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| Hafnium, Screamin’ Mimi Records, 2010 |
| Kjell Benner |
Bass, Backing Vocals |
| Mark Bennett |
Drums, Percussion |
| Mik Myers |
Vocals, Guitar, Keyboards |
| Produziert von: David Ivory & Mik Myers |
Länge: 36 Min 58 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Misery | 7. Regin |
| 2. Money Tree | 8. Wide |
| 3. Heal Me | 9. Fremd Gehirn Fressen |
| 4. Burnt | 10. Cadaver |
| 5. Your Self | 11. King Of Nowhere |
| 6. Hafnium |
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SLIK HELVETIKA kommen nicht, wie der Bandname vielleicht suggerieren könnte, aus der Schweiz, sondern aus dem fernen Pennsylvania. Somit haben wir es – messerscharf recherchiert – mit einer amerikanischen Band zu tun. Über diese Aussage mag man vielleicht im ersten Moment lächeln, macht aber bei näherer Betrachtung Sinn. Denn das Trio aus den Staaten klingt wie eine 80er-Jahre-Hair-Metal-Poser-Band mit typischen amerikanischen Songwurzeln. Kurzzeitig purzeln beim Hören Namen wie MÖTLEY CRÜE, POISON oder SAIGON KICK durchs Hirn, womit tatsächlich der musikalische Rahmen gesteckt wäre. Selbst die Produktion kann es mit der damaligen Zeit aufnehmen und klingt gänzlich unmodern, was durchaus seinen Charme hat.
Seit 2004 versuchen diese Mannen mit wechselnder Besetzung der Welt ihre Musik nahezubringen. Übrigens tun sie dies in dieser Besetzung nicht zum ersten Mal. Vielleicht kann sich der ältere Leser noch an DESTROYER erinnern. In der Band spielten alle drei bereits zusammen. Und Kjell Benner hatte auch schon mal seine Finger im Bassspiel der alten Recken von QUIET RIOT. Wenn das mal nicht Referenzen sein sollten … Also, seit 2004 sind die drei nun unterwegs und hatten bisher eine vollwertige Scheibe und eine EP auf den Markt geschoben. Ob jemand richtig davon Notiz genommen hat, kann ich nicht sagen, ich selbst hatte bisher von dieser Band nichts gehört.
Gut, soweit das Vorgeplänkel. Begeben wir uns nun an die Sezierung von Hafnium, was den Chemikern unter uns als ein Molekül bekannt sein dürfte. Eins was durchaus radioaktiv sein kann und verschiedene sich wandelnde Stadien hat. Wer daraus jetzt Schlüsse auf das Konzept dieses Albums zieht, ist allerdings auf dem Holzweg. SLIK HELVETIKA mit den oben genannten Bands zu vergleichen ist genauso gefährlich wie ohne Schutzkleidung mit radioaktivem Material rumzuhampeln. Im Promoschreiben, die den meisten unserer zu besprechenden Scheiben beiliegt, steht etwas von „dröhnenden Klängen klassischen Metals“, was ich durchaus als reißerisch, allenfalls noch wohlwollend bezeichnen würde. Auf die Länge der Scheibe ist weder im Klang etwas Dröhnendes zu finden noch kann von ständig sich wechselnden Stadien die Rede sein. Die Songs gehen einer wie der andere durch die Membran ohne zerstörende Druckwellen oder gar Abwechslungsreichtum durch das Trommelfell zu jagen. Die Songs sind nett ohne richtig gut zu sein, klingen zwar nach den genannten Bands, aber immer nur kurzzeitig, denn auf die Länge eines ganzen Songs kann man das Niveau nicht aufrechterhalten. Schnell verpuffen die guten Ideen, jagt ein bekanntes Riffmuster das nächste um am Ende der guten halben Stunde einen mittelmäßigen Eindruck zu hinterlassen. Das Titelstück selbst wird von Mik Myers als epischer Song favorisiert. Nun, auch wenn in diesem Song der Tod seines Vaters verarbeitet wird, ist das Stück von „episch“ soweit entfernt wie Andrea Berg von Heavy Metal. Nee, so wird das mit der metallischen Weltherrschaft nichts und leider muss ich sagen, verpufft diese runde „Molekül“ schneller, als das richtige Molekül seine Stadien wechseln kann.
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