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Providence

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Providence
Providence, Fullstream Records/PIAS, 2009
Jani Ala-Hukkala Vocals
Ariel Björklund Drums
Johannes Nygård Guitar
Juho Niemelä Bass
Markus Myllykangas Guitar, Background Vocals
Arto Karvonen Keyboards
Länge: 68 Min 27 Sek Medium: CD
1. In Session6. Stasis
2. Rule The Blood7. Where The Spirits Tread
3. Covenant Colour8. Dead Weight
4. Eastern Era9. Drying Mouths (In A Gasping Land)
5. New Canaan10. Providence

Callisto Manchmal bedaure ich meine Kids, bekommen sie doch durch mich allerlei gewöhnungsbedürftige Musik auf die Ohren. So war gerade heute wieder die Aussage meines Sohnes zu hören: "Auweia, bei dir läuft ja schon wieder diese Depri-Musik!" Tja, Pech für meine Kinder, denn ab und an mag ich diese düster erklingenden Töne über normale Lautsprecher hören, obwohl ich ja zumeist Rücksicht nehme und Musik mit Kopfhörer höre. Jedoch bin ich mir auch sicher, dass man die breite Masse mit diesen Klängen wohl nicht erreichen können wird. Schade eigentlich, denn auch diese Art von Musik hat ihren gewissen Reiz.
Zu diesem Zeitpunkt lief Musik von der finnischen Band CALLISTO, die uns mit "Providence" ihren bereits vierten Longplayer servieret (wenn ich das richtig einschätze) und sich gegen 2001 gegründet hat. Leider kenne ich die zuvor erschienenen Werke nicht. Was ich aber im Zuge meiner Recherche herausgefunden habe ist, dass sie sich für ihren neuesten Output einen sechsten Mann ins Boot geholt haben und zwar ist dies der Sänger Jani Ala-Hukkala. Dies war von Nöten, um das Ziel, ein eher Vokal-betontes Album zu produzieren, zu verwirklichen, sollen ihre vorangegangenen Werke eher von langen instrumentalen Passagen geprägt gewesen sein.

Die Melodien auf "Providence" sind auf der einen Seite düster, zart und zerbrechlich gehalten, wobei sich die Gitarre zu sphärischen Soundcollagen der Tasten bluesig sanfte Tonfolgen entlocken lässt. Dazu erhebt sich der klare Gesang von Jani wie ein heller Lichtschein am dunklen Firmament. Der Bass wummert ordentlich aus den Boxen. Urplötzlich schwillt die Melodie zu etwas Bedrohlichem an, die Gitarre hebt sich durch hartes Riffing in den Vordergrund und aggressive Growls die von Markus Myllykangas zu kommen scheinen setzen ein und erinnern spontan an Werke von OPETH (besonders zu deren "Deliverence" Phase). Überhaupt scheinen Musiker aus den nördlichen Breitengraden wahre Meister beim erzeugen solcher Klangwelten zu sein. Denn ganz vage fühle ich mich bei der hier gehörten Musik auch an GREEN CARNATION erinnert. Ansonsten haben sie ihren Sound mit Mellotronklängen angereichert, was Liebhaber dieses Instruments natürlich freuen wird, und auch sonst einige Finessen, wie das zart zittrige Spiel der Gitarre.
Ein Track den ich hervorheben möchte ist New Canaan mit stark progressiven und jazzigen Soundschnipseln, die auch stark an die 70iger Jahre angelehnt sind und Freunden von King Crimson gefallen werden. Auffällig ist hier auch die Verwendung einer Trompete, kommt dieses Tonwerkzeug in dieser Sparte doch eher selten vor.

Zusammengefasst kann man sagen, CALLISTO haben mit "Providence" ein ansprechendes - und von mir gern gehörtes - Werk serviert, auf dem die Protagonisten ihr Können zufriedenstellend unter Beweis stellen.

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 31.03.2009

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