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| The Second Coming, GMR Music Group, 2007 |
| Reverend Sorethroat |
Lead Vocals |
| Rabbi Rob |
Lead & Rhythm Guitars |
| Snejken |
Lead, Acoustic & Rhythm Guitars, Banjo Mandolin |
| Easy Rydstrom |
Bass |
| Stikki Nikki |
Drums |
| Gäste: |
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| Ralf Gyllenhammar |
Vocals |
| Helena Gutarra, Moa Holmsten, Monika Larsson |
Backing Vocals |
| Erik Mossnelid |
Organ & Clavinet |
| Produziert von: Jonas Åhlén |
Länge: 43 Min 10 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Just Ain't Right | 7. Sugar Mama |
| 2. Backstabbin' Bastards | 8. Hogtied |
| 3. Cannonball | 9. Rising |
| 4. Oldtimer | 10. Lady |
| 5. Game Of Life | 11. Rise N' Shine |
| 6. Gypsy | |
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Das Zeitalter des Rock & Roll ist vorbei, kann man allerorten lesen. Die Begründungen dafür sind zum größten Teil sogar schlüssig, aber dennoch, irgendwie haben diese Strategen ein paar wesentliche Details verpasst.
1.) Das Zeitalter des Trabant ist auch vorbei. Warum kommen alljährlich 20.000 und mehr Menschen zum Trabi-Treffen nach Zwickau? Hoffnungslose (N)ostalgiker? Quatsch, die haben einfach Spaß dran, wissen gleichwohl ganz sicher ein richtiges Auto zu schätzen.
2.) Mozarts Zeit ist ebenfalls schon etwas länger abgelaufen, dennoch gab es im inflationär gehypten Mozartjahr 2006 zigtausend entsprechende Veranstaltungen. Von Pleiten gab es kaum zu hören.
3.) Dieser Planet hat sein Verfallsdatum bald erreicht. Juckt es jemanden?
4.) Warum gibt es heute mehr denn je extrem knallende Rockbands?
Jaha, das Internet ist schuld (wenigstens am letzten Punkt), werden nun viele sagen. Und auch die kinderleichte Technik, die erst ermöglicht, dass Greti und Pleti ihre in mehr oder minder schräge Noten gefassten Ergüsse veröffentlichen können. Nur: Kauft eigentlich irgendwer diesen ganzen Schrott? Die Zahlen der Industrie sprechen dagegen, Feldstudien beim Zielpublikum - den Jugendlichen und Junggebliebenen - sowieso. Puh, schwierige Sache das. Aber immer noch ist nicht geklärt, warum es anno 2007 so dermaßen viele Veröffentlichungen gibt, die eigentlich das Herz eines jeden Rockers treffen sollten. Dabei ist es so einfach.
A.) Es irren unendlich viele Bands im Rock'n'Roll-Universum herum, die sich mit Lust und Freude auf die - natürlich bekannten - Vorlagen stürzen, weil sie eben meinen zu wissen, dass diese Art von Musik die beste aller ist. Gitarren, Gitarren, Gitarren, ein Schreihals, Gummi auf dem Bühnenboden.
B.) Rock & Roll is here to stay. Nur weil mehr oder weniger juvenile Möchtegernmanager keine Ahnung von ihrem Tun haben, müssen nicht mittlerweile zwei Generationen potentielle Kunden ignoriert werden. Man muss sie "nur" informieren, dann stehen diese älteren und jüngeren Säcke parat und haben maximalen Spaß mit den Bands von heute. Noch besser wäre, wenn manche Helden von gestern endlich verschwinden würden, damit Platz für neue geschaffen wird.
Andererseits muss gesagt werden, dass kürzlich die Europatour von Gregg Allman (immerhin DER Gregg von den ALLMAN BROTHERS) mangels Interesse weitgehend abgesagt werden musste, derweil sich sein überaus durchschnittlich begabter Sohn Devon umjubelt durch die großen Clubs spielte. Rock & Roll ist auch ungerecht.
Und zuletzt sei einmal mehr die Unwilligkeit und Lethargie der bestens informierten Fanzirkel angeprangert, die ganz einfach keine Lust haben, sich auf neue Klänge einzulassen. In-A-Gadda-Da-Vida forever.
Wir sprechen von BACKDRAFT, einer schwedischen Band, gegründet 1997, 2001 mit einem Erstlingsalbum an uns vorbeigehuscht, zwischenzeitlich aufgelöst, seit 2005 wieder zusammen, nun mit dem nicht sonderlich einfallsreichen Albumtitel "The Second Coming" zurück. Zwei Gitarren, Sänger, Bass, Schlagzeug. Musikalisch schnurgerade auf der unendlichen Linie MOLLY HATCHET-RAGING SLAB-WHITE COWBELL OKLAHOMA, was exakt zu diesem Ergebnis führt: Kick Ass Southern Rock.
BACKDRAFT nehmen nicht besonders viel Rücksicht auf Schöngeister, sie treten alle Hebel nach rechts und geben Gas. Das erinnert natürlich an die bekannten skandinavischen Schweinerocker, hat aber selbst in den ganz derben Nummern immer mal wieder ein spektakuläres Southern-Lick parat, was natürlich sofort zu erhöhtem Adrenalinspiegel führt.
Der Shouter nennt sich bezeichnend Reverend Sorethroat und grölt beispielsweise Backstabbin' Bastards in klassischer Lemmy Manier, lässt aber gleich hinterher in Cannonball zu den jubilierenden Gitarren durchaus Melodieverständnis erkennen und brilliert im Anschluss beim sensationellen Southern-Shuffle Oldtimer wie einer der ganz großen Helden der Siebziger. Dazu das beliebte Riff-Trading-Spiel, der Spaß ist maximal.
Hochgradig bleihaltige Gitarrensalven in Game Of Life, Banjo-Boogie a la Dan Baird bei Lady, Country-Schönheit in Gypsy, herrlicher Two-Guitar Riff-Rock in Sugar Mama, "The Second Coming" ist ein gefülltes Horn lieblicher Melodeien. Oder anders: Die Kerle hauen uns Heavy-Southern-Rock um die Ohren, wie dieses Jahr noch keine andere Band. Hell yeah, das macht verfickten Spaß. Dazu gibt's ab und an eine Orgel oder passende Background-Girls, auch mal einen korrekten Nackenbrecher wie Hogtied und Hymnen wie Rising (alles gewürzt mit leckersten Gitarren). Man wäre verwundert, wenn noch Besseres käme. Kommt!
Sechs Minuten und achtzehn Sekunden dauert Rise N' Shine und es ist ein Hohelied auf das was wir lieben: Guitar driven soulful rock from the southern side of life.
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