HoR Logo kl CD-Review:

Anthony Crawford

Five Is Red

Logo Home-of-Rock

Five Is Red
Five Is Red, Eigenvertrieb, 2009
Anthony Crawford Guitar, Vocals
Everest Instrumentals
Bo Koster Instrumentals
Produziert von: Everest & AC Länge: 39 Min 08 Sek Medium: CD
1. Self To The Dark6. Noise
2. Window Down7. California
3. Blue Ribbon Shine8. Elevation
4. Halifax Midnight Sun9. That Ole Highway
5. Turning Corners10. What A Way To Begin

Sein 3. Solo-Album: Anthony Crawford - Multiinstrumentalist, Neil-Young-Musiker und Songwriter für Kenny Rogers oder Steve Winwood: "Five Is Red". Mit dabei Everest aus dem Young Umfeld und ein Bo Koster, wohl Mitglied von MY MORNING JACKET. Und das Ganze klingt dann wie Stephen Stills. Nein, ein Witz! Natürlich klingt das in etwa wie Young himself, zu seinen besten Zeiten - "Gold Rush" etwa; mit CRAZY HORSE an der Seite.

Also wird Basic Country und Country-Rock geboten, allerdings fehlt bei vielen Tracks die Weinerlichkeit, ähm - das Verinnerlichte, das Young-Platten oft zu Eigen ist. Auch hört man melodische Refrains und Background Chöre (Self To The Dark). Soli, so überhaupt vorhanden (eher auf den schnelleren Tracks), beschränken sich auf ein Minimum - hier zählt der Song. Aber wenn Solo, dann gut!

Absolute Höhepunkte sind das fast im zu Stillstand kommende Halfway Midnight Sun mit einer Sopranstimme, die nun ganz nah an Young dran ist - das ist "Gold Rush" pur; wie auch das sparsam instrumentierte Noise, California und Elevation, die direkt aufeinander folgen; und das tut dem Albumflow nicht gut. Erst mit That Ole Highway wird wieder gerockt. Wenngleich im Mid-Tempo - somit hat das Album am Anfang und Ende gute Rocker, aber zwischendrin musst du einen Stimmungsaufheller einwerfen. Nicht dass die langsamen Songs schlecht wären - oh nein! Aber sie sind definitiv für die mellow hours des Lebens bestimmt, Rotwein und Lagerfeuer inklusive.

Wer Young - besonders in der frühen Phase - mag, oder ähnlich gelagerte Roots- und Americana Bands, hat hier sicherlich Grund reinzuhören. Die auf MySpace verfügbaren Songs sind die ersten drei des Albums und zeigen sicherlich die leichtere, rockigere, helle Seite von Anthony. Das ist ein bisschen geschummelt, denn das Album hat dann eben diesen ganzen Schock von 'Ich leg mich erstmal hin' Songs hinten dran, aber man sollte sich das trotzdem gönnen. Nur - für einen Tipp reicht es nicht - ich habe nämlich eben meinen Rotwein vergossen, als ich ihn gaaaaanz laaaangsam - im Takt zur Musik - an den Mund führte. Wer ersetzt mir das jetzt? Sind wohl doch zu viele davon auf der CD.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 05.11.2009

© Home of Rock 2001 & ff., Impressum & Kontakt