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Klage

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Klage
Klage, Metal Axe Records, 2007
NumenGesang
RudiatorElektrik
DaweGitarre, Gesang
Cpt. LoftBass
RaweNSchlagwerk
Produziert von: Rudolf Heimann Länge: 58 Min 32 Sek Medium: CD
1. Altes Lied7. Requiem
2. Klage8. Menschliches Elende
3. Allerseelen9. Gesang der Geister über den Wassern
4. Schwanenlied10. An einem Grabe
5. Sehnsucht11. Requiem (Noise RMX)
6. Und die Hörner des Sommers verstummten12. Klage (Clubmix)

Sehr schön. LEICHENWETTER bleiben auch bei ihrem zweiten Album "Klage" ihrem Konzept treu. Sie machen sich die Texten von großen Literaten wie Heyne, Schiller, Goethe oder Hesse zu eigen und umhüllen sie musikalisch mit einem Gewand aus Metal, Gothic und Elektronik.

Auf den ersten Hördurchgang wirkt "Klage" etwas metallischer, begegnen einem doch gleich in den ersten beiden Songs ein AC/DC-Gedächtnisriff und ein klassischer ACCEPT-Groove. Doch keine Sorge, auch das bekannte Stakkato-Riffing untermalt von Elektro-Klangfarben, typisch für die Neue Deutsche Härte, finden sich schon bald wieder in den Arrangements. Und was wären LEICHENWETTER ohne ihren Pathos, ihre erhabenen Melodiewogen, die einen in die Schattenwelt davon tragen.
Wenn wir ehrlich sind, die Zutaten, sind wohlbekannt, doch die wahre Kunstfertigkeit der Band besteht darin, sie sich zu eigen zu machen und daraus etwas Neues und Unverwechselbares zu erschaffen, was letztendlich LEICHENWETTER ausmacht.

Im direkten Vergleich zu "Letzte Worte" wirkt "Klage" eine Spur reifer. Die einzelnen Stilelemente werden noch harmonischer miteinander in Einklang gebracht, auch die Arrangements wirken flüssiger und runder. So zeugt "Klage" von einer erfreulichen Weiterentwicklung einer Band, die zwar mit ihrem Debüt bereits zu ihrer unverwechselbare Identität gefunden hat, jetzt aber zum Feinschliff auf dem Weg zur Perfektion schreitet.
Was sich jetzt geradezu noch aufdrängen würde, wäre einmal eine gemeinsame Tournee mit UMBRA ET IMAGO. Zuerst eine literarische Lesung, untermalt von LEICHENWETTERs Poetic Gothic Metal, und dann als eher bauchlastiger Gegenpol Mozarts neckische Spielchen. Für mich klingt das nach einer abwechslungsreichen und gelungenen Abendgestaltung.

Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 12.05.2007

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