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| Uninvited Dreams, Metal Mind, 2009 |
| Bartek Bereska |
Guitar |
| Lukas Lisiak |
Vocals, Bass |
| Rafal "R6" Paluszek |
Keyboards |
| Adam Podzimski |
Drums |
| Produziert von: Marcin Chlebowski |
Länge: 64 Min 57 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Uninvited Dreams | 5. Is The Devil From Spain? |
| 2. My Nightmare Is Scared Of Me | 6. Is That Devil From Spain Too? |
| 3. Childmare (A Goodnight Story) | 7. Neverending Dream |
| 4. Lack Of Dreams | |
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Da sind sie also wieder: Die vier Herren aus Polen mit dem Namen, der nach einer "Gute-Laune"-Stadt in Benin (Afrika) benannt ist. Auf ihrem letzten Dreher The Body Parts Party hatten sie uns noch mit den anatomischen Zusammenhängen der Wirbelsäule mit anderen Körperorganen vertraut gemacht, nun schalten sie eine Stufe weiter und begeben sich auf die psychologischen Ebenen des Menschen. Es geht um die ungebetenen Träume - etwas, gegen das wir relativ wenig unternehmen können. Hm, das ist jetzt nicht so neu, denn auch RIVERSIDE und PURE REASON REVOLUTION hatten sich bereits in den letzten Jahren dieser Thematik angenommen - um nur zwei Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit zu nennen. Also, thematisch nichts Neues und musikalisch?
Zumindest eine Steigerung zum Dreher aus 2008 ist zu verzeichnen. Meinem Erachten nach dominiert die Gitarre noch mehr und Lukasz Lisiak hält sich mit seinen Gesangseinlagen mehr zurück. Ob das die Antwort auf die Kritik ist, die aus vielen Reviews rüberschwappte? Ich weiß es nicht, mir persönlich gefällt die Stimme ganz gut, passt sie sich der Musik doch ziemlich gut an. Der Sound kommt klarer rüber als bei der Körperparty und entwickelt wesentlich mehr Druck als beim Vorgänger.
Insgesamt wirkt das Album also rockiger, was sich besonders in den instrumentalen Teilen der einzelnen Songs bemerkbar macht - eben dann, wenn die Gitarre soliert und die Band dazu im Hintergrund Gas gibt. Da macht das Zuhören richtig Spaß. Sehr gut ist die Hinzunahme einer Sängerin, die den Songs eine weitere Facette hinzufügt. Schön zu bemerken ist, dass man sich nicht in Frickel Orgien ergießt, sondern es dem Hörer ermöglicht, den Instrumentalteilen auch ohne Musikstudium zu folgen. Es klingt nicht altbacken, lässt aber trotzdem Querverweise auf die Subgenres des Prog aufblitzen. Von floydig schwebenden Keyboards über krachenden Gitarren mit entsprechend treibenden Doublebass-Attacken bis hin zu leichten Ausflügen in den Jazz verwursteln die Polen ziemlich viel und das entsprechend gut. Guter Beweis dafür ist das herausragende Lack Of Dreams, das mit seinen 13 Minuten auch zu den längsten Tracks auf dem Dreher gehört. Wer das Album noch nicht hat, dem Prog nicht abgeneigt ist, sollte hier schnellstens zugreifen.
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