swig From The Acid Bottle" ist die dritte CD dieses explosiven Duos, die beiden anderen fanden wohl nie den Weg nach Europa. Es sollte sich wohl nur um Wochen handeln bis das nachgeholt wird, denn dieses Werk hat mehr Power als die so genannte "Black Music" der letzten guten zwei Jahrzehnte zusammen. So eine Band kann kein halbwegs vernünftiger Importdienst weiterhin ignorieren. Vor allem wenn sich der zuständige A&R nur den ersten Song anhört (was in diesen Kreisen durchaus üblich ist). Genocidal Youth hat nicht nur Amy Ray von den INDIGO GIRLS im Background und eine herrliche Grundhärte vorzuweisen, die Nummer hat auch einen unwiderstehlichen Mainstream-Chorus, der jede Disco und jeden Club in gefährliche Schwingungen versetzen dürfte. Dass Titel und Text nicht unbedingt mit Mainstream in Verbindung zu bringen ist. who cares.
Überhaupt lassen die beiden Hauptdarsteller textlich kaum etwas aus, Klartext ist angesagt. Aber jeder dahergelaufene Stammel-Rapper aus der Baumschule darf heutzutage Idiotensprache ans Volk bringen, warum also nicht jemand wie Meade und Martin in verständlichen Worten. Oder sind die Manager damit überfordert? Davon abgesehen: wer bei solchem Extrem-Groove-Rock noch Texte analysieren kann. Respekt.
Nach dem tanzfähigen Opener folgt ein Feuerwerk von gewaltigen Gitarren- und Gesangstönen. Heavy Rock mit Soul in Vollendung. Über die roots-rockige Halbballade Perfect Dream ist man schier froh, nach den ersten zehn Minuten Overdrive. Diese Stimme macht ohnehin jede Ballade zum Bringer.
Doch es kommt schlimmer. Großer, wirklich großer Stadionrock in Front Line, maximal schiebende Gitarren, insgesamt eine Band mit schwingendem Betonfundament, wieder ein nachdenklich machender Text, Hard Rock vom feinsten. Gleich darauf schreit Trina Meade Blood On The Ground heraus - THREE5HUMAN sind bewegend.
Dann kommt der andere Teil der INDIGO GIRLS zum Einsatz, Emily Saliers kooperiert in der wunderschönen Ballade Disco Ragdoll mit Trina perfekt. Southern Rock kooperiert mit Trina und Tomi ebenfalls. Es gibt da diesen Song Jenny, der mit originalen Southern-Gitarren und beseeltem Gesang jeden, JEDEN!, Rocker auf die Veranda und auf die Knie zwingen wird. Damen und Herren, das ist Crossover, und es ist symbiotische Musik für jeden Musikfreund mit Sinn für Rock und Roll und alles andere was es da noch gibt.
Ein Highlight. Aber von was? Crossover ist zu indifferent, "Black Rock" einfach zu albern, jede Genrebezeichnung darüber hinaus wäre zu wenig. Man weiß es einfach nicht. Nehmt die Chance wahr und schnappt euch diese Band. Vielleicht hören wir sie dann auch irgendwann live. Ich persönlich trainiere dafür jetzt schon mal meinen weißen Arsch.
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