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Forgotten Suns

Innergy

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Innergy
Innergy, ProgRock Records, 2009
Nio Nunes Vocals
Ricardo Falcão Guitar, Backing Vocals, Lyrics
Miguel Valadares Keyboards, Programming, Backing Vocals
J.C Samora Drums, Percussion, Backing Vocals
Nuno Correia Bass, Backing Vocals
Länge: 64 Min 35 Sek Medium: CD
1. Flashback5. An Outer Body Experience
2. Racing The Hours6. Outside In
3. News7. Nanoworld
4. Doppelgänger8. Mind Over Matter

Hallo Leute, ich werde heute mal versuchen den gut gemeinten Rat meiner Kollegen zu berücksichtigen, und nur das Wesentliche zur Scheibe schreiben. Also weniger ausführlich und dafür auf den Punkt gebracht, denn sie haben ja Recht: Mittlerweile warten einige Alben darauf von mir besprochen zu werden. Also, heute geht es um die portugiesische Band FORGOTTEN SUNS und ihre dritte Veröffentlichung "Innergy". Ich habe auch die anderen beiden Werke, die mir gut gefallen, und freute mich riesig auf den neuesten Output. Nach dem 1. Durchlauf bleibt mir nur zu sagen: "Ich bin geschockt, das sind nicht die FORGOTTEN SUNS die ich kenne und mag, zu krass ist hier der musikalische Stil gewechselt worden." Okay, diese Band hat es verdient einen 2. Hördurchlauf zu wagen, dieses Mal über Kopfhörer und nun sage ich: "Boah, der neue Stil haut mich um, ich bin begeistert." Leute, wenn ihr euch diese Scheibe nicht zulegt verpasst ihr etwas. Ich habe fertig!

Forgotten Suns Wie - zu kurz? Ein bisschen mehr möchtet ihr doch erfahren? Okay, ich möchte auch ein bisschen mehr Info liefern. Die erste Platte, mit der ich die 'Vergessenen Sonnen' kennen lernte, ist 2000 erschienen und trägt den Titel "Fiction Edge". Stilistisch konnte man sie mit MARILLION vergleichen, nur ein wenig härter, dennoch ein klarer Fall für das Genre: Neo Prog. 4 Jahre später und mit verändertem Line-Up folgte die Doppel-CD "Snooze". Mit diesen Silberlingen zeichnete sich zwar schon eine kleine Veränderung in ihrem musikalischen Schaffen ab, denn zum Neo Prog gesellten sich deutliche Einflüsse aus dem Prog Metal, jedoch war es immer noch und unverkennbar FORGOTTEN SUNS. Weitere 5 Jahre mussten vergehen, mit erneutem Wechsel im Line-Up, und zwar hat dieses Mal Lynx (Songschreiber, Keyboarder und Vokalist) die Band verlassen und wurde von dem neuem Sänger Nio Nunes ersetzt.

Was mich nach dem 1. Hören von "Innergy" geschockt zurück ließ war die Tatsache, ohne Vorwarnung druckvollen und tempogeladenen Prog Metal zu hören, der zwischen DREAM THEATER und SYMPHONY X angesiedelt ist. Da ist jetzt nicht mehr die kleinste Andeutung in der Musik vorhanden, dass diese Truppe mal im Neo Prog zu Hause war, und das musste erst einmal von mir verdaut werden.
Die Schockiertheit hat sich bereits beim 2. Durchlauf in Wohlgefallen aufgelöst, nein sogar in Begeisterung! Die neue Stimme fügt sich sehr gut in den spritzigen Heavy-Sound ein. Die kürzeren Songs sind trotz der hohen Energie die sie verbreiten sehr melodisch gehalten. In den Longtracks sind dafür ausgiebige Frickelpassagen zu finden, in denen die Instrumentalisten ihr Können dann vollends zu Gehör bringen. Ob nun die Soli von den Tasten, die einem Jordan Rudess, oder Derek Sherinian in nichts nachstehen, oder die solistischen Einlagen der E-Gitarre und des Bassisten, man fühlt sich von dem Gehörten mitgerissen. So bekommt auch der gewählte Titel des Albums seine Bedeutung, denn dieser setzt sich eigentlich aus zwei Worten zusammen. Einmal aus 'Innere' (ich bin mal gleich bei der deutschen Sprache geblieben) und dann aus 'Energie'. Ja, FORGOTTEN SUNS haben ihre 'innere Energie' hervorgeholt und vorzüglich in Musik verpackt, die sich dann beim Zuhörer entlädt und ihn mitreißt.
Eines sollte ich wohl noch erwähnen, und zwar dass die Band hier zwar nichts Neues erfunden hat, jedoch das altbekannte perfekt verarbeitet hat. So gilt für Prog-Metal-Fans die Empfehlung sich dieses Werk zu kaufen, Neo Progger sollten erst einmal bei MySpace reinhören!

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 03.04.2009

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