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| Halv Su Wild, EMI, 2011 |
| Werner Kopal |
Bass |
| Helmut Krumminga |
Gitarre, Keyboards |
| Michael Nass |
Gesang, Gitarre |
| Wolfgang Niedecken |
Gesang, Gitarre |
| Jürgen Zöller |
Drums |
| Gäste: |
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| Anne de Wolf |
Geige, Bratsche |
| Frederik Köster |
Trompete |
| Rhani Krija |
Percussions |
| Philip Lütz |
Saxophon |
| Til Schneider |
Posaune |
| Produziert von: BAP und Wolfgang Stach |
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Medium: CD |
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| 1. Halv Su Wild | 8. Verjess Babylon |
| 2. Et Leeve Ess En Autobahn | 9. Karl-Heinz |
| 3. Keine Droppe Mieh | 10. All Die Aureblecke |
| 4. Un Donoh Ess Dä Karneval Vorbei | 11. Immerhin |
| 5. Chlodwigplatz | 12. Enn Dreidüüvelsname |
| 6. Noh All Dänne Johre | 13. Niemohls |
| 7. Woröm Dunn Ich Mir Dat Eijentlich Ahn? | 14. Waat Ens Jraad |
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Es gab Zeiten, da konnte man BAP-Scheiben blind kaufen! Dann kam der Bruch und BAP-Veröffentlichungen wurden zu fragwürdigen Ereignissen. Ich persönlich konnte mich mit manchem nicht mehr anfreunden. Und jetzt?
BAP sind wieder da! Mit einem neuen Album, einer Autobiographie von und über Wolfgang Niedecken, der Jubiläumstour zum 35-jährigen Bandbestehen und einer Medienpräsenz, die ihres gleichen sucht. Ob nun bei "Dein Song 2011", "TV Total", diversen Radiosendern, Buchhäusern - man kann den kölsche Jungs eigentlich gar nicht aus dem Weg gehen. "Halv Su Wild" heißt das neuste Ouevre der deutschen Rockinstitution und es ist wieder ein richtig gutes Album geworden. Seit dem Ausstieg von Klaus "Major" Heuser haben sich Wolfgang Niedecken und seine Mannschaft Stück für Stück dem Sound angenähert, der sie jetzt ausmacht: mehr Stones, weniger Dylan, mehr Leichtigkeit. Geht das? Ja, es geht!
Waren die "Radio Pandora"-Scheiben noch die Berichte von unterwegs gewesen, sind BAP mit ihrem 16. Studioalbum (den Fehlgriff "Dreimal 10 Jahre" lassen wir mal außen vor!) wieder in der Heimat angekommen. Nicht mehr die große Welt ruft, es geht um Heimat (Chlodwigplatz), für mich unbekannte Karnevalsrituale (Un Donoh Ess Dä Karneval Vorbei), den FC (Woröm Dunn Ich Mir Dat Eijentlich Ahn?) und die Band (Et Leeve Ess En Autobahn). Noh all dänne Johre, All die Aureblecke, Niemohls werfen schließlich den Blick aufs Leben, auf Vergangenes und werden somit zu einer Lebensrückschau Wolfgang Niedeckens. Kein Seelenstriptease, sondern eher der Blick in Dankbarkeit zurück auf das was war und das man immer noch da ist, mit der Band und mit dem Leben. Verjess Babylon und Karl-Heinz beweisen, dass BAP nach wie vor in der Lage sind, mit einem Augenzwinkern und dem kölschen Humor einen Blick auf Religion und die Musik zu werfen. Wobei mich noch am ehesten interessieren würde, wie viel Wolfgang Niedecken in Karl-Heinz steckt. Waat Ens Jraad ist ein intimes Liebesgeständnis des Bandkopfs an seine Frau Tina, was wahrscheinlich niemals zu einer Hymne wie Do Kanns Zaubre oder Paar Daach Fröher werden wird
Musikalisch bewegt sich "Halv Su Wild" zwischen "Sonx" (2004) und "Radio Pandora" (2008), wobei es eine Lässigkeit und Leichtigkeit an den Tag legt wie man es schon lange nicht mehr von den Kölnern gehört hat. Somit keine Neudefinition, aber ein weiterer Markierungspunkt auf der musikalischen Autobahn von BAP. In der Art und Weise kann und darf es mit den Rheinländern weitergehen. Die letzten drei Scheiben (den Fehlgriff "Dreimal 10 Jahre" lassen wir nach wie vor außen vor!) konnte ich wieder blind kaufen. Und auch wenn das bei der großen EMI und BAP keine Sau interessieren wird: das ist eine Auszeichnung!
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