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| Edge Of Night, Metal Mind Productions, 2009 |
| Clive Nolan |
Vocals, Piano |
| Mark Westwood |
Bass, Acoustic Guitar |
| Karl Groom |
Guitar, Backing Vocals |
| Mike Varty |
Keyboards, Backing Vocals |
| Nick Harradence |
Drums |
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Länge: ca. 200 Min |
Medium: DVD |
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| 01. A Matter Of Perspective | 12. Jigsaw |
| 02. The Hunger | 13. Dreams Of The Ferryman |
| 03. The Whistleblower | 14. Ring Of Roses |
| 04. Mephisto Bridge | Bonus: |
| 05. The Kruhulick Syndrome | Shadowland Live In Holland |
| 06. The Waking Hour | Interview with Clive Nolan and Karl Groom |
| 07. Painting By Numbers | Biography |
| 08. Hall Of Mirrors | Discography |
| 09. The Edge Of Night | Photo Gallery |
| 10. U.S.I. | Desktop Images |
| 11. The Seventh Year | Websites |
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Witzig, da gibt es jetzt doch tatsächlich zwei Bands, die den Namen SHADOWLAND tragen. Zu einem die Melodic Metaller aus Schweden, die anderen sind die Neo Progger aus Großbritannien, und um diese Neo Progger geht es in meinem Bericht heute.
Gegründet wurde diese Formation in den frühen 90ern von Clive Nolan und Karl Groom. Schon springen zwei äußerst bekannte Namen einem entgegen, ist der eine durch Bands wie ARENA, PENDRAGON und CAAMORA und der andere Name hauptsächlich durch die Band THRESHOLD bekannt geworden. Bis 1996 sind 3 Alben erschienen, danach entschloss man sich SHADOWLAND erst einmal ruhen zu lassen und sich anderen Projekten zu widmen.
Nach 12 Jahren der Ruhe entschloss sich Clive SHADOWLAND wieder zu reformieren um die Bühnen zu rocken, zumal deren drittes Album "Mad As A Hatter" nie live performed wurde. Ja, und während ihrer Tour gastierten SHADOWLAND auf dem Prog Rock Festival in Katowice, Polen und ihre Show wurde für die DVD "Edge Of Night" gefilmt. Übrigens konnten alle Originalmitglieder, bis auf den Bassisten Ian Salmon (ARENA) der durch Mark Westwood (CAAMORA, NEO) ersetzt wurde, rekrutiert werden.
"Edge Of Night" ist wahrlich nicht die erste DVD aus dem Hause Metal Mind Productions in meinem Besitz, im Gegenteil, man könnte das Theater schon fast als mein virtuelles Wohnzimmer betrachten, und wie schon bei den anderen Produktionen ist Bild und Ton als perfekt zu bezeichnen. Musikalisch gibt es sozusagen eine Best of aus den bisher drei veröffentlichten Alben, selbstverständlich aus der Sicht der Band, denn aus meiner Sicht fehlen hervorragende Nummern wie Half Moon Street, When The World Turns To White und Through The Looking Glass. Ja, nach meiner Meinung ist das zweite Album "Through The Looking Glass" das beste Werk, gefolgt von "Ring Of Roses".
Hm, einige werden sich nun sicherlich fragen: Wie klingt denn überhaupt die Musik von SHADOWLAND? Nun, man hört überdeutlich, dass Clive Nolan für die Musik verantwortlich ist und man könnte die dargebotene Mucke als Light-Version von ARENA sehen, oder auch ein bisschen MARILLION, allerdings aus der Fish-Ära. Es gibt hier Tasten-Dominanten und total melodischen Neo Prog auf die Ohren, der zumeist im ruhigen bis mittleren Tempo angesiedelt ist und wenn ich an den Kollegen Dietrich denke, eher lieblich statt rockig ins Ohr dringt. Der E-Gitarre gibt man allerdings ebenfalls genug Raum um sich zu entfalten.
Man kennt Clive Nolan hauptsächlich als den Mann hinter seinen diversen Keyboards, bei SHADOWLAND ist er allerdings in die Rolle des Frontmannes geschlüpft und hat den Gesang übernommen, was auch recht gut klingt. Jedoch ist durch unbeholfene Gestiken deutlich zu sehen, dass diese Rolle nicht zu seiner komfortablen Zone gehört. Die Keyboards werden von Mike Varty bedient, so manchem bekannt durch LANDMARQ, CREDO, JANNISON EDGE, Mick Pointers Projekt SCRIPT FOR A JESTER'S TEAR. Er hat alle Hände voll zu tun. Karl Groom, zum einen bekannt als Musikproduzent und zum anderen als Gitarrist bei THRESHOLD, ist für den Gitarrensound zuständig. Tja, und wie schon bei THRESHOLD gesehen, sorgt er auch hier nicht gerade für anheizende Stimmung. Da fällt mir der Bericht zur CREDO DVD meines Kollegen Dietrich Gastrock ein, denn was die Atmosphäre betrifft verhält es sich hier ähnlich. Die Protagonisten spielen die Stücke runter und das sitzende Publikum applaudiert danach und manchmal lässt es sich auch während einem Stück (The Waking Hour) zum Klatschen verführen. Zwischen den einzelnen Songs hat jedoch Clive immer etwas zu erzählen, was die Sache ein wenig interessanter macht. Es wird halt typischer Neo Prog geboten, der von Party-Mucke weit entfernt ist.
Kommen wir nun zu den Extras, die unter anderem ein Video von einem Konzert in Holland beinhalten, das meiner Meinung nach vollkommen unnötig ist. Denn dieses Video bietet fast nichts was es interessant macht es sich anzuschauen. Selbst die Setlist weicht bis auf einige fehlende Tracks nicht von der Show in Polen ab. Auch gibt es seitens der Musiker keine sonderliche Veränderung bei der Performance. Das Publikum, dieses mal stehend, verhält sich ähnlich ruhig und zuhörend. Auch hier erzählt Clive Geschichten, unter anderem, dass SHADOWLAND vor 13 Jahren schon mal in Holland spielten, allerdings vor größerem Publikum. Was ja nur bedeuten kann, dass diese Show nicht so stark besucht war. Tja, es ist ja bekannt, dass Clive Nolan von den Prog-Liebhabern eher belächelt wird und so erzählt er die Geschichte zu Einladungen des amerikanischen "Progfestes" (Nearfest, glaube ich) und setzt das Wort "Prog", wie ich es hier mache, virtuell mit den Fingern in Anführungszeichen. So erzielt man einen ironischen Beigeschmack mit der Geschichte. Auch macht er deutlich, dass SHADOWLAND (wie auch z.B. CAAMORA) nicht als Prog-Band gedacht war. Clive nutzt quasi jede Veröffentlichung um seinen Standpunkt in Bezug auf Prog klarzumachen. Edge Of Night, übrigens ein neuer Song, beendet den Video-Mitschnitt des Konzertes aus Holland.
Als weitere Extras gibt es noch ein Interview, das mit Clive Nolan und Karl Groom geführt wurde, wobei man auch etwas über die Entstehung des Songs mit dem seltsamen Namen The Kruhulick Syndrome erfährt. Außerdem sind noch Biographie, Discographie, Photogalerie, Desktop-Images und Webseiten enthalten.
Hm, nun möchte ich mich schon als Fan des Neo Prog bezeichnen, jedoch nehme ich Abstand davon, dieser Veröffentlichung die Tipp-Graphik zu geben. Denn "Edge Of Night" von SHADOWLAND ist nett anzuschauen, mehr aber auch nicht. Nun gibt es dieses Teil noch als Limited Edition, das heißt, außer der DVD sind noch 2 CDs mit Live-Aufnahmen dabei. Das dürfte jedoch nur den Die-Hard-Fan interessieren.
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