HoR Logo kl LP-Review:

Walter Rossi

Diamonds for the Kid

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > Walter Rossi > Diamonds for the Kid
Link Homepage:
Offizielle Walter Rossi Homepage
Link Kaufen:
www.jpc.de
Mehr Info:
www.allmusic.com

Unser Disclaimer
Cover Diamonds for the Kid
Diamonds for the Kid, Aquarius Records, 1980
Walter Rossi Lead Vocals & Guitars
John McDiarmid, Daniel Barbe, Jean Roussell Keyboards
Denis Farmer Drums
Claude Arsenault Bass
Gina Watson, Kat Dyson, Billy Workman, Nannette Workman, Brain Danter Background Vocals
Walter Rossi, John McDiarmid, John Rudel Percussion
Bob Agostinucci Sax (Down by the Water Front)
Bob Agostinucci Harmonica (Sniffin' the Breeze, ....)
Yves Lapierre Strings (Willi Johnson + Silent I wait)
Produzent: Walter Rossi, Studio/Ort: Montreal Länge: 43 Min 17 Sek Medium: LP
1. Down By The Waterfront (4:55)2. High Stakes/For Your Love (3:42)
3. Sniffin The Breeze Feelin' the Freeze (4:13)4. Willie Johnson (7:33)
5. So Susceptible (4:40)6. 13 Steps To Heaven (4:17)
7. Dear Mum (4:29)8. Silent I Wait (9:15)
  

Ein mittelschnelles Stück, "Down By The Waterfront", eröffnet "Diamonds ...". Und - man höre und staune - es gibt kein Gitarrensolo, sondern ein Saxofon, das diesen Teil übernimmt. Es darf auch den Gesang, wie üblich die Background-Vocals, untermalen und es kommt richtig gut. Mit den fast ein Dutzend verwendeten Harmonien, hätten andere vier Songs produziert.

Ein kleines bisschen schneller startet "High Stakes/For Your Love". Gitarre und Orgel steigern im Refrain und in der zweiten Strophe hören wir die ersten Soli. Ein recht dezentes Solo und die dritte Strophe vollenden den Song, der swingend zum Mitschnippen einlädt.

Der Rhythmus steigert sich mit "Sniffin The Breeze Feelin' the Freeze" und auch die Gitarre wird härter. Typisch sind diese kurzen, äusserst gepflegten Gitarrenphrasen, das Salz in der Suppe. Eine Mundharmonika mischt ab der zweiten Strophe mit, die dann mit Breaks ins Hauptsolo übergeht, das mit ziemlich vielen Kieksern aufwartet. (Für Nicht-Gitarristen: Nach dem Anschlagen der Seite mit dem Plektron wird sofort mit dem Daumen die Seite gedämpft und die Obertöne sind zu hören. Richtig eingesetzt, gibt dies einen Höhepunkt.)

Akustik, Piano und Keyboard-Strings leiten "Willie Johnson" ein, bevor dann die Akustik den Takt angibt. Es entwickelt sich ein mittelschnelles, balladenhaftes Lied, mit vielen Synkopen. Die Soli sind fester Bestandteil der Melodie und auch die Keyboards sind ständig präsent. Wie der Anfang, so auch das Ende: Praktisch eine modulierte Wiederholung des Intros.

"So Susceptible" eröffnet die zweite LP-Seite. Es starten die Keyboards, dann setzt die Akustik ein, mit der Stimme zusammen folgt das Piano; jeder Ton ist zu hören und jedes Instrument hat kurze Solo-Phrasen, auch ein Fender Rhodes. Und natürlich, wie könnte ich es vergessen, die singenden Mädels. "So Susceptible" ordne ich in die Rubrik "Balladen" ein.

Die Pseudo-Funknummer darf nicht fehlen. Hier heisst sie "13 Steps To Heaven". Das Ende der Strophe bietet auch etwas milden Jazz, bevor Walter und Damen den dann wieder konventionellen Refrain schmettern. Walter ist ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Lied gelungen.

Mit "Dear Mum" wird es wieder rockiger, teilweise funkrockiger. Im Unterschied zu vielen anderen Songs hat die Strophe nur eine Tonart, der Refrain bringt dann die berühmte H - C - D - E - Folge (vorausgesetzt die Grundtonart ist E - wer Gitarre spielt, weiß, was ich meine). Aber es wäre nicht Walter Rossi, wenn in der Folge nicht symphonisch anmutende Brocken kämen.

Die wunderschöne Ballade "Silent I Wait" beschließt das Album. Die Orgel spielt das Einführung, fast wie in der Kirche, ein Akkord "Glockenspiel" gibt der Stimme den Einsatz, die vom Rhodes begleitet wird. Von Zeile zu Zeile steigert sich Musik und Gesang, anfangs nur gehaucht, dann lauter. Die Gitarre dominiert das Zwischenspiel, das sich zum Boogie steigert, sehr vertrackt, Breaks über Breaks. Und Walter Rossi spielt ein Supersolo.
Das Keyboard und ein ruhige Sologitarre bringen die Rückkehr zur Ballade und ich denke, es ist auch der Text der ersten Strophe. Die Stimme wird immer leiser und man denkt, jetzt vergeht das Lied. Aber auf eine Refrain-Reprise folgt ein sanftes Gitarrensolo, das dann nochmal bei langsamem Rhythmus richtig laut wird und mit Tusch endet.
Übertrieben gesagt, ist dies eine Minisymphonie. Verschiedene Themen für die Instrumente, langsamer Aufbau, Crescendo, Pianissimo, Reprise und Abschluss. (Bitte nicht zu ernst nehmen :o).

Werner Saumweber , (Impressum, Artikelliste), 12.02.2001

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

Startseite > CD-Reviews > Walter Rossi > Diamonds for the Kid
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum