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Hellish

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Hellish
Hostal Handshake
Hellish, Secret Port Records, 2007
Markos Lead Vocals, Guitars
Kapsman Jr. Bass, Vocals
Matis Drums
Länge: 51 Min 18 Sek Medium: CD
1. Going Crazy6. Reveries
2. Born That Way7. Hellish
3. Savage Rose8. Form Of Agony
4. My Own Dominion9. Maythem Under Control
5. Standing In The Corner

Wir begrüßen im Home Of Rock "per Handschlag" die griechische Metal-Formation HOSTAL HANDSHAKE, die sich bereits 2001 gründete. Diese junge, aus Athen stammende und durchaus ambitionierte Band hat im vergangenen September ihr erstes und offizielles Debüt-Album mit dem Titel "Hellish" veröffentlicht. Dazu hat ihnen das Label "Secret Port Records" eine Chance gegeben, nach dem man sich seit dem Jahr 2002 mit drei aufeinander folgenden Demo-Veröffentlichungen regional recht ordentlich über Wasser halten konnte. Dazwischen gab es Auftritte mit Bands wie u. a. X-PIRAL, MANDRAKE und FADED HOPES.

HOSTAL HANDSHAKE sind ein Trio, und das hört man auch. Die Gitarren brutzeln kräftig, werden aber immer mit Bedacht so eingesetzt, dass einer späteren Live-Darbietung nichts im Wege steht. Insofern muss man den Jungs Respekt zollen, denn der Sound ist dicht, die Bassarbeit einigermaßen solide und das Schlagzeug knallt. Man versucht auch gar nicht erst das Rad neu zu erfinden. In Born That Way erklingen HOSTAL HANDSHAKE im Stile einer ultraharten Joan Jett und man spürt, dass Rock'N'Roll in den Adern der Band fließt.
Leider wird in Savage Rose fast ausnahmslos geschreddert und My Own Dominion lädt zwar ohne Zweifel zum Mitgrölen ein, allerdings sollten HOSTAL HANDSHAKE aufpassen, dass sie mit solchen Songs nicht zur reinen "Sauforgien-Combo" verkümmern.
In Reveries wird der Crunch aus den Klampfen herausgenommen, was bleibt, ist ein Abstecher in den Independent, in dem man ausgesprochen rhythmisch zu Werke geht.
Dem Titeltrack Hellish widmet man sich über 8 Minuten lang, und in genau diesem lassen sich die Bandmitglieder in ihre musikalische Seele blicken, denn ihre Wurzeln sind tief im klassischen Heavy Metal. Vielleicht etwas langatmig, es könnte aber auch sein, dass genau diese Riffs das metallische Herz höher schlagen lassen.
Auf einem Debüt mag man auch verzeihen, dass mit Form Of Agony ein Totalausfall zu verzeichnen ist. Das klingt mehr nach Anfangstage im Proberaum, als dass man damit in der Lage ist, sich aus dem Underground freizuschwimmen. Füllmaterial, sonst nichts!
Im Abschlusssong Mayhem Under Controll offenbart man dann noch einmal sein Talent, wobei hier an sich am deutlichsten wird, dass eine zweite Gitarre der Mucke nicht schlecht zu Gesicht stehen würde. Dadurch hätte dieses Stück etwas mehr Pfiff und Dynamik.

Warten wir also ab, wie sich HOSTAL HANDSHAKE weiter entwickeln werden. Diese Scheibe könnte interessant für diejenigen sein, die vor lauter Kaufrausch im Urwald des Metals derzeit nicht wissen, was sie sich zusätzlich noch ins Regal stellen sollen. Lohnenswert ist ein Blick in die griechische Metal-Szene immer!

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 01.05.2008

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