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| Heavy Music, Bad Reputation/Beatville, 2007 |
| David Eriksson |
Lead Guitar & Vocals |
| Marcus Andersson |
Rhythm Guitar |
| Robert Schlyter |
Bass |
| Joakim Eriksson |
Drums, Percussion, Noise |
| Martin Hammar |
Organs, Percussion, Backing Vocals |
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Länge: 39 Min 58 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Woman Like You | 7. Gypsy Daughter |
| 2. Little Lover | 8. Get Up! |
| 3. Push | 9. All We've Got |
| 4. Devil's Twist | 10. Cognitive Dissonance |
| 5. Perfect Combination | 11. Make It Last |
| 6. I Don't Mind | |
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Es sind Schweden und sie machen, tja, Krach. Außerdem haben sie einen furiosen Namen und eine unspektakuläre Vita. THE (most fabulous) SOULSHAKE EXPRESS, gegründet 2003, bisher eine EP, nun eine erste Dreiviertellangspielplatte von knapp 40 Minuten. Und sie erreichen einen beachtlichen zweiten Platz in der Retrolärm-Rangliste des dritten Quartals 2007, hinter ihren schwedischen Nachbarn mit dem noch besseren Namen und dem noch heißeren Sound: DEXTER JONES CIRCUS ORCHESTRA. Zweiter sein ist keine Schande, vor allem nicht bei dieser Konkurrenz.
Das Namensanhängsel "most fabulous" gehört eigentlich nicht dazu, klingt aber gut, dem Soul kommen die fünf Typen nicht immer ganz nahe, ein Express sind sie allemal. Die CD heißt "Heavy Music", und wenn man das nicht mit Heavy Metal gleichsetzt, ist man der Wahrheit auf der Spur.
THE SOULSHAKE EXPRESS haben ihre Wurzeln, wie so viele skandinavische Schweinerocker, in den Sixties. Aber anders als die meisten dieser Kandidaten aus der Abteilung Gitarrenschrubber setzen die Seelenschüttler auf eine weitaus originellere Karte, nämlich auf Orgel-Töne. Das führt faktisch zu einem deutlich stärker vom britischen Rhythm & Blues beeinflussten Ergebnis als es die meisten Kollegen zustande bringen. Und es tut gut im Einerlei dieses Genres. Wenn nun noch ein paar Details wie die hervorragenden Backings in All We've Got zur sensationell brummenden Hammond noch besser, und vor allem öfter, herausgestellt würden, "Heavy Musik" wäre ein echtes Ereignis. So leiden einige Songs bedauerlicherweise unter einer gewissen "Beliebigkeit".
Trotzdem, die CD hat viele Hoppala-Momente. Gleich beim Opener Woman Like You ist man angenehm an anarchistische Amerikaner wie MC5 erinnert, das folgende Little Lover hat ein messerscharfes Riff zu bieten und Push pusht schlichtweg.
Ein Thema ist sicher auch der Sänger David Eriksson. Der ist nämlich immer dann richtig gut, wenn er nicht überdreht schreit. Am besten ist er bei den bluesigen und leicht psychedelischen Nummern, wenn er die Rolle des Erzählers übernimmt und in einen spannenden Dialog mit seiner eigenen Gitarre und dem Keyboarder Martin Hammar eintritt. Manchmal verfällt er allerdings in hyperaktives Geplärre, was ihm deutlich schlechter steht.
Noch ein leiser Kritikpunkt: Einen Song wie I Don't Mind könnte man deutlich länger spielen als nur dreieinhalb Minuten. Da ist so viel Potential drin, dass man an Orgien der DOORS denken muss. Gleiches gilt für das abschließende Make It Last.
Oder Gypsy Daughter. Ein glänzender Stampfer, aber auch hier sind die Background Vocals viel zu leise. Mensch, mehr und heftiger davon, bitte. Das Volk stünde Kopf. Zum Trost ist die Harp in Get Up! so anmachend, dass man völlig befriedigt ins Bettchen gehen kann.
Eine junge Band, die ohne Zweifel weiß und liebt was sie tut, aber produktionstechnisch noch am Anfang einer hoffentlich erquicklichen Evolution steht.
Erhältlich ist die CD momentan am einfachsten über das französische Label Bad Reputation, dessen übrige Releases man ebenfalls durchaus beachten sollte.
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