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Sleeping In Traffic: Part One

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Sleeping In Traffic: Part One
Sleeping In Traffic: Part One, InsideOut Music, 2007
Rikard Sjöblom Vocals, Keyboards, Guitars, Clavinet & Percussion
David Zackrisson Guitar
Robert Hansen Bass
Magnus Östgren Drums
Produziert von: Beardfish Länge: 65 Min 57 Sek Medium: CD
1. On The Verge Of Sanity7. Harmony
2. Sunrise8. The Ungodly Slob
3. Afternoon Conversation9. Year Of The Knife
4. And Never Know10. Without You
5. Roulette11. Same Old Song (Sunset)
6. Dark Poet

Nach zwei in Eigenregie produzierten und vertriebenen Alben (von denen das erste zuletzt nur noch auf Konzerten erhältlich war) sind BEARDFISH nun gleich bei einem der Marktführer in Sachen Prog, dem renommierten Label InsideOut untergekommen. Und das nicht ohne Grund, haben die Youngster aus Schweden doch nachhaltig für Furore gesorgt, insbesondere mit ihrem Konzeptalbum "The Sane Day", das für frischen Wind in der RetroProg-Szene gesorgt hat und Vergleiche hervorrief mit GENTLE GIANT, den frühen GENESIS oder auch CAMEL.
Dabei muss man BEARDFISH aber zugute halten, dass sie keineswegs kopieren, sondern vielmehr durchaus schon ein erstaunliches Maß an Eigenständigkeit an den Tag legen und auf dem Weg zu einem eigenen Sound sind, wie wohl sie ihn noch nicht ganz gefunden haben. Im Vergleich zu "The Sane Day" sind die Songs hier größtenteils kürzer und kompakter gehalten, es geht ein wenig mehr in Richtung psychedelischer Klänge und man versucht die Balance zu finden zwischen vielfältigen Ideen und einem stringenten Aufbau der einzelnen Stücke. Warme Orgelklänge (Sunrise), relativ straighte Gitarren in fließendem Groove (And Never Know), eine mit knackigen Pop-Breaks durchsetzte psychedelische Blumenwiese (Roulette) werden das Herz der Fans erfreuen, die mehr Wert auf Prog denn auf Rock legen.

... Denn das ist doch irgendwo der Pferdefuß von BEARDFISH: Man bleibt mitunter auf halbem Wege stehen, das biegt, bevor es zu experimentell wird, in betulichere Gefilde ab, das rockt schon gar nicht genug und manches bleibt etwas mutlos im Ansatz stecken. Die Ballade Dark Poet wirkt schlichtweg blass, kurzum mir fehlen einfach der noch bei "The Sane Day" deutlich zu Tage getretene Aberwitz, die surrealen Ideen und gewagten Ausbrüche, die eben diese Band so vielversprechend machten und immer noch machen. Hier schlummert ohne Zweifel noch großes Potential, das aber diesmal nicht genügend abgerufen wurde.

Ralf Stierlen, (Impressum, Artikelliste), 14.06.2007

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