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Mammoth

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Mammoth
Mammoth, Superball Music, 2011
Rikard Sjöblom Vocals, Keyboards, Guitars, Percussion
Robert Hansen Bass, Backing Vocals
Magnus Östgren Drums
David Zackrisson Guitars, Backing Vocals
Länge: 52 Min 17 Sek Medium: CD
01. The Platform05. Outside / Inside
02. And The Stone Said: If I Could Speak06. Akakabotu
03. Tightrope07. Without Saying Anything feat. Ventriloquist
04. Green Waves

Es ist immer gut Freunde zu haben. Mit diesem Satz beginnt mein Infozettel zu BEARDFISH’s neuester Veröffentlichung mit dem Titel “Mammoth“, das es bereits seit dem 25. März zu erwerben gibt. Liest man weiter erfährt man, dass Rikard Sjöblom durch einen Freund auf die Musik von KING CRIMSON aufmerksam gemacht wurde und sich nach dieser Offenbarung sein Leben änderte. Er entdeckte die Musik der 70ziger Jahre, neben der bereits genannten Band kamen noch GENTLE GIANT, CAMEL, GENESIS, FRANK ZAPPA und viele andere hinzu.
Auch ich bin froh gute Freunde zu haben, denn auch ich habe eben durch diverse Freunde tolle Empfehlungen für gute Musik erhalten. Unter anderem war da auch BEARDFISH mit ihrem damaligen Werk “The Sane Day“ dabei und seit dieser Zeit verfolge ich das Schaffen der Truppe. Regelmäßige Besucher des Home of Rock erzähle ich ja nun nix neues, denn zu dem Vorgänger "Destined Solitaire" hatte ich schon einen Beitrag geschrieben.

Im Vorfeld wurde zu der Veröffentlichung von “Mammoth“ von den Promotern ganz schön die Werbetrommel gerührt, indem eine Äußerung von Mike Portnoy mit folgendem Wortlaut die Runde in den News machte: „BEARDFISH ist eine der wenigen Bands da draußen, die mich mit jedem Release wegblasen. Ich liebe jedes Album … großartige Musikalität und Songwriting, welches melodisch und zugleich episch ist.“ Da hat er Recht, der gute Mike, denn auch ich war bis jetzt von jedem Release schwer angetan.

Laut Sjöbloms Aussage in meinem Infozettel ist die Musik auf “Mammoth“ einen Tick härter ausgefallen als auf früheren Alben und dem kann ich zustimmen, denn schon mit dem ersten Track The Platform wirbeln einem deutlich hardrockende Sounds um die Ohren und diese wurden vermischt mit dem Prog der 70iger Jahre und verstehen zu gefallen. Des Weiteren steht in meinem Zettel zu lesen man habe für And The Stone Said: If I Could Speak extra einen Typen ins Studio geholt der das Metal-Gröhlen beisteuerte. STOP, will man uns das als etwas Neues anpreisen? Falls ja, dann haben die Jungs vergessen, das das Metal-Gröhlen schon auf “Destined Solitaire“ zu hören war. Dennoch geht auch dieser Song gut ins Ohr, nicht zuletzt wegen dem schönen Saxophon-Solo. Dagegen dringt Tightrope sehr melodisch und frisch in die Gehörgänge. Komplexen Rock bekommt man auf Green Waves geboten.
Ein kurzes Piano-Solo gibt es mit Outside / Inside. Hey, normalerweise bin ich von so was total begeistert, jedoch wirkt es hier irgendwie wie ein Fremdkörper, vielleicht ist es aber auch als Übergang zu der leichten Jazz-Rock Nummer Akakabotu zu verstehen, bei dem man das Saxophone in vollen Zügen genießen kann. Without Saying Anything feat. Ventriloquist ist erstklassiger Retro Prog, wie wir ja schon von BEARDFISH gewohnt sind und beendet “Mammoth“. Ein Werk, bei dem mich nicht wie sonst die Tasten faszinieren (natürlich liebe ich sie immer noch), sondern dieses Mal sind es die Gitarren. Diese erklingen mal zart und leicht bluesig, dann wieder mit fetten Riffs aufwartend und solistisch sind sie auch Erstklassig.

Auf “Mammoth“ bekommt man wieder gute fünfzig Minuten spannungsgeladene Musik zu hören, allerdings konnten sie die erstklassigen "Sleeping In Traffic" Alben nicht toppen. Warum nicht? Nun, BEARDFISH haben schon immer mit mehreren Musikstilen experimentiert, jedoch waren die Übergänge bei den "Sleeping In Traffic" Alben sanft ineinander fließend; das Fließende fehlt auf "Destined Solitaire" und auch auf "Mammoth". Trotz der leichten Kritik zeigt mein Daumen auch für dieses Release nach oben!

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 15.05.2011


 
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