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Robin Brock

Blame It On Rock'n'Roll / Hidden Power

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Blame It On Rock'n'Roll
Hidden Power
Robin Brock
Blame It On Rock'n'Roll, A2 Records, 2002
Jorn Andersen Drums
Robin Brock Vocals
John Capek Keyboards
Danny Jacob Guitars
Steve Webster Bass
Brian Newcombe Bass # 11
Marc LaFrance, David Steele Background Vocals
Produziert von: John Capeh Länge: 47 Min 24 Sek Medium: CD
Hidden Power, The Rock Empire, 2003
Richard Baker Organ
Robin Brock Vocals
James Kottak Drums
Alex Ligertwood Background Vocals
Tim Pierce Guitars, Sitar
Gäste:
Randy Bachman Guitar # 1,11
Produziert von: Keith Olsen Länge: 48 Min 04 Sek Medium: CD
Blame It On Rock'n'Roll
1. Pickboy Rules7. Just A Fantasy
2. She's Outta Control8. If I Can Forget
3. You Lost Your Heart9. Lipstick And Lace
4. Rockin' On The Airwaves10. It's My Heart
5. I Lied 11. Drowning
6. Burning Up
Hidden Power
1. I'm Doin' Fine (Without You)7. I Surrender
2. These Walls8. In This Skin
3. (I Wish You Could) Read My Mind9. After the Storm
4. Don't10. Naked
5. The Game11. Goddess of Rock N' Roll
6. You Let Me12. That Scares Me

Die drei Cover zeigen interessanterweise genau auf, wie sich Robin Brock musikalische entwickelt hat - und vielleicht auch als Person; aber das wissen wir hier natürlich nicht (obwohl der bei der Besprechung der CD Monsters beigefügte Klappentext natürlich einiges vermuten läßt). Jedenfalls habe ich auch ihr Bild vom Monsters Booklet zwecks besserer Anschauung nochmal beigefügt.
Ist sie auf der ersten CD noch als 'gorgeous Redhair' dargestellt, ziemlich konventionell im Auftreten, zeigt die zweite CD, wo sie sich - auf dicke Hose machend - als Goddess Of Rock'n'Roll vorstellt, ironischerweise eine ziemlich verschüchtert in die Kamera blickende junge Frau, die so garnichts von eine Rock Göttin hat (und auch keine Hidden Power vermuten läßt).
Monsters zeigt sie dann mit einem Blick in die Kamera schauend der nichts Gutes verheißt - Don't you mess with me, man!

Diese Wandlung spiegelt sich auch in der Musik wieder. Blame It ... beginnt durchaus als knallige Rockplatte - einem explosive Double Bass Heavy Rock Intro Pickboy Rules folgt mit She's Outta Control ein Classic Rock Track mit einem stellenweise etwas poppig Appeal; die Sache rockt munter vor sich hin, mit netter Bridge in der Mitte.You Lost Your Heart nimmt das Tempo zurück, bleibt aber in rockigen Gefilden. Rockin' The Airwaves und Burning Up bieten treibenden Rock'n'Roll, und auch Lipstick And Lace ist rockig, mit netten Gitarrenbeiträgen (und wir lernen, dass Robin keine rote Unterwäsche trägt).Der Rest sind eher unerheblich Popsongs. Alles in allem hat man das Gefühl, dass die Band möchte richtig losrocken möchte (und auch könnte, wie ja auch am Anfang gezeigt wird), und mehr kann als sie hier zeigt, aber etwas um des Popappeals Willen gebremst wird - auf der Suche nach Shania Twain?. Die Produktion ist etwas blechern.

Hidden Power dreht diese Verwandlung von der Rock Sängerin zur Pop Göttin in der Track Teihenfolge genau um - der Anfang zeigt Robin wieder auf der Suche nach Shania, aber The Game, You Let Me und vor allem I Surrender sind guter, treibender Rockstoff; Naked ist ein eher düsterer, textlich interesanter Abgesang an alle Vertraulichkeit - aus der Sicht eines Table Dancers (!) und Goddess of Rock N' Roll eben der gesungene Anspruch auf den Rock-Thron. Der Rest sind langsamere Rocker oder Pop Songs.

Beide Platten sind nicht schlecht, und die genannten Rocksongs sind auch wirklich gut; was die Sache fraglich macht, ist die Unentschlossenheit, man kann das auch die Suche nach dem Best Of Both Worlds nennnen, mit der hier zu Werke gegangen wird. Shania und Pat Benatar auf einer CD und in einer Person - das hinterlässt eben bei Freunden beider Sängerinnen unerfüllte Wünsche. Dabei hat Robin so eine metallene Kraft in ihrer Stimme versteckt - die Hidden Power, die auch die schwächeren Songs erträglich sein läßt, aber sie kommt eben auch nicht so richtig zum Zug.

Den Anspruch, eine veritable Rocksängerin zu sein, löst Robin dann mit Monsters voll ein. Soweit ich weiß bestehen Pläne, das Ms Brock im Herbst eine Europa Tournee macht. Darauf kann man gespannt sein, denn die drei CDs enthalten genug gute Songs, und mit Live Power dürfte das dann eine gute Sache werden.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 24.04.2010

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