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In Dog We Trust

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In Dog We Trust, Eigenvertrieb, 2007
Afton Rhodes Vocals, Lyrics
Phil Jones Guitars
Kev Curtis 5 String Bass
Rolex Stockton Drums, Backing Vocals
Länge: 64 Min 49 Sek Medium: Digitaler Download
1. Alibi9. Too Bad
2. Shapes That You Don't See10. Do This Alone
3. In The Dark11. Lose This Game
4. Body Without A Soul12. Size Zero Hero
5. Anything13. Against The Wall
6. H.I.A.S.14. Divine Intervention
7. Fault15. Crash
8. Bipolar

Downdog "Musik, die nit stührt" besingt Wolfgang Niedecken auf der neuen "Plugged"-CD und meint damit diese glattpolierte, komplett auf Kommerz ausgerichtete Musik, die einem vom Bett bis über das Auto und den Essenstisch den ganzen Tag verfolgt. Er will wieder die Musik, die Eier hat und aneckt. Dann sollte ihm mal jemand schnellstens diese Band aus dem Königreich linksseitig des Ärmelkanals vorstellen. Denn DOWNDOG machen genau diese Musik. Ungeschliffen, roh, druckvoll, bissig und mit Ecken und Kanten versehen.
Seit zwei Jahren gibt es diese vier Herren als Band, die in Body Without A Soul genau den eingangs erwähnten Umstand anprangert. Offensichtlich schielt das Quartett nicht nach Chartplätzen, Mainstream und dergleichen, sondern fährt ihr ganz eigenes Ding.

Musikalisch ist das bei Bands wie z.B. BLACK SABBATH, RAINBOW oder auch den sträflichst unterbewerteten SKIN einzuordnen, die auch von der Insel kamen (damit ist NICHT die Sängerin von SKUNK ANANSIE gemeint).
Der Bass wummert munter vor sich hin, die Gitarre säuselt zart, um sich im nächsten Augenblick in den Gehörgang zu sägen, die Drums treiben nach vorne und der Sänger flüstert, schreit, singt sich durch die 15 Songs. Und wo andere Bands bei einem Debüt aufhören, fangen die Jungs erst an, wobei sie das meiste Pulver innerhalb der ersten 30 Minuten verschießen. Trotzdem wird es danach nicht langweilig, auch wenn die ganz großen Überraschungen in der zweiten Hälfte ausbleiben.
Bis auf drei Songs verabschiedet sich keiner unter 4 Minuten, was schon von einem recht hohen Qualitätslevel zeugt, den sie halten können. Kurz vor Ende schiebt sich mit Against The Wall dann noch ein ruhiges Stück aus den Boxen, bis zu diesem Zeitpunkt und auch danach geht es eher zügig voran. Herausragende Stücke sind für mich Anything, welches in seinen knapp über 5 Minuten spannungsgeladen und druckvoll aus den Boxen kriecht, H.I.A.S., das mit seinem Akustikgitarren-Intro auf eine gefährlich falsche Schiene lockt, sowie Fault, welches vier Minuten kopfnickend vor sich hinstampft.

Gibt es denn gar nix zu meckern? Doch, für Freunde der geliebten CD wird dies kein Freudenfest, da die 15 Songs lediglich zum Download bei ausgewählten Datenbänken angeboten werden. Das ist schade, aber wahrscheinlich erst einmal der erste Weg, um auf sich überhaupt aufmerksam zu machen. Und das haben die vier Briten auf alle Fälle verdient. Prädikat: Reinhören lohnt sich!

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 06.08.2008

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