|
|
| Slave To The System, Eagle Records, 2006 |
| Damon Johnson |
Guitars, Vocals |
| Kelly Gray |
Guitar, Vocals |
| Roman Glick |
Bass |
| Scott Rockenfield |
Drums |
|
Länge: 48 Min 04 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Stigmata | 7. Disinfected |
| 2. Ruby Wednesday | 8. Gone Today |
| 3. Slave To The System | 9. Will You Be There |
| 4. Live This Life | 10. Leaves |
| 5. Cruise Out Of Control | 11. Ragdoll |
| 6. Abyss | 12. Walk The Line |
 |
Ein Blick zurück ins Jahr 2006: Die Band schimpft sich SLAVE TO THE SYSTEM und ist im Grunde genommen ein Zusammenschluss von Musikern aus zwei bestehenden Bands. Die Gründer sind Sänger und Gitarrist Damon Johnson (Ex-WITNESS, BROTHER CANE) sowie Bassist Roman Glick (BROTHER CANE). Die beiden finden in Kelly Gray (Ex-QUEENSRŸCHE) einen geeigneten zweiten Gitarristen. Was liegt da also näher, als dass der etatmäßige QUEENSRŸCHE-Drummer Scott Rockenfield die Felle gerbt? Die Leadvocals sollte ursprünglich ein gewisser Scotty Heard (SWEATY NIPPLES) beisteuern, doch der verließ die Formation wieder recht schnell. Also übernahm Damon Johnson auch dieses Ruder.
Musikalisch finden wir typischen Hard Rock vor, der um einige Zutaten aus dem Alternative ergänzt wird. Man hat hier munter drauf los komponiert. Die Einflüsse der beiden Stammbands halten sich in Grenzen. Wenn überhaupt, dann sind es eher BROTHER CANE, die sich auf diesem Rundling bedingt wieder finden. QUEENSRŸCHE, die spätestens seit dem Jahr 1986 mit ihrer Veröffentlichung "Rage For Order" als ein wenig progressiv gelten, werden in der schnörkellosen Mucke von STTS überwiegend außen vor gelassen.
Aber es rockt. Zu Beginn in Stigmata werden wir schnell Zeuge, welch unheimliche Wucht im Sound liegt. Rockenfield treibt die Band solide, aber kraftvoll an, Johnson und Gray bauen eine Gitarrenwand, in die sich die Bassgitarre von Glick eingräbt. Und auch Ruby Wednesday sowie der Titeltrack knüpfen nahtlos an. Diese beiden Nummern verkörpern den typischen Stadionrock. In Live This Life finden wir hauptsächlich in den gespielten Gitarren eine Spur von NICKELBACK, wo hingegen Cruise Out Of Control etwas konfus wirkt.
In starker Anlehnung an BON JOVI konnte man es leider nicht sein lassen, uns eine müde Ballade zu präsentieren. Ich hasse diesen Schmalz, weil er ein Fall für die 100. Auflage einer renommierten Sampler-Serie ist. Umso besser, dass STTS anschließend mit Disinfected wieder richtig abgehen und rocken, bevor wir mit Will You Be There nochmals das bereits beschriebene Elend hören. Innerhalb der letzten Tracks experimentieren die Jungs, was schließlich auch für mehr Abwechslung sorgt.
Unterm Strich ein sehr netter Ableger von BROTHER CANE und QUEENSRŸCHE, der mehr als eine Ergänzung darstellt. Es lohnt sich reinzuhören. Über den Mailorder RockFansHeaven kann man das Album momentan zum Schnäppchenpreis erwerben, und da gute Rockmusik nicht vergänglich ist, bleibt es auch vollkommen wurscht, dass dieses Album bereits 2006 erschienen ist.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|