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| River, Bear Your Bones, Rise Above Records, 2008 |
| Nathan Dylan Bennett |
Guitars |
| Dean Berry |
Bass |
| Nathan Perrier |
Drums |
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Länge: 58 Min 12 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Broken Coffin Of The Venerable King | 5. Owing Of The Fogs |
| 2. Seventh Child Of A Seventh Child | 6. The Bells Rang Backwards |
| 3. Tempered With The Blood Of Beasts | 7. A Savage Race By Shipwrecks Fed |
| 4. November Suicides | 8. Drinking Water From The Skull Of A Hanged Man |
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Ich glaube, diese Scheibe entwickelt sich erst wirklich mit einem Schuss voller Drugs im Kopf. CAPRICORNS kommen aus London und entzünden ein instrumentales, brutales und psychedelisches Metal-Feuer, welches nicht so eben aus der Schublade gezogen wurde, sondern absolut eigenständig sowie konfus wirkt. Genauso zerstreut scheint die Philosophie der Band im Inneren zu sein, denn nach dem Debüt "Ruder Forms Survive" in 2006 wollten sich die drei Knaben eigentlich schon wieder in Wohlgefallen auflösen. Umso überraschter kann man sein, dass nun der Nachfolger "River, Bear Your Bones" erschienen ist und in engsten Kreisen ganz sicher von sich reden machen wird. Aber auch nur dort!
Denn hier muss man rein finden, sich Zeit nehmen, der Mucke eine Chance geben und vermutlich versuchen zu ergründen, was uns die Musiker übermitteln möchten. Oder lassen sie ganz einfach ihrem Frust freien Lauf? Gar nicht so einfach.
Die Titel der Tracks mögen es schon verraten. Fangen wir mal ganz hinten an. Die letzten 11 Minuten dieses Longplayers sind soundtechnisch im Übungsraum verankert. Ein munter drauflos gespielter Jam Drinking Water From The Skull Of A Hanged Man ohne jegliche Struktur. Die einzelnen Zwischenrufe der beteiligten Musiker verdeutlichen dies nur zu genau. Wow, laut muss es gewesen sein. Bis zum Anschlag aufgerissene Amps und die Felle des Drumsets werden dem Hören nach härtesten Bedingungen ausgesetzt.
Dafür wurde der Rest der Scheibe vernünftig abgemischt. Leiser wird es trotzdem nicht. Alles zünftig und dreckig, Broken Coffin Of The Venerable King treibt einem mit seinem Pfeifen zu Beginn den Tinnitus ins Ohr, alte BLACK SABBATH-Sounds gepaart mit ganz frühen PINK FLOYD unter Mitwirkung des im Jahr 2006 verstorbenen Syd Barrett ergeben eine ganz interessante Mischung. Die psychedelischen Momente offenbaren sich zur Mitte, die Gitarren werden sauberer, Delay und Hall erledigen ihr übriges. So wirklich ruhig wird es jedoch nicht, denn schnell treiben Schlagzeug und Bass wieder an.
Solche Feststellungen kann man auch in der Folge beim Durchhören des Albums machen. Seventh Child Of A Seventh Child powert sich ohne Umschweife durch seine knapp 6 Minuten, doch das geschilderte Szenario wiederholt sich in ähnlicher Art und Weise bereits in Tempered With The Blood Of Beasts. CAPRICORNS spielen definitiv keine leichte Kost. Will man also nervlich entspannt über die Runden kommen, so empfehle ich den Silberling keinesfalls beim Autofahren und auch nicht bei Aufräumen der Bude. Denn brutalstmögliche Auswirkungen werden im schlichten, aber heftigen November Suicides und auch anschließenden Owing Of The Fogs spürbar sein.
Jetzt kann man "River, Bear Your Bones" drehen und wenden wie man möchte. Es wird nicht leichter. Wer sich allerdings die Zeit nimmt, 2-3 Umläufe gönnt und dabei tolerant an die Sache rangeht, der merkt sehr schnell, dass hier System dahinter steckt und sich somit düstere Atmosphären mit überaus herausragenden Klanggebilden ausbreiten werden. Keine Musik von der Stange und genau deswegen dann wohl doch empfehlenswert!
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