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| Don't Look Down, BOB-Media/Hammersound, 2006 (2005) |
| Roger Vivian |
Vocals & Guitar |
| Marcel Jeker |
Guitar |
| Adrian Müller |
Bass & Vocals |
| Stefan Wicki |
Drums |
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Länge: 69 Min 02 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Fair Is Fair | 8. What's Your Problem |
| 2. C'mon C'mon | 9. Anybody Out There |
| 3. Flash Gordon | 10. Be Your Man |
| 4. None Of These Days | 11. Don't Look Down |
| 5. It's So Funny | 12. Sometimes |
| 6. The End Or Something New | Bonus: |
| 7. Deep | 14. Fair Is Fair (Video) |
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Angefangen haben die Schweizer vor ca. 8 Jahren wohl als Jung-Punk'n'Roll-Band. Richtig alt sind die Jungs natürlich noch lange nicht, aber der Punk ging im Laufe der Jahre und Plattenverträge bei wechselnden und nicht kleinen Firmen flöten. Jetzt spielen sie im Vorprogramm von STATUS QUO und haben den Salat: Da musst du als Band nämlich familienfreundlich sein, nicht zu hart, laut oder gar progressiv, musst Mami zum Hüftschwingen bringen und Papi vom Bierstand abhalten, kurz, du musst viel älter klingen als du eigentlich bist. Und bringen wird's trotzdem nix, QUO-Fans wollen QUO und nicht VIVIAN oder sonst wen.
"Don't Look Down" stellt mich vor ein Problem. Da wird einerseits ansprechend frisch losgerockt, andererseits aber nie wirklich in die Fresse getreten, kein Nachbar erschreckt und schlussendlich doch lieber nach der Kuschelharmonie als nach dem Killerriff gesucht. Hey, solche Konsensplatten kommen uns in letzter Zeit andauernd unter und sie stammen nicht, wie zu vermuten wäre, von irgendwelchen Retortenbands und Major-Plattenfirmen, nein, richtige Bands und kleinere Label veröffentlichen zuhauf Melodien für Millionen. Dumm nur, dass diese Millionen nicht gefunden werden (auch wenn man in der Schweiz in die Top 30 einstieg) und gleichzeitig die alten Fans beleidigt sein dürften, angesichts von Weichspülern wie Anybody Out There und None Of These Days. In einigen Momenten klingen VIVIAN in der Tat wie eine Boygroup auf leichten Abwegen. Und das hätten sie nicht nötig!
Es kommen nämlich auch lustige Hüpf(burg)-Songs wie What's Your Problem und C'mon C'mon oder ein sauberer Gitarren-Punk-Pop wie Fair Is Fair zu Gehör und die machen Spaß. Alleine schon wegen der Idee, Pop Muzik von M einzubauen. Genau wie der Titelsong mit seinen tiefergelegten Gitarren und netten Synthie-Spielchen. Was aber der DJ Bobo-Pseudo-Rap in der Mitte soll?
Am Schluss gibt's mit Sometimes eine Livenummer (jedenfalls soll sie das suggerieren) mit richtig fetten Gitarren und trotzdem einer hübschen Melodie. Geht doch.
Technisch ist an der Combo wenig auszusetzen. Klingt schon tough und kompetent. Sänger und Songwriter Roger Vivian hat seine beiden Jobs auch im Griff. Aber die lenorweichen Chart-Anbiederungen sind überflüssig wie ein Kropf und zersetzen die Glaubwürdigkeit einer solchen Band. Jedenfalls bei einem Rock- und QUO-Fan wie mir.
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