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| Joshua Singleton, Eigenvertrieb, 2009 |
| Joshua Singleton |
Lead Vocals, Acoustic & Electric Guitars, Harmonica |
| Chuck McGill |
Steel Guitar & Lap Steel |
| Jonathan Singleton |
Acoustic & Electric Guitars, Dobro |
| Justin Dudley |
Piano & Organ |
| Jake Wolf |
Bass |
| Joey K. |
Drums |
| Nadine & Nicole Bond, Cassandra Lee |
Background Vocals |
| Produziert von: Joshua Singleton, Jonathan Singleton, Jim Arrendell |
Länge: 54 Min 46 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Take Me To The Water | 7. Having A Plan |
| 2. Another Sunday Morning | 8. Feel Something |
| 3. Smoking Cigarettes | 9. A Crow And A Dove |
| 4. To Swing Infinity | 10. Stepping Stones |
| 5. All Over Again | 11. Confession |
| 6. Falling Down | 12. Meteorite |
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Der gute Jotschwa musste Musiker werden - sein Großvater hing mit Elvis rum, sein Bruder Jonathan ist eine Country-Größe, Mama eine Singer/Songwriterin - was willst du da sonst machen; und natürlich war Brüderchen auch an der Albumproduktion beteiligt.
Als allererstes fällt, neben der family-affair poliert-rauen Produktion (also weder Fisch noch Fleisch, muss man sagen; ein bisschen mehr Sandpapier hätte dem ganzen noch einige extra PS verschafft), die wirklich sehr gute Stimme von JS dem Jüngeren auf. Man ist an Rod 'The Mod' Stewart , aber auch John Mellencamp erinnert. Auch hätte man diese Stimme mehr herausstellen können, so aber fügt sie sich 'nur' gut ins Gesamtbild ein - und bleibt trotzdem sehr bemerkenswert.
Take Me To The Water erinnert an frühe Tom Petty Songs, vielleicht so à la Even The Losers, inklusive der Orgel und Gitarrensoli. Nett, und der Song hat auch diese unterschweillige Spannung.
Another Sunday Morning schleicht sich über Stimmengewirr in einer Bar im Background unauffällig an dich ran, plötzlich eine volle Riff-Breitseite, und das ganze entwickelt sich zu einem prächtigen Midtempo Roots Rocker, und erinnert vom Thema her an Joshua Kadisons Jessie - sind wir nun ein Liebespaar oder nicht: "She pour me a drink and I sing her a song..."? Joshuas Stimme trägt den Song, der in der Mitte doch noch mangels Abwechslung oder Break abzusaufen droht.
Smoking Cigarettes bringt die unvermeidliche Lap Steel und kündigt wie jeder Pedal/Lap Steel Einsatz in amerikanischen Songs Romantik und Drama an, das ist hier natürlich auch so. Und wer singt auch immer gerne über große Dramen kleiner Leute? Genau, Altmeister Bob Seger, und an den ist man hier von Ferne erinnert.
Dann kommt der Repeat-Taste-Song #Eins: To Swing Infinity. Geschickt wird mit den Erwartungshaltungen des Zuhörers hinsichtlich Takt- und Rhythmusänderungen gespielt, und immer wenn du denkst, jetzt geht's los, tritt Joshua auf die Bremse, um dann an anderer Stelle Gas zu geben. Gut gemacht, wunderbare Slide. Ein Key-Song des Albums.
Dann kommen ein Popsong und drei Balladen, die es eigentlich nicht braucht, da hätte Joshua sich noch mal ins Kämmerlein zurückziehen und was anders schreiben können. Man ist etwas enttäuscht, aber die Songs als solche sind nicht so schlecht, dass die CD aus dem Player fliegt. Sie ziehen so vorbei, ohne zu ärgern, denn da ist ja noch wie gesagt diese Stimme. Und die Texte sind gut. Feel Something ist ein netter Lovesong der unpeinlichen Sorte, wenngleich die jaulige Schwester der Slide, die Lap Steel, wieder ihr Unwesen treibt. Und wenn du hoffst, es geht jetzt wieder besser weiter, kommt mit A Crow And A Dove noch eine Ballade. Ja, gibt es denn hier irgendwo Plüsch im Angebot? Ich versteh' ja, dass Joshua gern schön singen will, sei ihm gegönnt; aber, Mann, Joshua, das ist nicht ein bißchen viel des schönen Gesingsangs?
Na also, Stepping Stones, die Nadel weist wieder in die richtige Richtung, wenngleich das immer noch sehr gebremst ist. Da ist sie wieder, diese unterschwellige Spannung im Song, mit richtig nettem Southern Chorus.
Confession - die Orgel erzeugt Gospelstimmung. Obwohl das wieder ein langsamer Song ist, überzeugt Joshuas gute Phrasierung. Soulig, black, erinnert an Steve Marriotts Soul-Songs von "Eat It", mit guten Background Chor, und geht als 'gut' durch. Meteorite ist dann der obligate schnelle Rock'n'Roll-Rausschmeisser mit Harp.
Alles in allem ein sehr netter erster Versuch, mir allerdings mit zu vielen langsamen, schwerfälligen Songs in der Mitte der CD. Ein herausragender Sänger, das ist er, und wenn er vielleicht beim Songwriting noch etwas zulegt, könnte das was ganz Großes werden.
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