HoR Logo kl CD-Review:

Logo Joe Cassady

The 47th Problem

Logo Home-of-Rock

Link Homepage:
Offizielle Joe Cassady Homepage
Link Homepage:
Joe Cassady @ MySpace.com
Link Kaufen:
CD Baby
Link Plattenfirma:
Avenue A Records
Link Plattenfirma:
Avenue A Records @ MySpace.com
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
The 47th Problem
The 47th Problem, Avenue A Records, 2009
Joe Cassady Vocals, Guitar
Aaron Gardner Bass
Robert Bonhomme Drums
Shu Nakamura Guitar, Mandoguitar, Keyboards, Backing Vocals
Melissa Masser Backing Vocals
Anthony Bax Percussion
Produziert von: Joe Cassady & Rod Hohl Länge: 48 Min 19 Sek Medium: CD
1. 47th Problem7. G3 Blues
2. Thin Ice8. Big Wave
3. Beirut Boogie9. Joshua
4. Find My Way Home10. Heavy Poems
5. Willie Mays11. 9th Floor
6. The Only Thing

Zweite CD - nach "What's Your Sign" von 2007 - der Roots Rocker um Joe Cassady, die fulminant mit einem Up Around The Bend-ähnlichen Rocksong startet, und damit große Hoffnung weckt. Das klingt zwar etwas dreckiger und erdiger als CCR seinerzeit, aber mehr als 30 Jahre gehen ja auch nicht einfach so ins Land. Die Ähnlichkeit liegt hier in dem Intro per Lead-Guitar Motiv, worauf dann die Band einsteigt; dieses Motiv wird dann im Lauf des Songs wiederholt - well done.

Danach wird es etwas weniger schwungvoll, aber die gut abgehangene Mischung aus alternativen Country, Rock'n'Roll und Blues erinnert mich vom Sound her ziemlich an frühen die DRIVE-BY TRUCKERS, und das ist ja nicht schlecht. Es knackt und knarzt und rumpelt im Gitarrengebälk, und die Drums und der Bass unterstützen diesen home-made Eindruck. Besondere Erwähnung sollte dabei der schon zahlreiche eigene CDs veröffentlicht habende Gitarrist Shu Nakamura finden, der eben u. a. das erwähnte Guitar-Motiv aus dem 47th Problem beisteuert.
Das 47. Problem betrifft den Satz des Pythagoras zum Verhältnis der Seiten eines Dreiecks, bzw. wenn du zwei Informationen über eine Sache hast, kannst du auf eine dritte schließen.

Joe Cassady & The West End Sound Die Songs werden von Mr. Cassady intoniert - und hier liegt die Schwäche des Albums. Er hat nicht keine, sondern eine Unstimme: vom Stil her zu vergleichen mit Hildegard Knefschem Understatement oder Lou Reeds Vokalisierungen, hält er die Vocals immer schön cool; aber das kann man nur dann machen, wenn man bei dieser Art Gesang die Töne trifft oder à la Reed immer bewusst völlig daneben liegt; aber er ist hier irgendwo dazwischen, und das klingt dann eher verunglückt. Da sollte er sich vielleicht mal zwecks besserer Anmutung nach jemandem anderen umsehen - obwohl diese Art zu singen natürlich ein Stilelement ist, das dem eher melancholischen Gehalt seiner Texte entspricht - oder sich voll den Lou Reed geben.
Natürlich erinnert das dann auch an Herrn Zimmermann-Dylan, und die Texte wollen sich auf ähnlich intellektuellem Niveau wie frühe Dylan Texte bewegen, sie werden also B-E-D-E-U-T-U-N-G buchstabiert. Lauter 'Heavy Poems', und nichts von der Leichtigkeit des Pop; Fünf-Gänge-Menü anstatt Fast Food, if you know what I mean.
Wunderbar das verspielte Booklet im Comic-Stil mit allerlei Andeutungen und Rätseln; wer will kann hiermit sehr viel Zeit verbringen und das ganze ist nah am guten alten LP-Cover; added-value - so kann man das auch machen, um Käufer von den MP3s weg zu gewinnen.
Gut ist es musikalisch immer dann, wenn Joe eine vernünftige Hookline eingefallen ist und/oder das Tempo angezogen wird - also etwa im G3 Blues, im Boogie Beirut Boogie oder in den Country Rockern Thin Ice und Find My Way Home, und zwar besonders dann, wenn das von Shus Slide verziehrt wird.
Joshua, ein Shuffle, kommt vom Text her etwas leichter rüber, und stellt das Thema 'Junge, was soll nur aus dir werden' nett dar. Langweilig sind langsamere Tracks wie Willie Mays und The Only Thing.
9th Floor beendet die Sache als schneller Rocksong mit Tempostop in den Versen, das dann zum Refrain hin anzieht, gut abgestimmt zwischen akustischen und stromistischen Gitarren, und wieder diese gute Slide.

Summa summarum ein gutes Angebot für Fans dieser Musikrichtung mit mehr Highlights als Mülleimernummern.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 21.04.2009

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:


 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum