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| Keep The Babies Warm, Sauspop Records, 2008 |
| Mike McCoy |
Vocals |
| Hunter Darby |
Vocals, Bass, Keyboards |
| Andy Thomas |
Vocals, Guitar |
| Robbie Araiza |
Guitar |
| Julie Lowery |
Vocals, Percussions |
| Travis Garaffia |
Vocals, Drums, Percussions |
| Gäste: |
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| James Stevens |
Vocals, Guitar |
| John Rutliff |
Piano |
| Kullen Fuchs |
Trumpet, Trombone, Organ |
| Produziert von: James Stevens |
Länge: 33 Min 43 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Liquid Meat (Into A Form) | 7. Tools |
| 2. Smithville | 8. Filling Deadline |
| 3. Oh I | 9. Churchy |
| 4. Keep The Babies Warm | 10. My Rise To Greatness |
| 5. My Resignation | 11. Seaworld |
| 6. All In One | |
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Das Cover, lieber Leser, ist irreführend und witzig. Auf der Front wird das "Animals"-Cover von PINK FLOYD abgeändert, in dem man es mit zwei Orcawalen plus eines UFOs statt des fliegendes Schweins schmückt. Das charakteristische Fabrikgebäude wird auf das Dach reduziert, während das Backcover das "Atom Heart Mother"-Motiv zitiert. Allerdings wird die Kuh ihres Rumpfes beraubt und dieser durch einen windelbestückten Babyhintern ausgetauscht. Warum man das macht, erschließt sich mir nicht, denn weitere Querverweise auf die britischen Könige des Bombastrocks sucht man fast vergeblich. "Keep The Babies Warm" des texanischen Sextetts ist vielmehr eine locker beschwingte Pop-Scheibe mit kleinen Ausflügen in den Poppunk geworden.
Das ganze schön auf "independent" gehalten, beginnt Liquid Meat (Into A Form) als lockerluftige Popnummer, die man so auch von Jeff Lynne hätte erwarten können. Ein kurzes Pianosolo in der Mitte, ein Gitarrensolo zum Ende und die ersten 4 ½ Minuten sind schon rum. Danach packt man in Smithville die E-Gitarre an die Verstärker und fährt punkrockig in leichter NEW MODEL ARMY-Manier auf Song #3 zu. Oh I könnte von einer kalifornischen Punkpoprockjungspundband sein, so flockig singen sich THE SERVICE INDUSTRY durch die knapp 3 Minuten und klingen dabei doch um einiges reifer, was aber eindeutig dem Gesang von Mike McCoy zu verdanken ist.
Keep The Babies Warm beginnt mit einer formidablen aber nicht aufdringlichen Bläsersektion, die eine Schnittmenge aus den WATERBOYS und den 89er THE WHO hervorbringt [das Live-Album "Join Together" ist gemeint. Red.], danach noch ein Gitarrensolo wie man es von Keith Richards gerne wieder hören würde und weiter geht's zu Song #5. My Resignation hat dann doch leichte Referenzen an PINK FLOYD aufzuweisen. So würde "We don't need no education" klingen, wenn es von einem völlig zugedröhnten Roger Waters heute interpretiert würde. Davon würde ich mir mehr wünschen, aber mit All In One verweist man auf das Soloschaffen von Pete Townshend, angereichert mit den TSI-Eigenheiten.
Tools klingt nach Lagerfeuer, nach sternenklarer Nacht und nach Woodie Guthrie. Bei Filling Deadline greifen die Texaner tief in die Mottenkiste und befördern Teile vom SEARCHERS-Überhit Needles And Pins ans Tageslicht. Interessante Scheibe, die da aus Texas angeflogen kommt.
Churchy scheint so was wie die Bandhymne zu sein, denn immerhin gibt es dazu entsprechendes Merchandising. My Rise To Greatness drückt noch mal aufs Gaspedal, lässt die Gitarre krachen, den Sänger shouten und das Bein im Takte schwingen. Seaworld schließt den bunten Liederreigen aus dem BBQ-Staat der USA ab und zeigt, dass man heutzutage mit 11 Songs locker unter der Hälfte der Gesamtkapazität einer CD durchs Ziel rauschen kann.
Was bleibt zurück? Ein abwechslungsreiches wie verwirrendes Album, das sich nicht richtig in eine Schublade stopfen lässt. Es ist weit davon entfernt Vorreiter zu kopieren, aber auch nicht richtig eigenständig. Irgendwie macht es Spaß, obwohl man es nicht vermissen würde, wenn es nicht veröffentlicht worden wäre.
Somit eine trotzdem gelungene Scheibe, die den Sprung aus dem Untergrund auf die großen Bühnen der Welt aber wohl eher nicht schaffen wird. Das wiederum wäre aber auch nichts, denn diese Musik klappt nur in kleinen verrauchten Clubs - und von denen haben wir leider keine mehr…
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