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Thousand Foot Krutch

Welcome To The Masquerade

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Welcome To The Masquerade
Welcome To The Masquerade, Tooth & Nail Records, 2009
Trevor McNevan Vocals, Guitars, Keyboards
Joel Bruyere Bass
Steve Augustine Drums
Gäste:
Aaron Sprinkle Keyboards, Guitars
Pete Stewart Guitar
Chris Carmichael Strings
Produziert von: Aaron Sprinkle & Trevor McNevan Länge: 46 Min 18 Sek Medium: CD
1. The Invitation8. Scream
2. Welcome To The Masquerade9. Look Away
3. Fire It Up10. Forward Motion
4. Bring Me To Life11. Outta Control
5. E For Extinction12. Smack Down
6. Watching Over Me13. Already Home
7. The Part That Hurts Me Most (Is Me)

THOUSAND FOOT KRUTCH gehören in ihrem Heimatland Kanada zu den Großen des Business, in Europa hingegen kennt man sie hingegen leider nicht oder nur kaum. 1997 gründete Trevor McNevan mit seinem langjähren Freund Joel Bruyere die Band, zu der recht schnell Steve Augustine dazu stieß. Zu dritt veröffentlichte man das Debütalbum "That's What People Do" in Eigenregie, doch schon der Nachfolger "Set It Off" wurde bei einem Indie-Label unters Volk gebracht. 2003 unterschrieb das Trio beim bekannten christlichen Label "Tooth & Nail" um im gleichen Jahr "Phenomenom" auf die Menschheit loszulassen. Das war der Zeitpunkt, an dem ich die Jungs kennen lernte. Ich war begeistert. LIMP BIZKIT waren dabei unattraktiv zu werden und TFK auf dem besten Weg die Nachfolge anzutreten, dazu noch im frommen Bereich. "Phenomenom" knallte mit einer derartigen Wucht aus den Boxen, dass es mich wegfegte. Hüpffaktor: 10 / Headbangingfaktor: 10 - hier stimmte einfach alles. Doch schon der Nachfolger "The Art Of Breaking" verließ diese Schiene und definierte die Band neu: weg vom NuMetal, hin zum Hard Rock. Das Experiment gelang, da die Mischung stimmte. "The Flame In All Of Us" hinterließ dann allerdings musikalisch eher Kopfschütteln. Die rockenden Hymnen waren weitestgehend verschwunden und McNevan, Bruyere und Augustine fuhren eine ruhigere Schiene. Es wurde viel mit Streichern experimentiert, der melodische Gesang wurde mit ebenso großen Melodien unterlegt, aber es krachte nicht mehr.
Letztes Jahr konnte man sie zum zweiten Mal in Deutschland auf der ChristmasRockNight in Ennepetal bewundern. Leider hatten sie etwas mit Soundproblemen zu kämpfen, was der Stimmung in der Halle aber keinen Abbruch tat. Die Kanadier hatten die Meute im Griff und kündigten ein neues Album an. Auf die Frage während eines Interviews, wie es denn klingen würde, kam die Antwort sofort: wieder härter! Das nahmen die anwesenden Fans mit großem Applaus zur Kenntnis.

Nun liegt "Welcome To The Masquerade" vor und … sie haben ihr Versprechen gehalten. Wenn auch nicht mehr so eine Granate gelungen ist wie mit "Phenomenom", kann das Album vom Härtegrad wieder eine deutliche Steigerung vorweisen. Schon der Opener überzeugt mit groovenden, tiefergestimmten Gitarren, interessantem Songaufbau und einem Mitgröhlrefrain. Fire It Up ist schon fast eine Metalgranate, die auch auf dem bereits erwähnten Album von 2003 hätte stehen können. Bring Me To Life kann NICKELBACK auch nicht besser in den Kunststoff brennen und hier darf man auch wieder getrost die Vergleiche zu LIMP BIZKIT ziehen. Eine gute Mischung. E For Extinction sorgt dafür, dass der NuMetal nicht aussterben wird. Mit Watching Over Me werden alle die versorgt, denen das Hymnische bis hierher gefehlt hat. Großartige Ballade, was sowieso eine Stärke des kanadischen Trios ist. Wer es nicht glaubt, kann sich dann noch Already Home anhören. Diese Mischung aus Sanftheit und Härte, das hat was.
Smack Down mit seinem Mitklatschteil dürfte sich als favorisierte Livenummer entpuppen. Und so könnte man jetzt fröhlich Lied für Lied durchgehen, schlussendlich bleibt ein sehr starkes Album zurück, das das Versprechen, dass es beim nächsten Album wieder härter wird, voll und ganz einlöst. Und textlich nehmen die Herren aus dem Ahornblattstaat kein ebenselbiges vor den Mund, haben es allerdings auch nicht nötig mit dem Holzhammer zu missionieren.

Jeder der gute, rockende Musik mit positiver Message sucht, sollte den Jungs hier schnellstens sein Gehör schenken. Live konnte man sie in Deutschland bei der ChristmasRockNight in Ennepetal am ersten Dezemberwochenende antesten.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 18.11.2009

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