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| Wolfe, UlfTone Music, 2001 |
| Todd Wolfe |
Lead Vocals, Guitars, Bass (Heaven) |
| Eric Massimino |
Bass & Baritone Guitar |
| Hernandez |
Drums & Percussion |
| Mike Lattrell |
Keyboards & Mandolin |
| Gäste: |
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| Barb Walker |
Backing Vocals |
| John Popper |
Harmonica (On The Run) |
| Mike Lawrence |
Drums (On The Run) |
| Peter Karp |
Backing Vocals (Change Will Come) |
| Dan McKinney |
Organ (Black Night) |
| Mike Mettalia |
Harmonica (Roll Over) |
| Produziert von: Scooter Weintraub & Todd Wolfe |
Länge: 63 Min 06 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Heaven | 7. On The Run |
| 2. Light Of Day | 8. Wing Of A Dove |
| 3. Roll Over | 9. East Of You |
| 4. Silver Blue | 10. Come On In My Kitchen |
| 5. Black Night | 11. Change Will Come |
| 6. Shame | |
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Was macht einer, den sie in New York als Gitarrenwunder verkaufen wollen und der seine Brötchen in der Band von Sheryl Crow verdienen muss? Klar, er kriegt den Blues, schnappt sich eine adäquate Band und geht in Manny's Car Wash Club in Manhattan und nimmt eine Live-CD auf. Wer dort Erfolg hat, wird in NYC als Star behandelt (leider hat der Club inzwischen offenbar geschlossen - ich habe dort tolle Musik gehört).
Todd Wolfe hat mit "Wolfe" seine dritte CD eingespielt und sie ist wieder ein Lehrstück modernen Blues. Bei der Gelegenheit: Blues und modern verträgt sich!
Natürlich ist Todd Wolfe im traditionellen Blues verwurzelt. Aber er klingt mitnichten nach "my wife left me and the bottle is empty"-Blues von Achtzehnhundertschlagmichtot (ok, der Text von Black Night kommt mir dann doch recht bekannt vor...), er vermeidet es auch tunlichst, sich und seine Gitarre penetrant in den Vordergrund zu drängen, sondern er groovt und rockt sich geschmeidig durch SONGS (Ausnahme ist das über 8-minütige, leicht funkige Shame, auf dem er seinen Sologelüsten ungebremst freien Lauf lässt). Vorzugsweise selbst geschriebene und hervorragend produzierte Songs sind es außerdem.
Egal ob er Dobro, Akustische, Slide, Fender oder Gibson spielt, es kommt tonnenweise Feeling aus den Boxen.
Spontan erinnert mich "Wolfe" an alte GROUNDHOGS, manchmal an MOUNTAIN (Roll Over) oder an manche SAVOY BROWN-LP. Soll heißen: Wolfe macht keinen, oftmals leicht bierseligen, Mitschunkel-Blues, keinen swingenden Chicago Blues und keinen Party-Boogie, sondern tiefgehenden, ernsthaften und größtenteils hart rockenden Blues Rock.
Er ist kein Showman wie Eric Sardinas, kein Dauerdudler wie viele junge Guitarheros, kein ewiggestriger Riffklopfer (die sollten sich mal den Monsterblues Black Night anhören) und kein Trendhopper, der nächstes Jahr mal schnell vom Blues zum Rap wechseln wird. Er ist schlicht ein guter Bluesrocker mit einem untadeligen Gespür für hypnotische Melodien. Eine Nummer wie Wing Of A Dove kriegt man nur schwer wieder aus dem Kopf.
Die Band spielt seriös und unspektakulär, manchmal würde ich mir sogar den einen oder anderen Gimmick wünschen. Die Basslinie im wunderschönen Silver Blue könnte man sich mit ein paar Showeinlagen gut vorstellen. Beim lockeren On The Run spielt John Popper eine verschärfte Harp und prompt klingt die Nummer extrem spritzig.
East Of You bohrt sich mit seinem modernen Grundkonzept, dem leicht verfremdeten Gesang und der beißenden, sägenden Gitarre im Gehör fest und die Robert Johnson Coverversion Come On In My Kitchen ist einfach nur schön. Slide, tolle Backing Vocals und ein phantastisches Solo zum Schluss. Perfekt.
Change Will Come erinnert mich an Pat Travers in den späten Siebzigern plus ein paar psychedelischen Einschüben.
Zum Abschluss gibt es noch einen hidden Track, einen witzigen Jam-Blues.
Nachdem Todd Wolfe und Band in den letzten Monaten zweimal durch Deutschland getourt sind, im Vorprogramm von Peter Green und WISHBONE ASH, sollte sich baldigst der verdiente Erfolg einstellen. Sonst muss der Mann am Schluss wieder bei Sheryl anheuern...
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