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| The Will To Create, Secret Port Records, 2007 |
| John B. |
Guitars |
| Tasso K. |
Lead Vocals |
| Ilias X. |
Drums |
| Kosmas Aronidis |
Bass |
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Länge: 47 Min 07 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Institutionalized | 6. The Will To Create |
| 2. Ruins Of Mine | 7. More Than You |
| 3. Releasing The Insides | 8. Trapped In Memories |
| 4. Still Return | 9. The Fall |
| 5. Broken, Denied But Finaly Strong | |
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Machen wir einen Schwenk nach Griechenland. Wir wissen nicht erst seit FIREWIND, die sich dem Melodic Power Metal verschrieben haben, dass es dort zahlreiche und gute Bands gibt. Eine von diesen heißt HYBRID. Diese Band hat sich im Jahr 1999 gegründet und in der Folge zwei Demos aufgenommen. Aufgrund positiver Resonanzen konnten sie einen Deal mit dem Indie-Label "Secret Port Records" abschließen. Mit der Firma im Rücken bringen HYBRID ihr Debüt "The Will To Create" auf den Markt. Drei feste Bandmitglieder bilden derzeit das Line-up, dazu hat man sich mit Kosmas Aronidis am Bass für die Aufnahmen einen Gastmusiker gesichert. Kopf der Band dürfte John Barbagiannis (ex-WOLFCRY), kurz John B., sein.
Einen musikalischen Vergleich zu finden fällt mir in diesem Fall gar nicht so leicht. Die Begleitpapiere bieten u. a. EXODUS und TESTAMENT an. Nee, da muss ich widersprechen. NEVERMORE? Ja, auf alle Fälle schon eher.
HYBRID sind hart und schnell. Sie schweifen an einigen Stellen in den Thrash ab, finden sich in weiten Phasen im True Metal wieder, und sind auf Grund ihrer vertrackten Abläufe innerhalb der Songs ein Stück weit progressiv. Der zuletzt genannte Anteil reicht sicher nicht, um HYBRID den Stempel "Progressive Metal" aufzudrücken, und doch fällt mir außerordentlich positiv auf, dass sich das Quartett innerhalb seiner Kompositionen kreativ und selten monoton zeigt.
Genretypisch drücken Bass und Gitarren im Einklang, HYBRID legen von Beginn an (Institutionalized) einen ordentlichen Riemen auf die Orgel. Dabei spielen sie bestimmte Schemata in den Zwischenparts, die an frühere Zeiten von IRON MAIDEN erinnern. Wuchtige Double Basses ergeben treibende Drums, Sänger Tasso K. hat erfreulicherweise kaum Probleme dem Tempo stand zu halten. An seinen Melodien sollte er noch ein wenig arbeiten, sonst wird es schnell etwas eintönig.
Die Riffs an sich sind altbacken. Aber was soll man machen? Irgendwann ist so ziemlich alles verbraucht. So avanciert Ruins Of Mine zwar zu einer Art Hymne, kann aber seine Ähnlichkeit zu vielen anderen alten Klassikern nicht verschleiern.
HYBRID haben Power und Ausdauer, verfrickeln sich in Releases The Insides ein bisschen, zeigen in Still Return ihre sanfte Seele, bevor sie dann in Broken, Denied But Finaly Strong an alter Stelle wieder ansetzen.
Beste Nummer ist für mich der Titeltrack The Will To Create, allerdings hat es auch das folgende More Than You in sich. Die Formation hat hier eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Komposition vorgelegt. So etwas macht dann Hoffnung, dass HYBRID recht schnell aus dem Underground hervortreten. Die Frage ist, ob es gerade im Sumpf der unendlichen Weiten des Heavy Metal reichen wird, überregional auf sich aufmerksam zu machen. Die Jungs haben einiges drauf, bieten auf ihrem Debüt eine saubere Produktion und einen super Sound. Mal sehen, was folgt, der Markt bietet unheimlich viel. Allerdings auch viel Schrott. Deswegen sollte der aufgeschlossene Fan durchaus ein Ohr in Richtung Griechenland riskieren. Dort weiß man, wie die Mucke zu klingen hat.
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