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| Steel Of Swabia, EMI Music, 2008 |
| Hannes |
Vocals |
| Ande |
Guitar |
| Jim |
Guitar |
| Steffen |
Bass |
| Andi |
Drums |
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Länge: 41 Min 56 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Let's Get Freaky | 7. Zombie |
| 2. Out In The Rain | 8. Welcome To The Jungle |
| 3. Steel Of Swabia | 9. Heartattack |
| 4. Against The World | 10. Lie For Me |
| 5. My Religion | 11. Ready Steady Thunder |
| 6. Only The Good Die Young | |
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Promo-Zettel: "… wir leben das … Sound-Orkan … Musiklandschaft aufwirbeln…". Zettel weg, den Rest kann man eh auswendig. Das Logo auf dem Cover, der Plattentitel "Steel Of Swabia" [sic], die Songs Against The World, Only The Good Die Young und gar My Religion (was kommt da wohl im Refrain, wenn es sich nicht um eine Bibelwerfer-Kapelle handelt?), das schreit alles so derart nach Pommesgabel und sämtlichen anderen Metal-Schablonen, dass man die CD erst nach einer ganz harten Woche, anstatt MOTÖRHEAD oder JUDAS PRIEST, auflegen mag. An einem Abend, der dringendst nach Entspannung per Headbanging schreit.
Nur, wann ist eigentlich heutzutage keine harte Woche?
Die Kerle auf den Fotos bei MySpace kommen aus Baden-Württemberg und sehen verdächtig jung aus, was sie von den üblichen Hartwürsten erheblich unterscheidet. Also Teutonen-Metal? Zur Beruhigung: Nur ein kleines bisschen. KISSIN' DYNAMITE machen ziemlich internationalen Heavy Rock, der aus Schweden, Ohio oder sonst woher kommen könnte, aber es ist in der Tat Heavy Rock. Und zwar einer der alten Schule. Das muss man dann erst sortieren. Milchgesichter, True Metal, 2008. Und die EMI als Label. Hat die auch für die Streicher bei der Ballade Against The World gesorgt, die so elendiglich nach den SCORPIONS klingt?
"My religion is Rock and Roll, my religion will save my soul". Yes, Sir! Wissen wir aber schon lange, trotzdem steigt man auf so einen Chorus immer wieder willig ein. Heidernei, wie der Schwabe sagt, diese Buben machen überhaupt nichts neues oder gar überraschendes, aber es kommt bretthart angerauscht. Und es hat handwerkliche Qualität, die man von grünen Jungs nicht erwartet. Zugegeben, irgendwann spickt man doch auf dem Infoblatt, da steht, dass KISSIN' DYNAMITE zwischen 15 und 17 sind. Juveniler als TOKIO HOTEL und dann so eine Kelle schwingen?!? Der Sänger heißt Hannes, singt einen (nicht nur) bei Heartattack schwindlig und klingt wie ein Abkömmling von Axl W., Jon Bon und Klaus M. zu gleichen Teilen. Man sollte ein ernstes Wörtchen mit der Mama von Hannes wechseln… Herrgott, Frau Mutter könnte jünger sein als der Rezensent, dem an dieser Stelle Angst und Bang wird.
"Steel Of Swabia" ist eine so überzeugende Produktion, dass man beinahe an der Echtheit zweifeln könnte. Gitarrenlinien, die man von den alten Helden schon lange nicht mehr gehört hat, der Gesang geht durch und durch, die Songs haben fast alle den berühmten Mitmach-Faktor, der Sound ist perfekt. Wenn das alles authentisch ist, sind KISSIN' DYNAMITE nicht nur eine Hoffnung, dann sind sie die neuen Metal-Stars. Die Ähnlichkeiten zu BON JOVI, GUNS N' ROSES, den Hannoveranern und allen anderen Verdächtigen werden sich mit zunehmendem Alter verwachsen.
Zurück bleibt ein verwirrt vor sich hin brabbelnder Schreiberling, der in seiner Zeitschleife sitzt und sich über die beste Heavy-Platte des Jahres 1987 freut.
P.S.: Die VÖ dieser CD erfolgt nun endlich, nach monatelanger Verzögerung, am 18. Juli 2008.
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